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Microsoft vergleicht Internet Explorer 6 mit uralter Milch

17.05.2010, 09:17 Uhr | Andreas Lerg

Microsoft vergleicht Internet Explorer 6 mit alter Milch. Würden Sie neun Jahre alte Milch trinken? Microsoft wirbt gegen Internet Explorer 6.

Würden Sie neun Jahre alte Milch trinken? Microsoft wirbt gegen Internet Explorer 6.

Microsoft hat in Australien eine Werbekampagne gestartet, um Nutzer mit Nachdruck davon zu überzeugen, den Internet Explorer 6 endlich über Bord zu werfen und auf den neuen Internet Explorer 8 umzusteigen. Dazu fragt Microsoft auf einer speziellen Internetseite: "Würden Sie neun Jahre alte Milch trinken?"

Microsoft beantwortet die Frage auf der Seite sogleich selbst mit einer weiteren Frage: "Warum benutzen Sie dann einen neun Jahre alten Browser?" Der Vergleich mit vergammelter Milch soll Nutzern klar machen, dass der Internet Explorer 6 sein Mindesthaltbarkeitsdatum lange schon überschritten hat und das Update auf die aktuelle Version 8 längst überfällig ist. Die Internetseite erklärt, wie sicher der Internet Explorer 8 im Vergleich zu dem immer noch sehr verbreiteten Vor-Vorgänger ist. Damit bezeichnet Microsoft eines seiner eigenen Produkte als unsicher.

Internet Explorer 6 ist ein Sicherheitsrisiko

Auch die Browser der Konkurrenz seien dem Internet Explorer 8 in Sachen Sicherheit unterlegen, wie Microsoft mit statistischen Zahlen auf der Seite belegen will. So erkenne der Internet Explorer 8 immerhin 85 Prozent aller Seiten mit Schadsoftware, während andere Browser wie Firefox oder Apples Safari nur 30 Prozent oder weniger identifizieren würden. Unbestritten ist, dass der Internet Explorer 6 mittlerweile ein Sicherheitsrisiko darstellt, da der alte Browser selbst keine serienmäßigen Abwehrmechanismen gegen Gefahren aus dem Internet bietet. Ende 2009 nutzten Hacker beispielsweise Sicherheitslücken im Internet Explorer 6, um vertrauliche Informationen von Google und anderen großen Technologie-Firmen zu stehlen.

Internet Explorer 6 wird kaum noch unterstützt

Auch Anbieter wie Google mit seinem Diensten GMail und YouTube oder Facebook unterstützen den Uralt-Browser nicht mehr und ignorieren ihn bei der Entwicklung neuer Dienste und Funktionen. Das liegt auch daran, dass der Internet Explorer 6 moderne Standards nicht unterstützt. Während Microsoft mittlerweile schon am Internet Explorer 9 arbeitet, verwenden laut einer Analyse von Net Applications derzeit noch 17,6 Prozent aller Internet-Nutzer den Internet Explorer 6. Mit Version 9 des Browsers will Microsoft sogar den Support von Windows XP einstellen. Die verschiedenen Versionen des Internet Explorer 8 erhalten Sie bei Softwareload zum Download.

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