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Deutscher MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg in "Internet Hall of Fame" aufgenommen

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Technische Revolution  

Deutscher MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg in "Internet Hall of Fame" aufgenommen

10.04.2014, 15:21 Uhr | dpa

Deutscher MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg in "Internet Hall of Fame" aufgenommen. Karlheinz Brandenburg (Quelle: dpa)

Karlheinz Brandenburg im sogenannten reflexionsarmen Raum des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau. (Quelle: dpa)

Der deutsche Miterfinder des MP3-Formats, Karlheinz Brandenburg, ist in die "Internet Hall of Fame" aufgenommen worden. Das teilte das Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) am Mittwoch mit. Die Internet Society hat den 59-Jährigen in Hongkong damit als einen der Wegbereiter des Internets ausgezeichnet.

Brandenburg habe mit seiner maßgeblichen Rolle bei der Entwicklung des MP3-Standards außerordentlich zur Entwicklung und Verbreitung des Internets beigetragen, hieß es zur Begründung. Mit der Auszeichnung steht er nun in einer Reihe mit dem Linux-Erfinder Linus Torvalds und dem Gründervater des World Wide Webs, Tim Berners-Lee. 2014 wurden 24 Männer und Frauen aus 13 Ländern in den Zirkel aufgenommen.

Für seine Forschungsarbeit wurde Brandenburg schon mit verschiedene Auszeichnungen geehrt. Am 18. Dezember 2006 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Internet Society setzt sich für die Weiterentwicklung der Internet-Infrastruktur und offenen Zugang zu Wissen im Netz ein. Seit 2012 vergibt sie die Auszeichnung durch die Aufnahme in die "Internet Hall of Fame".

ERFINDER DES MP3-STANDARD GEEHRT
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MP3 revolutionierte digitale Speicherung von Musik

Brandenburg ist Leiter des Ilmenauer IDMT. Anfang der 90er Jahre hatten er und sein Team am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen das Format MPEG-1 Audio Layer 3 entwickelt, für das sich die Abkürzung MP3 durchgesetzt hat. Mit ihm ließen sich Musikdaten auf rund ein Zehntel der Größe einer Audio-CD verkleinern.

Die Forscher bedienten sich dabei der Psychoakustik. Ziel des MP3-Kompresionsverfahrens ist es, von Audio-Dateien nur die für den Menschen wahrnehmbare Signalanteile zu speichern. Für den Zuhörer ist dabei keine oder kaum eine Verringerung der Audioqualität zu hören, aber die zu speichernde Datenmenge reduziert sich drastisch.

Suzanne Vega lieferte den erste MP3-Song

Brandenburg und sein Team führten die ersten Praxistests des MP3-Standards mit der A-cappella-Version des Liedes "Tom’s Diner" von Suzanne Vega durch. Brandenburg, der das Stück eher zufällig gehört hatte, sah darin eine passende Herausforderung, um die Wiedergabequalität der Musik nach der MP3-Kompression zu testen.

Nachdem die Software im Netz in Umlauf geriet, gab dies der Verbreitung von Musik über das Internet einen gewaltigen Schub. Schnell folgten Mobile Audioplayer, die das Format zum Speichern von Musikdateien nutzten und den Walk-Man sowie tragbare CD-Player ersetzten. Oft werden diese Geräte deshalb auch MP3-Player genannt.

Eine Folge war allerdings zugleich die Ausbreitung der Musik-Piraterie, denn MP3-Dateien sind so klein, dass sie sogar als E-Mail-Anhang verschickt werden können. Das sogenannte Filesharing wurde mit der Musiktauschbörse Napster (1999 gegründet) und der damals revolutionären Peer-to-Peer-Technik zum Massenphänomen. Mithilfe einer lokal installierten Software konnten Millionen von Internetnutzern MP3-Dateien direkt von PC zu PC austauschen.

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