22.09.2011, 12:29 Uhr | t-online.de, t-online.de
Nicht nur Windows, auch Programme von Adobe und Google verbinden sich ständig mit dem Internet. Selbst Firefox nimmt ungefragt Kontakt zu Mozilla-Servern auf. Die Softwareanbieter versprechen, dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht. Dennoch: Nicht jedem ist dabei wohl. Wir zeigen Ihnen in unserer Foto-Show, wo die Datensammler liegen und wie Sie die anhänglichen Verfolger wirkungsvoll abschütteln.
Ein typischer Windows-PC überträgt laufend Daten ins Internet – ohne Rückfrage beim Nutzer. Windows und andere Programme wie Adobe Reader, Flash und Firefox sehen in regelmäßigen Abständen beim Hersteller nach, ob Updates vorliegen. Virenscanner melden jeden Fund eines Schädlings nach Hause und senden gleich noch Informationen über den Computer mit. Browser vergleichen jede besuchte Internetseite mit einer Datenbank, so dass der Hersteller ein komplettes Surfprofil erhält.
All diese Maßnahmen tragen angeblich zur Sicherheit des Anwenders bei oder ermöglichen ein komfortableres Surfen. Das mag sogar in vielen Fällen so sein. Das Problem: Die meisten Softwareanbieter verzichten darauf, den Nutzer vollständig darüber aufzuklären, dass überhaupt und welche Daten genau gesendet werden. Mitunter käme dabei zum Vorschein, dass der Datenfluss vor allem dem Hersteller hilft, seinen Kunden besser kennenzulernen, der Nutzen für den Anwender aber eher gering ausfällt.
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Versteckte Komponenten wie Microsoft Spynet oder SmartFilter senden Daten an Microsoft. Auch der Windows Media Player kennt in der Grundeinstellung kein Pardon. Die Abspielsoftware für MP3s und Film-Dateien analysiert das Nutzerverhalten und übermittelt die gesammelten Daten an den Softwareriesen. Firefox kontaktiert kontinuierlich die Mozilla-Server und lädt ohne Nachfrage Updates herunter und installiert sie. Fast jede besuchte Internetseite platziert Cookies auf dem PC, ja selbst abgespielte Video-Clips auf YouTube und Co. durchleuchten den PC des Anwenders nach verwertbaren Informationen.
Cookies sind kleine Dateien auf Ihrer Festplatte, die ein Webserver dort abgelegt hat. Einige identifizieren so einen Internetsurfer über mehrere Webseiten hinweg, andere ermöglichen ein automatisches Login in Online-Dienste wie Diskussionsforen oder soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Cookies können also den Surfkomfort erhöhen oder auch zur Überwachung des Nutzers missbraucht werden.
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Ob Cookies eine Gefahr darstellen, lässt sich für Surfer schwer abschätzen. Es ist meistens nicht sinnvoll, auf die kleinen Datenkekse komplett zu verzichten, weil viele Internetseiten dann nicht mehr richtig funktionieren. Besser als alle Cookies im Browser zu blockieren ist es, Cookies nur für ausgewählte Internetseiten zu erlauben. Allerdings ist dies mit etwas Aufwand verbunden. Aber so können Sie genau kontrollieren, welche Cookies verwendet werden.
Auch der Flash Player von Adobe legt heimlich Cookies auf der Festplatte ab. Wo immer Surfer eine Seite öffnen, die animierte Inhalte und Videos anbietet, schreibt die Webseite benutzerspezifische Daten auf den Rechner, die sie später wieder auslesen kann. Problematisch dabei: Flash-Cookies werden nicht über die Cookieverwaltung des Browsers administriert. Für den Browser sind sie unsichtbar. Ob sinnvoll oder nicht: Über den Flash Player-Einstellungsmanager können Sie die Speicherung von Flash-Cookies blockieren und vorhandene Cookies besser kontrollieren.
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Quelle: t-online.de, t-online.de
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