LCD-TV
LED-Fernseher: Satte Farben, hoher Kontrast10.06.2011, 10:44 Uhr | Christian Fenselau und Jens Müller, t-online.de
LED-Fernseher versprechen satte Farben, hohe Kontraste und dazu einen geringeren Stromverbrauch. Zudem sind die Geräte durch den Einsatz der LED-Technik flacher und damit schicker. Ist das das Ende der LCD-Fernseher? Keinesfalls. Verschiedene Fachmagazine haben 22 LED-Fernsehern in Tests auf den Zahn gefühlt.
So mancher Hersteller von Fernsehgeräten nimmt gerne ein Missverständnis in Kauf, vielleicht, um den Absatz der etwas teureren LED-Fernseher anzutreiben. Denn in Wahrheit ist jeder LED-Fernseher auch ein LCD-Fernseher. Bei einem LED-Fernseher wird lediglich die Hintergrundbeleuchtung durch Leuchtdioden ersetzt und nicht die Flüssigkristalle, die das Bild erzeugen. In einem herkömmlichen LCD-Fernseher strahlt eine Leuchtstoffröhre die Flüssigkristalle an, bei einem LED-Fernseher übernehmen dies Leuchtdioden. Korrekt ist also die Bezeichnung: LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung (Backlight). Im Handel hat sich trotzdem der Begriff LED-Fernseher durchgesetzt.
Tatsächlich bedeutet die LED-Technik bei Flachbild-Fernsehern einen Fortschritt. Wenn die LED intelligent eingesetzt werden, erfüllen sie ihren Zweck besser als die herkömmlichen Leuchtstoffröhren bei LCD-Fernsehern ohne LED. Das Wundermittel zum perfekten Bild sind sie damit noch nicht. Ein gutes Bild braucht mehr als nur die richtige Hintergrundbeleuchtung. Auch der Stromverbrauch der LED-Fernseher liegt nicht in allen Fällen unter dem von LCD-Fernsehern, da auch hier die Hintergrundbeleuchtung nur ein Faktor ist. Der Aufpreis sollte also gut abgewägt werden, auch wenn LED-Fernseher nicht mehr zu teuer sind. Hochwertige LCD-Fernseher können aber auch ohne LED-Technik gute Bilder bei niedrigem Energieverbrauch auf den Schirm zaubern. Dennoch: Fernseher mit LED-Backlight sind herkömmlichen LCD-Fernsehern in vielen Tests überlegen.
Die Abkürzung LED bedeutet Light Emitting Diode, also Leuchtdiode. Die LED-Technik, die bereits seit langem in den verschiedenen Bereichen erfolgreich eingesetzt wird, eignet sich auch bestens für die Ausleuchtung von Fernsehbildern. LED sind klein, leicht und reaktionsschnell. Im Idealfall sparen sie Strom und ermöglichen eine äußerst flache Bauform – einen richtigen dünnen LED-Fernseher also. Durch die geringe Größe und kurze Reaktionszeiten können LED gezielt eingesetzt werden. Herkömmliche Leuchtstoffröhren als LCD-Backlights sind ungenauer. Das macht zwar das Bild bei einem LCD-Fernseher auch schön hell, aber ärgerlicherweise über die gesamte Fläche. Dunkle Bereiche sollten besser dunkel bleiben. Wenn aber aus Schwarz Dunkelgrau wird, verhagelt das die Kontrastwerte normaler LCD-Fernseher.
Plasma-Fernseher sind sehr kontraststark, weil jeder Bildpunkt selbst leuchtet. Dagegen brauchen LCD-Fernseher eine zusätzliche Lichtquelle, am besten von hinten. Durch gezielte Beleuchtung der LED werden nur hellere Bereiche unterstützt, schwarze Flächen bleiben bei einem LED-Fernseher schwarz. Soweit die Theorie – in der Praxis kommt es aber darauf an, wie und wo die LED im Fernseher eingesetzt werden.
Je mehr Leuchtdioden vorhanden sind, desto genauer können sie eingesetzt werden. Wenn sie nur außen am Bildschirmrand der LED-Fernseher sitzen (Edge LED), ist das Dimmen von einzelnen Bildbereichen nicht möglich. Dafür können Edge-LED-Fernseher besonders flach gebaut werden. Da sie auch günstiger sind als LED-Fernseher mit Full LED, haben sich Edge-LED-Fernseher auf dem Markt durchgesetzt. Allerdings ist Full LED technisch im Vorteil, da die LED zur Beleuchtung vollflächig hinter dem Bild sitzen. Je mehr Dioden vorhanden sind, desto besser. Da bei einem LED-Fernseher über 1000 Dioden als Backlight fungieren, führt das zu einer sehr präzisen Beleuchtung. Wenn sie gezielt gedimmt werden können, ist dies die beste Technik, die zurzeit bei einem LCD-Fernseher möglich ist. Diesen Vorteil von Full LED haben Hersteller wie Samsung, Sony und LG auch auf Edge-LED-Fernseher übertragen. In einigen etwas teureren Modellen lassen sich die Leuchtdioden am Bildschirmrand gezielter anschalten, da sie in kleine Abschnitte aufgeteilt sind – die Weiterentwicklung von Edge-LED für schlanke Fernseher. Durch den geringen Stromverbrauch und die flache Bauweise machen LED-Fernseher nun auch bei größeren Diagonalen Plasma-Fernsehern das Leben schwer. Und wenn das tolle Bild dann noch von einem extrem flachen, schicken Gerät stammt, umso besser.
10.06.2011, 10:44 Uhr | Christian Fenselau und Jens Müller, t-online.de
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