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Kündigung wegen StudiVZ

04.04.2008, 16:17 Uhr | Christoph Schmidt

Eine StudiVZ-Gruppe wurde den Mitarbeitern einer deutschen Luxusherberge zum Verhängnis: Neun Angestellte des Wellness-Hotels "Zur Bleiche" im malerischen Spreewald verloren ihren Job, weil sie angeblich über StudiVZ Anschläge auf das Hotel geplant haben sollen. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg meldet (RBB), dachten die nun Entlassen darüber nach, das Gebäude "abzufackeln". Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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Online-Lästerei der Angestellten

Die Mitglieder der inzwischen geschlossenen StudiVZ-Gruppe hatten offenbar das Logo des Hotels in Burg zum Namensgeber erkoren. Das Firmenzeichen des Hotels "Zur Bleiche" ziert ein Storch und so hieß die Gruppe "Der Storch muss hängen". Die 18-köpfige Gruppe debattierte dort im Allgemeinen über die schlechte Bezahlung sowie die Behinderung ihres Chefs. Offen wurden Schikanen durch Vorgesetzte und die Arbeitsbedingungen kritisiert.

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Anschlagspläne im StudiVZ-Chat

Doch es ging in den Chats auch richtig zur Sache. Wie der RBB berichtet, sollen die Angestellten unverhohlen über Anschläge auf die Luxusherberge gesprochen haben. So heißt es: "Wie wollen wir vorgehen [...] Wie wärs mit abfackeln [...] Ihr habt doch schon die Sache mit dem Reizgas durchgezogen." Das verunsicherte den Hotelchef und er erstattete Strafanzeige, da im Dezember 2007 tatsächlich ein Gasanschlag auf das Hotel verübt worden war. Damals mussten mehrere Gäste medizinisch behandelt werden. Die Bewohner der Stadt Burg wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Staatsanwaltschaft ermittelt Gruppen-Mitglieder

Die alarmierten Ermittler wandten sich an die Betreiber von StudiVZ und gelangten so an die Adressen der Angestellten. Daraufhin kündigte das Hotel neun von ihnen fristlos. Die Entlassenen wollen dies allerdings nicht widerstandslos hinnehmen und haben vor dem Cottbuser Arbeitsgericht Klage gegen die Kündigung eingereicht. Dabei bestreiten die Mitglieder der StudiVZ-Gruppe, mit dem Gasanschlag in Verbindung zu stehen. Zudem seien die Aussagen im Chat ohnehin nur Spaß gewesen.

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