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Windows 10: Microsoft schleust Werbung in Windows 7 ein

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Nutzer sind empört  

Microsoft versteckt Werbung für Windows 10 in Sicherheits-Update

11.03.2016, 12:23 Uhr | t-online.de

Windows 10: Microsoft schleust Werbung in Windows 7 ein. Microsoft drängt Nutzer zum Wechsel auf Windows 10, das im Januar 2015 vorgestellt wurde. (Quelle: dpa)

Microsoft drängt Nutzer zum Wechsel auf Windows 10, das im Januar 2015 vorgestellt wurde. (Quelle: dpa)

Immer wieder versucht Microsoft die Nutzer von Windows 7 und 8.1 zum Wechsel auf Windows 10 zu bewegen. Der jüngste Versuch allerdings könnte das Fass zum Überlaufen bringen. In einem Sicherheitsupdate hat der Software-Konzern eine Werbefunktion eingebaut.

Das Sicherheitsupdate KB 3139929 für den Internet Explorer, dass Microsoft am 8. März ausgeliefert hat, hat es in sich: Es liefert nicht nur sicherheitsrelevante Funktionen für den Browser aus. Das Update-Paket installiert zusätzlich automatisch das Update KB 3146449 und das ist ein hauseigener "Werbegenerator". 

Die Beschreibung dieses Updates lautet (übersetzt): "Dieses Update fügt Funktionen zum Internet Explorer 11 hinzu, die auf einigen Computern den Nutzer über Windows 10 unterrichten oder ihm ein Update auf Windows 10 anbieten." Zusätzlich findet sich dort der Hinweis (übersetzt): "Außerdem, dieses Sicherheits-Update enthält verschiedene nicht sicherheitsrelevante Fixes für den Internet Explorer."

Blaues Werbebanner für Windows 10

Wie diese Werbung aussieht, berichten Woody Leonhard vom US-Fachmagazin "InfoWorld" und Nutzer verschiedener Foren wie "Reddit" oder "AskWoody". Auf Computern mit Windows 7 oder 8.1 öffnen sich beim Surfen mit dem IE 11 in neuen Tabs blaue Werbebanner, die dem Nutzer mitteilen: "Microsoft empfiehlt das Upgrade auf Windows 10".

Was die Nutzer dabei besonders ärgert ist die Tatsache, dass dieses "Werbe-Update" so im Sicherheitsupdate KB 3139929 verbaut ist, dass es sich nicht separat deinstallieren lässt, wie etwa der Nutzer "Spiff" des niederländischen Sicherheitsforums www.security.nl moniert. Es wird also zwangsweise installiert. Nutzer hätten höchsten die Alternative, das komplette Sicherheits-Update zu löschen und damit die Sicherheitslücke zu öffnen. Die Bedrohung stuft Microsoft für den IE 10 als "mittel", für den IE 9 und IE 11 aber als "kritisch" ein – das ist die höchste Gefahrenstufe.

Kritische bis verärgerte Kommentare

In den Foren finden sich diesbezüglich recht deutliche Kommentare. Bei "Askwoody" kommentiert Autor "Woody" selbst: "Dies ist ein neuer Tiefpunkt in Microsofts viel kritisierter Get-Windows-10-Kampagne".

Ein anderer Nutzer meint etwas theatralisch: "Das Maß ist voll, die Zugbrücke ist hochgezogen, die Burgwälle sind bemannt und die Ionenkanone ist geladen." Auf Reddit erklärt ein anonymer Nutzer: "Ich habe wegen dieser S****ße jetzt sieben Computer auf Linux umgestellt."

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