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Microsoft: Satya Nadella folgt auf Bill Gates und Steve Ballmer

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Ballmer-Nachfolger  

Satya Nadella wird neuer Microsoft-Chef

05.02.2014, 09:48 Uhr | t-online.de, dpa

Microsoft: Satya Nadella folgt auf Bill Gates und Steve Ballmer . Satya Nadella (Quelle: Microsoft)

Der Microsoft-Manager Satya Nadella wird neuer Konzernchef (Quelle: Microsoft)

Am Dienstag hat Microsoft nach langer Suche Satya Nadella zum neuen Chef ernannt. Er ist damit nach Bill Gates und Steve Ballmer erst der Dritte, der den Chefsessel des weltgrößten Software-Unternehmens für sich beanspruchen darf. Wer ist Satya Nadella?

Der neue Chef ist bei Microsoft kein Neuling, sondern bereits seit 22 Jahren dort tätig. Zuletzt war er Manager der Cloud-Sparte, also derjenigen Abteilung, die wie kaum eine andere für zukünftige Entwicklungen steht und für den Konzern enorm wichtig ist. Außerhalb des Unternehmens trat der 1967 in der indischen Großstadt Hyderabad geborene Manager bislang nur wenig in Erscheinung.

Zuvor war Nadella maßgeblich an der Entwicklung der Suchmaschine Bing sowie des Bürosoftwarepakets Office beteiligt und hatte das Server-Geschäft zu verantworten. Bevor der heute 46 Jahre alte Branchenveteran 1992 zu Microsoft stieß, war der Elektroingenieur beim Silicon-Valley-Urgestein Sun Microsystems beschäftigt, das heute zu Oracle gehört.

Beliebter "Techie"

Kaum ein Nachfolger könnte bei Microsoft kontrastreicher zum noch amtierenden Chef Steve Ballmer ausfallen, der für seine lauten und extrovertierten Auftritte bekannt ist. Nadella ist eher ein Mann der leisen und überlegten Töne.

Bei Microsoft gelte Nadella als beliebter "Techie" und teamfähiger Manager, der etwas von der Technologie hinter dem Business verstehe, schreibt die Financial Times. Als knallharter Geschäftsmann ist Nadella dagegen bislang nicht aufgefallen. Laut Medienberichten soll ihn deshalb Verwaltungsratsmitglied John Thompson im Dialog mit Investoren und Kunden unterstützen.

Große Gestaltungsspielräume für Nadella

Ballmer hatte zuletzt verstärkt auf Verbraucher-Produkte wie das Windows Phone, die Spielekonsole Xbox One und die Surface-Tablets gesetzt. Microsoft-Gründer Bill Gates, seit Jahren die Graue Eminenz im Hintergrund, zieht sich aus dem Verwaltungsrat zurück, bleibt dem Unternehmen aber wahrscheinlich als Entwickler erhalten. Damit eröffnet er Nadella als künftigem Konzernlenker große Gestaltungsspielräume.

Niemand wisse heute, was tatsächlich technologisch in zehn Jahren möglich sei, betonte Nadella zuletzt in Paris auf der Konferenz LeWeb. Die Digitalisierung von nahezu Allem sei auf gutem Weg. Er glaube, dass Daten und der vernünftige Umgang mit Daten die Zukunft prägen werden. Microsoft müsse sich jeden Tag neu erfinden. "Es würde uns nach 30 Jahren nicht mehr geben, wenn wir nicht in der Lage wären, neue Technologie-Wellen zu reiten."

Viele kaufen keinen neuen PC mehr

Möglicherweise sind 30 Jahre sogar eine viel zu lange Zeitspanne, wie man beispielsweise am Handy-Hersteller Nokia eindrucksvoll beobachten kann. Der einstige unumstrittene Marktführer schrumpfte in wenigen Jahren zu einer Randnotiz auf dem Smartphone-Markt, mittlerweile hat Microsoft die Sparte aufgekauft. Genau wie Nokia vor einigen Jahren steht Microsoft vor der Herausforderung, sich auf einen neuen Markt einzustellen.

Viele einstige Computerkäufer, die hauptsächlich im Internet surfen, Mails abrufen und zum Zeitvertreib soziale Netzwerke wie Facebook nutzen, legen sich keinen neuen PC mehr zu, wenn der alte den Geist aufgibt. Stattdessen kaufen sie ein Tablet, dessen Betriebssystem in den meisten Fällen nicht von Microsoft kommt, sondern von Google oder Apple. Auch eine ausgewachsene Büro-Software wie Microsoft Office benötigen sie in der Regel nicht.

Die Verkaufszahlen belegen diesen Trend: 2011 wurden in den Monaten Juli bis September noch rund 95 Millionen Personal Computer verkauft. 2013 waren es laut Gartner knapp 80,3 Millionen Rechner, nach Berechnungen von IDC 81,6 Millionen. Damit ist das Geschäft binnen zwei Jahren um über 15 Prozent geschrumpft.

Von Satya Nadella wird nicht weniger erwartet, als Microsoft auf die neuen Bedingungen einzustellen. Die Branche traute dem Vorgänger Steve Ballmer das nicht mehr zu.

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