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Defekte Seekabel: Internet-GAU durch Kabeljau?

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Defekte Seekabel  

Kabel-GAU durch Kabeljau?

07.02.2008, 09:22 Uhr | Sascha Plischke

Kabel-GAU durch Kabeljau? (Montage: T-Online)Kabel-GAU durch Kabeljau? (Montage: T-Online)Nachdem zwei Defekte an Seekabeln im Mittelmeer halb Asien vom Internet abgeschnitten haben, tauchen nun immer weitere Schäden an den unterseeischen Leitungen auf. Nur Tage nach dem ersten Internet-Gau wurden zwei weitere Verbindungen im persischen Golf gekappt. Weil die Ursache für die mysteriösen Unterbrechungen weiterhin im Dunkeln liegen, schießen nun die Spekulationen ins Kraut. War es Sabotage, ein kriegerischer Akt oder nagen nun Fische an den teuren Glasfasern – Kabel-GAU durch Kabeljau?

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In einer ersten Erklärung sprach das ägyptische Telekommunikations-Ministerium von unachtsam ausgeworfenen Schiffsankern als Ursache für die Kabelbrüche. Diese Erklärung ließ sich jedoch nicht halten – als die Schäden auftraten waren keine Schiffe in der betroffenen Region unterwegs. Als dann auch noch im Golf zwei weitere Unterseekabel beschädigt wurden, schossen die Spekulationen ins Kraut. Vor allem im Internet mehren sich die Verschwörungstheorien. War nicht die jüngste Unterbrechung nur unweit der iranischen Stadt Bandar Abbas aufgetreten? "Glaubt etwa irgendjemand ernsthaft, dass das keine Vorstufe für eine militärische Aktion oder gar ein direkter Angriff [der USA] auf den Öl-Markt im Iran ist?" fragt etwa ein User des Internetforums Slashdot.org. Die Theorie hat nur einen Haken: Der Iran war von dem Ausfall nicht schwerer betroffen als andere Staaten in der Region. Das sei leicht zu erklären, so ein anderer Schreiber, schließlich habe es sich nur um einen "Testlauf" gehandelt – und die Spekulationen gehen munter weiter.

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Terroranschlag gegen den gottlosen Handel?

Andere sehen in den Kommunikationsausfällen einen terroristischen Anschlag. Schließlich war neben Indien auch vor allem die Golf-Region betroffen, und dort besonders die Finanzmärkte. Hatten also islamistische Eiferer ihre Hände im Spiel, mit dem Ziel, den gottlosen Handel im arabischen Raum zu sabotieren? Nur dumm, dass es dafür keinerlei Beweise gibt. Zudem wäre der Angriff auf Unterseekabel auf dem Boden der Tiefsee eine logistische Meisterleistung gewesen – mit erstaunlich geringem Effekt. Denn der Verlust der Bandbreite war für viele Surfer ärgerlich und unangenehm – dramatischen wirtschaftlichen Schaden konnte er jedoch dank der Backup-Systeme der Banken und Unternehmen nicht anrichten.

Der Planet schlägt zurück

Bleibt als letzte Erklärung nur ein Aufstand der Natur. Fische, so die Theorie, könnten plötzlichen Appetit auf die unterseeischen Verbindungen entwickelt haben. Frei nach dem Bestseller "Der Schwarm", in dem sich die Fauna der Ozeane gegen den Umweltsünder Mensch wendet. Aber auch dafür gibt es natürlich keine Beweise. Und so werden die wilden Spekulationen im Netz weiter gehen, bis die tatsächliche Ursache für die seltsame Häufung der Schäden gefunden ist. Die Reparatur-Mannschaften sind bereits unterwegs und werden sich aus Gründen der Transparenz bei der Arbeit filmen lassen – man kann ja nie wissen.

Drama nimmt seinen Lauf

Die Misere der gebrochenen Internetkabel begann am 23. Januar, als die Unterseeverbindung FALCON zwischen dem italienischen Palermo und dem ägyptischen Alexandria plötzlich keine Signale mehr durchließ. Die Katastrophe war perfekt, als dann noch die zweite Verbindung auf dieser Strecke ausfiel: am 30. Januar gab auch SeaMeWe-4 keinen Ton mehr von sich. Im Mittleren Osten, Pakistan und Indien brach ein Großteil der Internetbandbreite weg, in Dubai musste ein Provider zeitweise seinen Service komplett einstellen. Insgesamt waren eine Milliarde Menschen von dem Ausfall betroffen.

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