26.07.2012, 12:51 Uhr | Thomas Joos, t-online.de
Windows 8 bietet für jeden Computer praktische Energiesparpläne und Einstellungen an, die den Energieverbrauch senken und die Akkulaufzeit erhöhen. Eingriffe in die Registry sind dafür nicht notwendig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Energie-Einstellungen in Windows 8 vornehmen.
Für jeden Rechner-Typ hat Microsoft clevere Sparfunktionen entwickelt, um den Energieverbrauch möglichst klein zu halten. Die meisten dieser Energiespareinstellungen gelten auch für Windows 7. Zusätzlich zeigen wir Ihnen Tricks die in Windows 7 funktionieren, in Windows 8 aber erweiterbar sind.
Über den Link Energieoptionen, den Sie auf Notebooks über einen Rechtsklick auf das Akkusymbol starten, stellen Sie ein, wie sich ein Rechner bezüglich des Energieverbrauchs verhalten soll. Alternativ suchen Sie in Windows 7 im Suchfeld des Startmenüs nach energieoptionen oder in Windows 8 nach dem gleichen Begriff im Startbildschirm. Wie Sie bei den Einstellungen vorgehen, zeigen wir Ihnen in der Foto-Show. Auf Notebooks sehen Sie im Fenster mehr Einstellungen als auf normalen Desktop-PCs. Sie können zum Beispiel für Akkubetrieb und Netzbetrieb verschiedene Einstellungen vornehmen. Alternativ suchen Sie nach dem Tool powercfg.cpl. Auch hierüber starten Sie die Energieoptionen in Windows.
Für Anwender, die selbst keine einzelnen Optionen festlegen wollen, stehen bereits vorgefertigte Energiesparpläne zur Verfügung. Diese müssen Sie einfach anklicken, um sie zu aktivieren. Auf der linken Seite des Fensters sehen weitere Funktionen, mit deren Hilfe Sie die mobilen Einstellungen weiter anpassen können. Sie können an dieser Stelle auch eigene Pläne erstellen. Das ist aber in den seltensten Fällen notwendig. Für jeden Energiesparplan lassen sich erweiterte Einstellungen aufrufen und so für jeden Anwender individuell alle möglichen Energiesparoptionen konfigurieren.
Um die Einstellungen eines Energiesparplans zu ändern, klicken Sie auf Energiesparplaneinstellungen ändern. Im folgenden Fenster können Sie für alle Bereiche des Computers Einstellungen vornehmen. In der Foto-Show zeigen wir Ihnen die einzelnen Möglichkeiten genauer, am Beispiel der Einstellung für SSD-Festplatten. Die Energiesparfunktion für SSDs sollten Sie zum Beispiel deaktivieren, da diese das System eher ausbremst als beschleunigt. Verliert ein Notebook die Verbindung zum WLAN, kann es auch am Akkuladezustand liegen. In den meisten Energieeinstellungen deaktiviert Windows WLAN-Karten, wenn die Energie zu Neige geht. Auch hier können Sie in den Einstellungen vorgeben diese Deaktivierung zu verhindern.
Haben Sie die Energieoptionen gestartet, können Sie auch einstellen wie sich das Notebook verhalten soll, wenn Sie den Ausschaltknopf oder Energiesparschalter (den einige wenige Notebooks noch haben) drücken bzw. das Notebook zuklappen. Sie können auch hier wieder, abhängig vom Batteriemodus oder Netzbetrieb, festlegen, wie sich das Notebook beim jeweiligen Anlass verhalten soll. Sie können hier auch bestimmen, dass nach der Reaktivierung ein Kennwort notwendig ist. Sie können an dieser Stelle meistens zwischen den Optionen Herunterfahren, Energie sparen und Ruhezustand auswählen. Wie Sie dabei vorgehen, sehen Sie in der Foto-Show. Sie haben folgende Einstellungsmöglichkeiten:
Haben Sie Windows 8 installiert, können Sie Windows noch genauer einstellen, was das Verhalten beim Herunterfahren des Betriebssystems betrifft. Auch hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Sie in der Foto-Show sehen:
Windows 7 und 8 bieten noch erweiterte Möglichkeiten in der Befehlszeile an. Mit dem Tool powercfg können Sie verschiedene Berichte erstellen und Einstellungen vornehmen. Schon Windows 7 bietet zum Beispiel die Möglichkeit den Stromverbrauch einzelner Komponenten und Programme in einem Bericht festzuhalten. Wie Sie dabei vorgehen, zeigen wir Ihnen in der Foto-Show. Den Bericht können Sie sich anschließend in einem Browser anzeigen lassen. Er enthält wertvolle Tipps, wie Sie Ihr Notebook für einen möglichst langen Betrieb konfigurieren können.
Beim Verwenden des Ruhezustands wird in Windows 7 der Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte in die Datei hiberfil.sys geschrieben. Beim Booten liest Windows 7 den Inhalt aus der Datei aus, und Windows macht an der Stelle weiter, an der Sie den Modus aktiviert haben. Das spart Energie. Die Datei benötigt dazu exakt soviel Speicherplatz, wie Arbeitsspeicher im Computer eingebaut ist. Windows 8 funktioniert hier anders.
Unter Windows 8 belegt die hiberfil.sys standardmäßig nur 75 Prozent des eingebauten Arbeitsspeichers. Wessen Festplatte über ausreichend freien Speicherplatz verfügt, kann diesen Wert getrost auf 100 Prozent anheben.
Geben Sie dazu in der Eingabeaufforderung die Befehlszeile powercfg /hibernate /size 100 ein. Ist die Benutzerkontensteuerung aktiv, müssen Sie die Eingabeaufforderung per Rechtsklick mit Administratorrechten starten. Nach der Eingabe reserviert Windows die komplette Größe des vorhandenen Arbeitsspeichers für die Datei hiberfil.sys.
Quelle: Thomas Joos, t-online.de
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