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Google rät zur Raubkopie-Suche

09.04.2009, 11:42 Uhr

Neues Haftungsrisiko für : Wer Software sucht, dem empfiehlt die automatische Vorschlagsfunktion der Seite gern mal, nach Raubkopien, Knack-Programmen und Tauschbörsen-Downloads zu fahnden. Rechtsexperten sehen den Konzern in Abmahngefahr.

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Legale Programme

Wer Magazine, Logos, Webseiten oder sonst etwas am Rechner gestaltet, benutzt dazu meist Software der US-Firma Adobe, dem Platzhirschen des Grafik-Software-Marktes. Das aktuelle Programmpaket Creative Suite (abgekürzt Adobe CS4) kostet im Handel knapp 1400 Euro, Studenten sind mit 180 Euro dabei.

Aber es geht auch billiger: Google rät dazu, sich die Software kostenlos zu besorgen. Tippt man in der Google-Suche "Adobe CS" ein, hat die Suchmaschine ein paar interessante Vorschläge, was man denn stattdessen eingeben sollte: Raubkopien, Cracks, Tauschbörsen-Downloads.

Einige konkrete Ergänzungsvorschläge von Google bei der Eingabe von "Adobe CS":

  • "Adobe CS4 Keygen"
  • "Adobe CS4 Torrent"
  • "Adobe CS4 Crack"
  • "Adobe CS3 Keygen"
  • "Adobe CS3 Download"

Auch bei Microsofts Office und populären Büchern und Filmen wie "Harry Potter und der Stein der Weisen" liefert Googles Dienst Suggest zwielichtige Suchvorschläge: Torrent? Rapidshare? Wer die vorgeschlagenen Suchergänzungen anklickt, bekommt auf der ersten Trefferseite durchaus Links zu einschlägigen Quellen, die Raubkopie-Downloads vermitteln.

Google: Wir filtern so was nicht

Dass Google solche Suchergebnisse liefert, ist weder neu noch skandalös. Neu ist an Suggest allerdings, dass Nutzer gar nicht aktiv nach Raubkopie-Quellen suchen müssen, um entsprechende Vorschläge zu erhalten. Google-Sprecher Stefan Keuchel erklärt die Ergebnisse so: "Die Vorschläge von Google Suggest werden über populäre Anfragen von unseren Nutzern generiert. Dies geschieht vollautomatisch und wird - wenn man von SafeSearch absieht - nicht von Google gefiltert."

Google richte sich allein nach der Beliebtheit bestimmter Vorschläge und bewerte selbst nicht, was "ein gutes oder ein schlechtes Schlüsselwort" sei. Nutzer sollten Vorschläge melden, die zu "illegalen oder anstößigen Inhalten" führen. Google biete dafür ein eigenes Formular.

Diese Argumentation, man sei nur Vermittler, ist nachvollziehbar und bekannt. Ob das deutsche Gerichte bei den suggestiven Suchvorschlägen von Google Suggest allerdings auch so sehen werden, wenn Rechteinhaber klagen, bezweifeln Rechtsexperten. Thomas Hoeren, Jura-Professor für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht in Münster, sagt SPIEGEL ONLINE: "Die Vorschläge von Google Suggest haben eine andere Qualität als die Thumbnails, für die Google haftbar gemacht wurde. Wenn die Suchmaschine vorschlägt, eine Suche nach womöglich das Urheberrecht verletzenden Inhalten zu starten, ist das ein erleichterter Zugang zu entsprechendem Material."

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