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Urteil verpasst Abo-Abzockern einen Dämpfer

25.02.2008, 13:07 Uhr

Angebote wie nachbarschaft24.net locken mit vermeintlich kostenlosen Diensten. (Screenshot: T-Online)Angebote wie nachbarschaft24.net locken mit vermeintlich kostenlosen Diensten. (Screenshot: T-Online) Verbraucherschützer verbuchen einen wichtigen Etappensieg im Kampf gegen dubiose Online-Angebote. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte gegen die undurchsichtige Preisinformation einiger dieser Angebote geklagt – und nun Recht bekommen. Das Verstecken von Preisangaben hinter technischem Kauderwelsch im Kleingedruckten ist nicht zulässig.

Vorsicht KostenfalleDiesen Angeboten sollten Sie misstrauen

In dem Verfahren hatte der Dachverband der Verbraucherzentralen gegen einen Anbieter mehrerer Abo-Dienste im Internet geklagt. Die Seiten erschienen auf den ersten Blick kostenlos, entpuppten sich jedoch im Kleingedruckten als teure Dienste oder Abonnements mit mehrjähriger Laufzeit. Zu den verlockenden Diensten zählten ein IQ-Test, eine Ermittlung der eigenen Lebenserwartung und ein Flirtportal. Leichtfertige Internet-Nutzer mussten nach einer unbedachten Anmeldung dafür zwischen 59 und 79,95 Euro berappen. Informationen über diese Preise konnten Nutzer jedoch nur einem kleingedruckten Text am Ende der Seite entnehmen – versteckt zwischen weiteren Absätzen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Gericht verlangt klare Preisinformation

Genau das beanstandete das Gericht in dem nun veröffentlichten Urteil des Landgerichts Hanau vom 7. Dezember 2007 (Az. 0 O 870/07). Diese Art der Preisinformation verstoße gegen den Grundsatz der Preisklarheit in der Preisabgabenverordnung. Preise müssen danach dem Angebot oder der Werbung eindeutig zugeordnet sein. Außerdem müssen die Kosten leicht erkennbar und deutlich wahrnehmbar sein. Dies sei nach Auffassung des Gerichts zwar auch über einen sogenannten Sternchenhinweis möglich – dort müsse aber unmissverständlich auf etwaige Kosten hingewiesen werden. Bleibt abzuwarten, ob das Urteil den Anbietern von undurchsichtigen Abo-Diensten einen Dämpfer versetzen kann. Denn das zwielichtige Geschäftsmodell boomt wie nie zuvor.

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Opfer oft minderjährig

"Internet-Abzocke ist das Wort des Jahres bei uns", klagt etwa Gabriele Beckers von der Verbraucherzentrale Hessen. Gegenüber dem Vorjahr hätten sich 2007 die Anfragen aufs Glatteis geführter Kunden verdoppelt. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 seien 62.000 Anfragen eingegangen. Dabei erfasst diese Zahl nur zehn der insgesamt 16 Verbraucherzentralen Deutschlands. Eine Online-Umfrage der Verbraucherzentralen hat ergeben, dass die Opfer aus allen Schichten und Altersklassen stammten. Besonders erschreckend: Ein Viertel der Abgezockten war minderjährig. Die Betroffenen hätten mit Forderungen von durchschnittlich 120 Euro zu kämpfen. Doch wie können Verbraucher gegen solche ungerechtfertigten Geldforderungen vorgehen?

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