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Google-Earth-Patent: ART+COM verklagt Google

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Google-Earth-Patent  

Berliner Unternehmen verklagt Google

23.02.2014, 13:24 Uhr | dpa

Google-Earth-Patent: ART+COM verklagt Google. Google Earth (Quelle: Google)

Google Earth (Quelle: Google)

Das Unternehmen ART+COM Innovationspool GmbH wirft Google eine Patentverletzung beim Online-Atlas Google Earth vor und zieht in den USA vor Gericht. Dabei geht es um ein Verfahren zur Darstellung räumlicher Daten. Die Berliner Firma ART+COM Innovationspool GmbH fordert in der Klage unter anderem Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

Das Patent von ART+COM reicht bis ins Jahr 1996 zurück. Die Firma erklärt in der Klage, auf dieser Basis sei damals der Dienst Terravision mit Satellitenbildern, Luftaufnahmen und Architekturdaten entwickelt worden. Zwei ranghohe Google-Manager, die später für Google Earth und den Kartendienst Maps zuständig waren, hätten zu diesem Zeitpunkt beim Computerkonzern Silicon Graphics gearbeitet, der bei Terravision mit im Boot gewesen sei.

Google kommentiert Vorwürfe nicht

Terravision bot der Klage zufolge bereits die Möglichkeit, von nahtlos von Übersichtsbildern hin zu detaillierten Darstellungen von Objekten und Gebäuden zu navigieren. Es sei das erste System für eine Navigation durch eine große Menge räumlicher Daten gewesen. Der Internetkonzern kommentierte die Vorwürfe am Wochenende unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht.

Die Klage spiegelt die komplexe Geschichte von Google Earth wider. Der Dienst, der 2005 unter Google-Flagge startete, geht auf Entwicklungen der Firma Keyhole zurück, die vom Internetkonzern ein Jahr zuvor übernommen wurde. Keyhole wiederum hatte den Vorläuferdienst Earth Viewer 2001 eingeführt.

Google: Patent ist nicht entscheidend

Google selbst habe sich auf die Vorreiterrolle von Terravision berufen, als es um die Abwehr einer 2004 eingereichten Patentklage gegen Keyhole gegangen sei, heißt es in der Klage. Mit dem Technikchef von Google Earth, Michael Jones, habe ART+COM 2006 über einen Kauf des Patents oder gleich der ganzen Firma gesprochen. Allerdings hätten die Google-Juristen das Patent als nicht entscheidend eingestuft und der vom Internetkonzern gebotene Preis sei der Berliner Firma zu niedrig gewesen.

ART+COM reichte die Klage bereits am Donnerstag ein, der Tagesspiegel machte am Samstag auf das Verfahren aufmerksam.

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