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Software: 65 Prozent aller Programme sind Malware

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Aktuelle Bedrohung  

65 Prozent aller Programme sind Malware

10.04.2008, 15:15 Uhr

Erstmals gibt es mehr bösartige Software als nützliche. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommen die Sicherheitsexperten von Symantec in ihrem Bericht über aktuelle Bedrohungen im Internet. Von fast 55.000 untersuchten Programmen jubelten zwei Drittel den Anwendern Werbung oder Viren unter oder spionierte gar privaten Daten nach.

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Badware, schädliche Software, ist ein weit verbreitetes Übel. Stets locken diese Programme mit einem Nutzen, den sie nicht oder nur kaum erbringen. Mal tarnen sie sich als unterhaltsames Puzzle-Spiel, mal als Bildschirmschoner und mal als Viren-Killer. Diese Angebote verbreiten sich rasend schnell: Sicherheits-Dienstleister Symantec überprüfte zwischen Juli und Dezember 2007 insgesamt 54.609 Anwendungen für die Windows-Plattform. Ihr beunruhigendes Ergebnis: Über 35.000 davon verfolgten einen ganz eigenen, bösartigen Zweck – das entspricht knapp 65 Prozent. Und es werden immer mehr.

Boom im illegalen Geschäft

"Das Geschäft mit illegalen Aktivitäten boom", sagte Crag Scroggie, Vizepräsident von Symantec Australien. Er führt die beobachtete Verschiebung im Gleichgewicht zwischen gut- und bösartiger Software auf die wachsende Kommerzialisierung des Malware-Marktes zurück. Mit einem erfolgreichen Trojaner oder gut arbeitender Adware lässt sich sehr viel Geld verdienen, die Versuchung, eigene Software mit bösartigen Komponenten zu bestücken wächst immer mehr. Befeuert werde diese Entwicklung noch durch den wachsenden und gut zahlenden Schwarzmarkt für gestohlene Kreditkartennummern Bankdaten, so Scroggie. Das Spionieren auf fremden PC kann so äußerst lukrativ werden.

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Software-Portale versprechen Sicherheit

Besonders gerne fahren die Kriminellen dabei unter falscher Flagge. So spielen angebliche Sicherheits-Tools ein doppeltes Spiel: Sie geben vor, Schädlinge aufzustöbern - tatsächlich verseuchen sie den Rechner mit digitalen Parasiten. Dabei sind die betrügerischen Programme von Qualitätsprodukten kaum zu unterscheiden und häufig mit einer gut gestalteten Benutzeroberfläche und Internet-Seite ausgestattet. Wer sicher gehen will, keinem Schwindler aufzusitzen, kann sich in geprüften Portalen wie Softwareload nach frischen Programmen umsehen. Dort wird die angebotene Software vor dem Download gründlich auf Viren, Trojaner und andere Schädlinge überprüft. Downloads hier sind also garantiert ungefährlich.

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