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Microsoft schmollt nach Google-Entscheidung gegen Windows

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Microsoft schmollt nach Googles Windows-Verbannung

02.06.2010, 09:22 Uhr | Sascha Plischke, t-online.de

Microsoft schmollt nach Google-Entscheidung gegen Windows. Goodbye Microsoft: Internet-Riese Google will künftig auf Windows verzichten.

Goodbye Microsoft: Internet-Riese Google will künftig auf Windows verzichten. (Quelle: dpa)

Microsoft hat mit Unverständnis auf die Entscheidung von Google geantwortet, künftig kein Windows mehr auf den Mitarbeiter-Computern einsetzen zu wollen. In einem Beitrag im firmeneigenen Blog schrieb Microsoft-Sprecher Brandon LeBlanc, es sei an der Zeit, einige Dinge klar zu stellen. So sei Windows keinesfalls weniger sicher als andere Betriebssysteme. Auch Apple-Computer hätten mit Schadsoftware wie Trojanern zu kämpfen. Microsoft antworte darüber hinaus schneller auf jede Sicherheitsbedrohung als die Konkurrenz, und gerade Google-Produkte seien für den Einsatz im professionellen Bereich aus Sicherheitsgründen oft nicht geeignet.

So habe vor einigen Monaten die renommierte US-Universität Yale nach einer ersten Prüfung Pläne aufgegeben, die E-Mail-Kommunikation der Verwaltung nur noch über Googles E-Mail-Dienst Gmail abzuwickeln und für Büro-Anwendungen Googles Online-Applikationen einzusetzen. Grund seien damals sowohl Sicherheitsbedenken als auch Angst um die Privatsphäre der Mitarbeiter gewesen. Microsofts eigenes Betriebssystem sei hingegen spätestens seit Windows 7 eines der sichersten Betriebssysteme auf dem Markt. LeBlanc zitierte Medienberichte, nach denen selbst Hacker Windows für schwierig zu knacken hielten. Partner in der Industrie wie der IT-Infrastruktur-Hersteller Cisco bestätigten immer wieder, dass Microsoft sehr schnell und zuverlässig mit Sicherheitsupdates auf neue Bedrohungen reagiere.

Google schafft Windows-Computer ab

Zuvor hatte Google entschieden, Microsofts Betriebssystem mittelfristig den Rücken zu kehren. "Wir machen nicht mehr in Windows", sagte ein Google-Angestellter der Financial Times am Montag. "Das ist eine Sicherheitsmaßnahme." Durch einen Umstieg auf Mac-Computer und PC mit Linux will der Konzern seine Systeme weniger angreifbar für Hacker machen, nachdem eine Lücke im Microsoft-Browser Internet Explorer zu einem spektakulären Diebstahl von Firmengeheimnissen durch chinesische Hacker geführt hatte. "Linux ist Open Source und wir haben ein gutes Gefühl dabei", zitierte die Financial Times einen weiteren Angestellten. "Bei Microsoft haben wir kein so gutes Gefühl."

Windows nur mit Erlaubnis von ganz oben

In der Vergangenheit hatten Google-Mitarbeiter frei entscheiden können, welches Betriebssystem sie für ihre tägliche Arbeit nutzen wollen. Jetzt landet Windows jedoch auf einer schwarzen Liste des Konzerns und steht nicht mehr ohne Weiteres zur Verfügung. Den Einsatz eines Windows-Computers müssen leitende Angestellte schriftlich genehmigen, sagte ein Angestellter. "Für neue Windows-Maschinen ist jetzt die Erlaubnis des IT-Chefs erforderlich." Doch auch ohne die neue Unternehmenspolitik seien zahlreiche Google-Mitarbeiter von Windows abgerückt. "Viele haben Windows aufgegeben und sind nach den China-Hacks vor allem auf Apples Mac-Computer umgestiegen."

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