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Microsofts Anti-Virus-Schutz bringt Windows XP zum Erliegen

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Kurz nach Support-Ende  

Microsofts Anti-Virus-Schutz bringt Windows XP zum Erliegen

17.04.2014, 17:21 Uhr | t-online.de

Microsofts Anti-Virus-Schutz bringt Windows XP zum Erliegen. Microsoft Windows XP (Quelle: dpa)

Das veraltete Betriebssystem Windows XP bereitet Behörden erhebliche Probleme. (Quelle: dpa)

Rund eine Woche nach dem offiziellen Support-Ende für Windows XP haben sich viele Nutzer des Betriebssystems über Probleme mit Microsoft Security Essentials beschwert: Der Rechner stürze häufig ab oder reagiere nur noch langsam auf Eingaben. Schuld daran soll ein Update für Microsofts Virenscanner. Microsoft selbst hielt sich mit Hilfestellung aber zurück.

Über den Fehler beschwerten sich zunächst vor allem Systemadministratoren in einem Microsoft-Forum, da die betreuten Computer mit Windows XP aber auch einige Windows-2003-Server vermehrt abstürzten oder nur noch sehr langsam auf Eingaben reagierten.

Die IT-Experten konnten das Problem zusammen schnell eingrenzen und entlarvten den Echtzeit-Scanner der Microsoft Security Essentials als den Übeltäter, der bei der Zusammenarbeit mit jüngst aktualisierten Virusdefinitionen Probleme verursacht.

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Virusdefinitionen verlangsamen den Echtzeitschutz

Microsoft empfahl als Notfall-Hilfsmittel, den Echtzeit-Scanner zu deaktivieren. Später fanden die betroffenen Systemadministratoren heraus, dass ein manuell eingepflegtes Update der Virusdefinitionen, das noch nicht zum öffentlichen Download freigegeben ist, das Problem löst.

Dienst deaktivieren ist die einzige Hilfe

"Normale" Nutzer von Windows XP, die ebenfalls mit einem abstürzenden beziehungsweise langsamen Rechner zu kämpfen haben, müssen bis zur offiziellen Verteilung der nächsten Aktualisierung jedoch in den sauren Apfel beißen und den Echtzeit-Scanner deaktivieren.

Dazu klicken Sie auf Start und anschließend im Startmenü auf Ausführen. Tippen Sie in dem Eingabefeld das Wort Regedit ein und bestätigen Sie mit Enter. In dem Fenster, das sich daraufhin öffnet, klicken Sie auf Bearbeiten und danach auf Suchen. Kopieren Sie folgenden Eintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Microsoft Antimalware in das Suchfeld. Fügen Sie den Wert Real-Time Protection DisableBehaviorMonitoring = 1 hinzu, indem Sie per Rechtsklick auf die rechte Spalte zunächst das Kontextmenü öffnen und unter Neu den Menüpunkt Schlüssel auswählen.

Dadurch sollten die Probleme mit dem Echtzeit-Scanner behoben sein, allerdings empfiehlt es sich, anschließend einen anderen Viren-Scanner zu installieren.

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Verwirrung um Microsoft Security Essentials

Dies ist sowieso in rund einem Jahr nötig. Microsoft Security Essentials lässt sich aufgrund des Support-Endes nicht mehr auf Rechnern mit Windows XP installieren. Bereits installierte Versionen warnen den Nutzer in roter Schrift, dass der PC vielleicht nicht mehr geschützt sein könnte. Ein Link führt dann zu einem Angebot für Windows 8.

Die bereits installierten Versionen von Microsoft Security Essentials sollen allerdings noch bis zum 14. Juli 2015 mit neuen Virusdefinitionen versorgt werden, wie Microsoft im Januar zusicherte.

Dennoch berichten einige Nutzer unterdessen, dass das Sicherheitsprogramm seit dem 8. April den Dienst quittiert hat, andere dagegen haben keine Probleme mit der Software. Wer System-Abstürze im Voraus vermeiden möchte, sollte sich schon jetzt nach einem anderen Virenscanner umsehen und den Microsoft-Dienst deinstallieren.

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