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Inhaftierter Hacker knackt Knast-PC

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Computer-Missbrauch im Gefängnis  

Inhaftierter Hacker knackt Knast-PC

23.12.2009, 12:21 Uhr | t-online.de

Inhaftierter Hacker knackt Gefängnis-Computer. (Foto: T-Online)Inhaftierter Hacker knackt Gefängnis-Computer. (Symbolbild: T-Online)

Ein inhaftierter Hacker wurde in den USA jetzt zu 18 Monaten zusätzlicher Gefängnis-Strafe verurteilt, nachdem er einen Computer in einer Strafvollzugsanstalt manipuliert hatte. Über den gehackten PC hatte sich der 44-jährige Francis Janosko Zugriff auf persönliche Daten von mehr als 1100 Gefängnisangestellten und Strafvollzugsbeamten verschafft und diese im Internet veröffentlicht.

Der Vorfall hatte sich 2006 im Gefängnis von Plymouth County im US-Bundesstaat Massachusetts ereignet. Dort hatte Janosko einen Computer manipuliert, der den Häftlingen für Recherchen im Zusammenhang mit ihren laufenden Strafverfahren zur Verfügung stand. Bei dem Rechner handelte es sich um einen so genannten Thin-Client-Computer, der keine eigenen Programme ausführen und auf nur einige, streng limitierte Anwendungen über ein Netzwerk zugreifen kann.

Gehackte Personaldaten und Videos aus dem Internet

Janosko fand jedoch einen Weg, eine Schwachstelle in der Recherche-Software auszunutzen und so auch auf andere Programme über das Netzwerk zuzugreifen. So konnte er die Daten der Gefängnisangestellten aus dem Computer-System der Haftanstalt erbeuten und verschicken. Außerdem verwendete er den Computer für das Versenden von E-Mails und zum Herunterladen von Videos aus dem Internet.

18 Monate Haft und drei Jahre Internetverbot

Nun muss der zwischenzeitlich aus der Haft entlassene Janosko wieder zurück ins Gefängnis. Nach der 18-monatigen Haftstrafe erwarten den Hacker weitere Auflagen. So darf Janosko während der darauf folgenden dreijährigen Bewährungszeit keine Computer oder andere Endgeräte mit Internet-Verbindung benutzen, ohne vorher eine offizielle Erlaubnis einzuholen. Ob diese Restriktionen auch während seines neuerlichen Haftaufenthalts gelten werden, wollte die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.

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