Sie sind hier: Home > Digital > Computer >

Jeder vierte Deutsche nutzt geklaute Software

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Jeder vierte Deutsche nutzt geklaute Software

15.05.2012, 16:39 Uhr | Andreas Lerg / mu

Jeder vierte Deutsche nutzt geklaute Software. Jeder vierte Deutsche nutzt geklaute Software. (Quelle: imago)

Jeder vierte Deutsche nutzt geklaute Software. (Quelle: imago)

28 Prozent der Deutschen sind Software-Piraten: So viele Computernutzer geben zu, dass sie Software benutzen, für die sie keine Lizenz gekauft haben. Dadurch soll allein in Deutschland ein Schaden von 1,7 Milliarden Euro entstehen. Weltweit sollen sogar über 40 Prozent aller Programme Raubkopien sein. Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen Piraterie-Studie der Business Software Alliance (BSA), die jährlich online durchgeführt wird.

Laut der Umfrage nutzen in Deutschland 66 Prozent der Befragten niemals Raubkopien. Als Grund dafür nannten 43 Prozent moralische Bedenken, 32 Prozent fürchteten mögliche rechtliche Folgen. 28 Prozent der Nutzer gaben jedoch zu, unlizensierte Versionen kommerzieller Programme zu verwenden. Der Großteil davon, 22 Prozent, tut das nur selten, 4 Prozent gelegentlich und je 1 Prozent meistens oder immer. Insgesamt bescheinigt die BSA den Nutzern in Deutschland eine hohe Sensibilität für das Recht an geistigem Eigentum. Im internationalen Vergleich seien Deutsche doch eher "Piraterie-Muffel".

49 Milliarden Euro Schaden weltweit

Weltweit verursacht die Nutzung gestohlener Software einen Schaden von 49 Milliarden Euro. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern kommt illegale Software zum Einsatz. Unangefochtener Spitzenreiter ist China, wo Dreiviertel aller Programme Raubkopien sind. Auf Platz zwei folgen Russland und Indien mit jeweils 63 Prozent. Auf Platz drei liegt Brasilien mit einem Anteil von 53 Prozent.

USA sind der größte Markt für illegale Software

Betrachtet man das finanzielle Volumen illegaler Software, so liegen die USA ganz vorn: Die entgangenen Umsätze sollen sich dort auf 7,6 Milliarden Euro belaufen, in China auf 6,9 Milliarden Euro. Für diese Auswertung wird das Marktvolumen der legal verkauften Software im jeweiligen Land als Bezugsgröße genutzt. In China wird legale Software im Wert von 2 Milliarden Euro verkauft, während es in den USA 32,5 Milliarden Euro sind. Deutschland rangiert hier weltweit auf Rang sieben der Länder mit den höchsten Schäden.

BSA ermittelt regelmäßig entstandenen Schaden

Die Business Software Alliance ermittelt regelmäßig, welcher Schaden der Softwarebranche durch den Einsatz nicht lizenzierter Software-Kopien entsteht. Dazu wird gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen IDC untersucht, wie viele Computer in einem Land verkauft wurden. Der Wert der dafür potenziell nötigen Software wird dann mit dem der tatsächlich verkauften Produkte gegengerechnet. Unternehmen wie Microsoft, Adobe, Intel und Apple und andere organisiert sind in diesem Verband organisiert.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
Highspeed-Surfen für nur 19,95 € mtl. im 1. Jahr*
www.telekom.de
Shopping
MADELEINE - jetzt die neue Kollektion entdecken!
bei MADELEINE.
Shopping
Für Kinder: sommerliche Looks mit Paradies-Flair
neu bei tchibo.de

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017