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Pikante Datenpanne bei Beate Uhse

01.09.2008, 17:49 Uhr | Christoph Schmidt

Auf der Internetseite von Beate Uhse waren Listen mit tausenden eMail-Adressen von Kunden der Sexshops  abrufbar. (Quelle: dpa)Auf der Internetseite von Beate Uhse waren Listen mit tausenden eMail-Adressen von Kunden der Sexshops abrufbar. (Quelle: dpa) Dem Erotikanbieter Beate Uhse ist offenbar eine pikante Datenpanne unterlaufen. Vertrauliche Kundendaten - darunter tausende E-Mail-Adressen - lagen frei im Internet für jedermann verfügbar, und das monatelang. Ein Journalist entdeckte zufällig die sensiblen Adressdaten. Mittlerweile ist der Zugriff gesperrt.

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Der Leipziger Blogger Daniel Große entdeckte die Datenpanne, als er bei seiner Recherche nach einer E-Mail-Adresse per Google suchte. Dabei landete er auf der Seite lustkatalog.de, die zu Beate Uhse gehört. Dort fand er 21 auffällige Dateien, in der tausende E-Mail-Adressen von Kunden aus Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz gespeichert waren. Die Datensätze enthielten zwar keine Klarnamen oder gar Kontodaten der betroffenen Kunden. Da viele E-Mail-Adressen jedoch aus Vor- und Zunamen bestanden, ließen sich Rückschlüsse auf die Identität des Besitzers ziehen.

Fehler der Administratoren

Offenbar war Schlamperei auf Seiten der Administratoren für den Vorfall verantwortlich. Diese hatten Anmeldedaten für einen erotischen Online-Adventskalender ungeschützt auf dem Server gespeichert. Da das Directory Listing auf dem Server aktiviert war, konnte jeder Internetnutzer den Server per Browser erreichen. Dadurch, dass Google die brisanten Daten in seine Suchergebnisse aufnahm, konnten diese per einfacher Suche gefunden werden. Ein gefundenes Fressen für Spammer, die regelmäßig Suchmaschinen zum Aufspüren neuer E-Mail-Adressen missbrauchen.

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