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Digitales Sat-TV empfangen - so geht's

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Satelliten-TV  

Umsteigen auf Satelliten-TV: So geht's

04.10.2011, 16:25 Uhr | Andreas Lerg/t-online.de

Digitales Sat-TV empfangen - so geht's. Satelliten-Antenne (Quelle: imago)

Eine Satellitenschüssel ist meist nicht schön, bietet aber viele Vorteile. (Quelle: imago)

Beste Bildqualität, überall verfügbar und maximale Programmauswahl – digitales Satelliten-Fernsehen hat starke Argumente auf seiner Seite. Überall dort, wo ein IPTV-Angebot wie Entertain wegen zu geringer Internetbandbreite nicht in Frage kommt, ist für anspruchsvolle TV-Zuschauer die Schüssel eine prima Alternative. Vor der Entscheidung gibt es aber einiges zu bedenken. Wir zeigen, was Sie für eine Satelliten-Anlage benötigen.

Wer eine digitale Satelliten-TV-Anlage nutzt, ist auf der Höhe der Zeit: Hunderte Programme, immer mehr davon in HD-Qualität, elektronische Programmzeitschrift (EPG), große Geräte-Auswahl und ein scharfes TV-Signal. Wenn die Internetanbindung mindestens 3 MBit/s hergibt, lassen sich mit Entertain Sat sogar viele zusätzliche Komfortfunktionen nutzen. Demgegenüber stehen allerdings prinzipbedingte Nachteile des Satelliten-Empfangs wie die Empfindlichkeit gegen Wettereinflüsse – bei Gewitter und Schneefall bleibt der Bildschirm oft schwarz – und die mitunter aufwändige Installation. Von einer Fachwerkstatt ausgeführt, kann diese einige hundert Euro kosten.

Einfach digitale Sat-Anlage schon für 100 Euro

Dabei ist der grundsätzliche Aufbau einer Satelliten-TV-Anlage zunächst simpel. Auf Dach, Balkon oder an der Hauswand wird eine Offsetantenne mit einem Empfängermodul (LNB) montiert. Richtig ausgerichtet, fängt diese das Signal eines TV-Satelliten wie Astra ein, bündelt es und speist es in ein Antennenkabel ein. Das Kabel führt zum Sat-Receiver ins Wohnzimmer, der es für den Fernseher aufbereitet, falls dieser keinen integrierten DVB-S-Tuner besitzt. Eine solche Satelliten-Anlage ist schon für unter 100 Euro zu haben.

Analog-TV ist übrigens kein Thema mehr: Das analoge Satellitensignal wird im April 2012 abgeschaltet, praktisch alle im Handel erhältlichen Teile sind voll digitaltauglich.

Warum nur ein Kabel nicht reicht

Sobald in einem Haushalt zwei oder mehr Räume zu versorgen sind, müssen Empfängermodul und Verkabelung darauf ausgelegt werden. Leider genügt es nicht, einfach ein Kabel "reihum" von Raum zu Raum an alle Anschlüsse zu legen. Stattdessen muss vom Empfänger aus ein separates Kabel zu jedem Anschluss führen. Der Grund: Die TV-Kanäle des Satellitensignals verteilen sich auf vier Frequenzbereiche. Pro Antennenkabel lässt sich jedoch nur ein Frequenzband an den Sat-Receiver übertragen. Beim Umschalten auf einen Sender, der auf einem anderen Bereich liegt, sendet der Receiver ein Steuersignal an den LNB, der dann den Frequenzbereich wechselt. Wären mehrere Receiver in mehren Räumen an einem Kabel in Betrieb, kämen sich die Geräte gegenseitig in die Quere. Bei mehreren Teilnehmern benötigen Sie daher mehrere Receiver und einen LNB, der die Geräte separat ansteuern kann.

Twin, Quad, Quattro: Signalaufbereitung für Sat-Mehrfachanlagen

Für zwei Teilnehmer ist mindestens ein Twin-LNB erforderlich. (Quelle: imago)Für zwei Teilnehmer ist mindestens ein Twin-LNB erforderlich. (Quelle: imago) Für zwei Teilnehmer genügt bereits ein Twin-LNB, ein Quad-LNB für bis zu vier und ein Octo-LNB für bis zu acht. Aber aufgepasst: Quad-LNB werden oft mit Quattro-LNB verwechselt. Der Unterschied: Ein Quattro-LNB benötigt einen separaten Multischalter. Dieser nimmt zunächst über vier einzelne Kabel die vier Signale des LNB auf und leitet dann das jeweils angeforderte Signal an die einzelnen Anschlüsse im Haus weiter. Im Quad-LNB ist bereits ein Multischalter integriert. Diese Kombilösung ist bequem und preiswert, doch dafür kann ein Quad-LNB auch nur bis zu vier Geräte versorgen. Bei einem Octo-LNB ist entsprechend bei acht Geräten Schluss. Soll die Anlage weiter ausbaufähig bleiben, empfiehlt sich ein Quattro-LNB mit separatem Multischalter. Doch selbst in Häusern mit nur drei TV-Geräten kann schon ein Quad-LNB zu klein dimensioniert sein.

Twin-Anschluss empfehlenswert

Für den TV-Empfang genügt ein Kabel pro Raum. Dennoch lohnt es sich, Räume gleich doppelt, also mit zwei Kabeln zu versorgen – zumindest dort, wo das TV-Programm auch aufgezeichnet werden soll. Die doppelte Ausführung bezeichnet man als Twin-Anschluss. Der Vorteil: Mit einem entsprechenden Twin-Festplattenrecorder ist es möglich, ein Programm aufzuzeichnen, während man ein beliebiges anderes verfolgt. Mit der Einkabel-Lösung funktioniert das nur, wenn beide Programme auf dem selben Frequenzband liegen. Auch die praktische Bild-in-Bild-Funktion – mal eben nachschauen, ob die Werbepause auf dem anderen Programm schon vorbei ist, ohne umzuschalten – verlangt letztlich zwei Signale. Wer in jedem Raum einen Twin-Anschluss wünscht, kann mit einem Quad-LNB also nur noch zwei Räume versorgen.

Den passenden Multischalter kaufen

Multischalter gibt es für sechs, acht und mehr Anschlüsse. Die Bezeichnung 5/8 steht etwa für fünf Eingänge – vier Eingänge für die Satelliten-Signale des Quattro-LNB und ein Extra-Anschluss für ein terrestrisches Antennensignal – und acht Ausgänge. Ein Multischalter 5/8 ist also für bis zu acht Einzel-Anschlüsse oder vier Twin-Anschlüsse geeignet. Ist der Multischalter mit einem Verstärker ausgerüstet, können so auch größere Wege von 20 Metern und mehr überbrückt werden.

Die richtige Schüssel kaufen

Beim Kauf der Satelliten-Schüssel zählen vor allem Materialqualität und Größe. Achten Sie auf solides wetterfestes Material, also entweder stabiler Kunststoff oder Aluminium. Wenn es der Platz hergibt, ist eine Schüssel mit 80 cm Durchmesser bereits eine gute Wahl. Größere Spiegel bieten eine "Wetterreserve", das heißt: Bei starkem Regen oder Schneefall bleibt der Empfang länger stabil. Eine Multifeed-Halterung mit mehreren LNB ist nur dann nötig, wenn Sie die Signale von mehreren Satelliten empfangen wollen. Der Astra-1-Satellit strahlt bereits alle gängigen deutschsprachigen und viele fremdsprachige Programme aus. Viele exotische Sender und manche Bezahl-Kanäle sind jedoch nur via Hotbird (Eutelsat) zu empfangen.

Satelliten-Anlage selbst einrichten?

Die Installation einer Satelliten-Anlage übernimmt jedes TV-Fachgeschäft. Die Kosten hängen zum Großteil vom Arbeitsaufwand ab. Teuer kann es werden, wenn noch etliche Meter Kabel verlegt werden müssen. Ist die Hausverkabelung schon vorhanden, geht es lediglich um das Anbringen und Ausrichten der Antenne und das Verbinden der Kabel mit LNB und gegebenenfalls Multischalter. Mit etwas Geschick und einer guten Anleitung können das auch Laien erledigen. Aber Vorsicht: Auf abenteuerliche Kletteraktionen, die lebensgefährlich werden können, sollten Sie unbedingt verzichten. Hier ist eindeutig der Fachmann gefragt.

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