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Tauschbörsen  

Piraterie von Fernsehshows Gradmesser für Erfolg

17.12.2007, 10:05 Uhr

Tauschbörse BitTorrent: Heftiger Flirt der TV-Bosse mit den Online-Piraten. (Quelle: t-online.de)Tauschbörse BitTorrent: Heftiger Flirt der TV-Bosse mit den Online-Piraten.Einschaltquoten waren gestern, heute zählen Downloadzahlen – das behauptet nun eine Insiderin der kanadischen Fernsehindustrie. In ihrem Blog verrät TV-Profi Guinevere Orvis nun, dass Fernsehmacher nicht mehr auf ihre Marktforscher hören, um den Erfolg einer Sendung zu messen. Egal ob es um den Verkauf einer Serie auf DVD oder die Fortsetzung einer Show in einer neuen Staffel geht – die erste Frage lautet heute offenbar: "Ist die Show schon auf BitTorrent?"

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Orvis arbeitet seit zehn Jahren für verschiedene große TV-Sender in Kanada. Dort kümmert sie sich unter anderem um die Vermarktung von Fernsehsendungen und stellte fest, dass Download-Zahlen und das Auftauchen von TV-Shows in Tauschbörsen eine wichtige Grundlage für die Erfolgsmessung geworden ist. "Wenn Sie ein TV-Manager sind, dann gibt es eine magische Zahl, die Sie anbeten: die Einschaltquote", sagte Orvis. Diese magische Zahl verliere aber zunehmend an Bedeutung: Die Beliebtheit einer Sendung lasse sich mittlerweile mit einem Blick auf Downloadzahlen und Diskussionsgruppen feststellen.

"Wie oft laden die Leute das herunter?"

In wichtigen Konferenzen sei diese Meinung bereits weit verbreitet. Bei der Entscheidung über die Vermarktung einer Serie falle immer wieder die Frage nach der Beliebtheit in Tauschbörsen. "Ich war schockiert, als ich das erste Mal die Frage hörte: 'Ist das schon auf BitTorrent? Wie oft laden die Leute das herunter?'" Mittlerweile höre sie diese Frage immer wieder. Ihr Fazit ist einfach: Für TV-Macher gelten die Online-Piraten nicht mehr als Gegner, sondern als wertvoller Gradmesser für den eigenen Erfolg. Zudem sähen die Sender die Verbreitung über Tauschbörsen wie BitTorrent immer mehr als zukünftigen Vertriebsweg. So könnten Zuschauer erreicht werden, die über die klassische Ausstrahlung unerreicht blieben.

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Heftiger Flirt mit den Online-Piraten

Manche TV-Bosse gehen laut Orvis in ihrer neu entdeckten Liebe für die Online-Piraterie offenbar noch einen Schritt weiter. So sei es nicht unüblich, Mitschnitte neuer TV-Serien vor dem Sendedatum einem befreundeten Piraten zuzuspielen. Der veröffentlicht die Show dann als Testballon im Netz – je beliebter der Download dann ist, desto erfolgreicher wird die klassische Ausstrahlung. Zwar seien längst nicht alle dieser "Leaks" beabsichtigt – die zunehmende Veröffentlichung eigentlich streng geheimen Sendematerials über das Netz lasse aber zumindest auf ein Wohlwollen der TV-Macher schließen. So äußerte sich die Produzentin der US-Erfolgsserie "Weeds" Jenji Kohan durchaus positiv über die Verbreitung ihrer Serie per BitTorrent. “Profit beiseite, (...) ich freue mich, dass die Serie da draußen ist. Sendezeit ist großartig, aber die Zuschauerzahl bleibt dabei immer begrenzt."

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Zukünftiger Absatzmarkt Internet

Hinter diesem heftigen Flirt mit den Online-Piraten steckt laut Orvis jedoch knallhartes geschäftliches Kalkül. Während die Filmindustrie mit allen Mitteln versuche, ihre Inhalte aus den Tauschbörsen heraus zu halten, hofften die TV-Bosse auf einen ganz neuen Absatzmarkt. Zwar gebe es noch kein schlüssiges Geschäftsmodell, um mit der Verbreitung über das Netz schon Geld zu verdienen. Pilotfolgen erfolgreicher Serien werden derzeit noch kostenlos über Download-Shops wie den iTunes Music Store verteilt. Schließlich ist das Publikum bereits vorhanden: " Die Zahl unserer Zuschauer, die unsere Inhalte auf diesen Wege ansehen, ist genau so wichtig wie die Zahl derer, die sich unsere Fernsehausstrahlungen ansehen."

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