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Windows 8: Microsoft will den Kopierschutz in Windows 8 verschärfen

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Windows 8: Microsoft verschärft Kopierschutz

07.08.2012, 10:25 Uhr | Christian Fenselau

Windows 8: Microsoft will den Kopierschutz in Windows 8 verschärfen. Metro-Oberfläche von Windows 8 (Quelle: blogs.msdn.com)

Das Kacheldesign bildet die Oberfläche von Windows 8 (Quelle: blogs.msdn.com)

Microsoft will professionellen Kopierpiraten künftig das Leben schwerer machen. Das berichtet das Netzmagazin MyCE. Um zu verhindern, dass eine Lizenz von Windows 8 auf mehr als einem PC installiert werden kann, soll das neue Betriebssystem eindeutig mit dem PC verknüpft werden. Der Softwarehersteller hat dabei insbesondere betrügerische Händler im Visier.

Microsoft will Medienberichten zufolge die Seriennummer des Systems im BIOS verankern. Damit benötigt jede Installation zwingend eine eigene Seriennummer. Bisher bekamen Erstausrüster, die sogenannten OEMs (Original Equipment Manufacturer), von Microsoft Windows-Lizenzen im Sammelpack ausgehändigt, die alle mit einer einzigen Seriennummer freigeschaltet werden konnten. Bei Windows 7 war es chinesischen Hackern gelungen, den Master-Productkey inklusive Zertifikat eines PC-Herstellers zu bekommen. Das glich einer Kopierlizenz für unzählige Exemplare.

Produktaktivierung entfällt

Die Internetseite MyCE hat Präsentationsfolien zur "OEM Activation (OA) 3.0" veröffentlicht, die nun Gegenstand der Diskussionen sind. Eine Bestätigung von Seiten Microsofts steht jedoch noch aus. Eine Registrierung des Systems im BIOS, also in der Hardware, würde eine separate Produktaktivierung überflüssig machen. Diese hatte Microsoft erstmals mit dem Marktstart von Windows XP eingeführt. Die Aktivierung ließ sich jedoch von vornherein umgehen – im Internet existierten schon schnell Seriennummern, die eine Aktivierungspflicht aufhoben.

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Windows 8 im Überblick

Für Endnutzer würde sich dadurch nur wenig ändern, denn ein vorinstalliertes Windows 7 auf einem Neu-PC muss auch heute nach dem Kauf nicht mehr aktiviert werden. Mit einer Verankerung der Windows-Lizenz im BIOS könnte auch der Umstand wegfallen, dass eine Umrüstaktion mehrerer Teile wie Grafikkarte oder Festplatte eine Neuaktivierung nach sich zieht, wie das heutzutage unter bestimmten Bedingungen noch der Fall ist. Denn bei einer BIOS-Registrierung wäre es überflüssig, die Lizenz noch dazu mit den eingebauten Komponenten zu verknüpfen. Unklar bliebe die Situation für Kunden, die das Mainboard und damit zwangsläufig auch das BIOS austauschen und für Käufer einer Windows-8-Lizenz ohne PC.

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