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Datenpanne  

Briten verlieren tausende Militär-Ausweise

13.03.2008, 13:39 Uhr | Christoph Schmidt

Das britische Verteidigungsministerium kämpft mit einem handfesten Datenskandal: In den vergangenen zwei Jahren gingen rund 11.000 Militär-Ausweise verloren. Dies geht aus einer Parlamentsanfrage hervor, die nun veröffentlicht wurde. Demnach kamen im vergangenen Jahr 6812 Ausweise abhanden. 2006 waren es 4433. Eine weitere Hiobsbotschaft für die britische Öffentlichkeit, die wiederholt mit Berichten über Daten-Pannen konfrontiert wird.

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"Sicherheitsbewusstsein verbessern"

Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums sagte, man nehme den Vorfall "sehr ernst" und werde "die notwendigen Schritte in Angriff nehmen, um das allgemeine Sicherheitsbewusstsein zu verbessern." Er fügte hinzu, dass die Bilder auf den Ausweisen einen gewissen Schutz böten, falls Personen die verlorenen Wehrpässe missbrauchen wollten. Von der Opposition hagelte es massive Kritik. Tory-Sprecher Gerald Howarth sagte gegenüber der Press Association: "Das ist ein weiteres Beispiel für die skandalöse Missachtung der Sicherheit unserer Bürger durch die Regierung."

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Serie von Datenpannen

Der Verlust der Militär-Ausweise ist nur ein weiterer Skandal in einer Reihe von Datenpannen, die die britische Öffentlichkeit in der letzten Zeit erschütterte. So musste die Labour-Regierung erst Anfang März im Parlament zugeben, dass britische Behörden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1000 Notebooks aus Ministerien und Verwaltungsstellen verloren hatten. Eine Woche zuvor sorgte ein Fall des britischen Innenministeriums für Schlagzeilen, das aus Versehen hochgeheime Daten über eBay verkauft hatte.

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25 Millionen Steuerdatensätze verloren

Im November waren dem Finanzministerium 25 Millionen Steuerdatensätze mit privaten Informationen der Bürger abhanden gekommen. Im Monat darauf gestand das Umweltministerium den Verlust zahlreicher Datensätze von Kraftfahrern ein. Ebenfalls im Dezember schließlich musste das Verkehrsministerium zugeben, dass ein privater Dienstleister des Ministeriums über drei Millionen Daten von Fahrschülern verloren hatte.

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