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Microsoft: Windows 10 spricht jetzt auch mit den "Bots"

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Entwicklerkonferenz "Build"  

"Bots" sind die neuen Freunde von Windows 10

01.04.2016, 11:12 Uhr | yba, t-online.de

Microsoft: Windows 10 spricht jetzt auch mit den "Bots". Auf der Entwicklerkonferenz Build eröffnet Microsoft seine neue Strategie. (Quelle: Reuters)

Auf der Entwicklerkonferenz Build eröffnet Microsoft seine neue Strategie. (Quelle: Reuters)

Microsoft hat sich eine Menge vorgenommen: Der Windows-Riese ist verzweifelt bemüht, ein Ökosystem aus Apps, Geräten und Windows 10 zusammenzubauen – ganz nach dem Vorbild von Apple und Google. Doch mit den Windows-Smartphones hat es nicht geklappt. Microsofts neue Strategie setzt voll auf "Bots".

Die Entwicklerkonferenz "Build" ist eines der wichtigsten Events, das Microsoft einmal im Jahr veranstaltet. Dieses Jahr war natürlich auch Windows 10 ein großes Thema – allerdings nicht für Windows-Smartphones. Die neuen Lieblinge von Microsoft-Chef Satya Nadella und seinen Top-Managern sind die Sprachassistentin Cortana und sogenannte "Bots", also gewissermaßen Software-Roboter.

Wer sich schon öfter in Chat-Räumen umgesehen hat, dem dürften Bots vertraut sein – mehr oder weniger intelligente Programme, die selbständig auf Nutzeranfragen antworten und teils auch Befehle ausführen können.  

Wort und Stift statt Maus und Tastatur  

Aus Microsofts Sicht haben diese künstlichen Intelligenzen (KI) zahlreiche Vorteile: Sie können Sprachbefehle und Texteingaben erkennen und interaktiv darauf reagieren. Sogar handschriftliche Notizen oder Zeichnungen auf der digitalen Landkarte ergeben für Cortana Sinn, wie Microsoft auf der "Build" eindrucksvoll demonstrierte.

Für den Nutzer sei die Bedienung mit Stift und Wort natürlicher als mit Maus und Tastatur, findet Microsoft. Was Microsoft aber dringend braucht, sind Entwickler. Denn erst mit einer Fülle von praktischen Apps wird das neue Windows-Ökosystem auch für Nutzer attraktiv. Wie will Microsoft also Programmierer überzeugen, die mit Android- und iPhone-Apps sehr viel leichter Geld verdienen können?

Windows 10 bändelt mit iOS und Android an

Microsofts Antwort führt weg von Windows-Smartphone hin zu einem offeneren System. Windows 10 soll auch für Android- und iOS-Programmierer zur zentralen Plattform werden. So sollen sich in der neuen Entwicklungsumgebung Visual Studio 2016 auch Apps für Android und Apples mobiles Betriebssystem entwickeln lassen.

Derselbe Code, der für eine Windows-Anwendung funktioniert, soll sich mit wenigen Anpassungen auch für iPhones und iPads sowie Android-Mobilgeräte aufbereiten lassen. Wie das im Detail funktioniert, zeigte Microsoft auf seiner Keynote zur "Build" allerdings noch nicht.

Cortanas verlockende Daten

Dennoch dürfte der Ansatz ausreichen, um viele Entwickler zumindest neugierig zu machen. Denn Windows 10 läuft acht Monate nach seiner Veröffentlichung bereits auf über 270 Millionen Rechnern, wie Microsoft stolz bekannt gab. Cortana könnte insbesondere neuen Apps schnell zu großer Popularität verhelfen. Denn die Sprachassistentin verknüpft Terminkalender, Notizen und Kurznachrichten der Nutzer mit den Windows-Bots von Reisegesellschaften, Hotels, Lieferdiensten und anderen Angeboten, die das Leben womöglich leichter machen.

Planen Sie eine Reise nach Berlin, stellt Cortana einen Kontakt zu dem Bot Ihres bevorzugten Hotels her. Das Zimmer wird so ähnlich wie auf einer Internetseite gebucht. Nur kann der Bot per Skype mit Ihnen chatten und von Cortana alle erforderlichen Daten zur Abwicklung des Geschäfts empfangen.

Verspätet sich eine Verabredung, schlägt Ihnen Cortana einen passenden Zeitvertreib in der näheren Umgebung vor und stellt etwa den Kontakt zu einem Bot für Stadtrundfahrten her oder sucht die Kontaktdaten eines Freundes heraus, den Sie besuchen könnten. Das alles soll auch auf Android und iOS funktionieren – die entsprechenden Cortana-Apps gibt es bereits.

Schutz der Privatsphäre bleibt unklar

Damit Cortanas Vorschläge nicht völlig daneben liegen, muss die KI ihre Nutzer natürlich gut kennen und eifrig Daten sammeln. Die Privatsphäre ist ein wichtiges Gut, wie Satya Nadella in seiner Eröffnungsrede feststellte. Wie er sie trotz all der nötigen Datensammelei schützen will, ließ er offen.

Im Sommer soll das nächste große Update für Windows 10 kommen. Hoffentlich hat Microsoft bis dahin ein paar mehr Antworten für Nutzer und Entwickler. 

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