26.07.2012, 16:58 Uhr | dpa, t-online.de, t-online.de, dpa
Größere Fernseher sind besser – dies zeigt ein erster Blick auf die Ergebnisse des neuen Fernsehertests der Stiftung Warentest. Denn von den getesteten kleineren Smart-TVs mit 32 Zoll (81 cm) ist nur ein einziger "gut", während bei den Modellen ab 100 cm Bilddiagonale die deutliche Mehrheit gut abschnitt. Die beiden am schlechtesten bewerteten Fernseher gehören ebenfalls zur 32-Zoll-Klasse.
Ein Smart-TV kann mehr als nur TV-Programme empfangen und ausgeben. Zu den zusätzlichen Funktionen gehören der Zugriff auf das Internet und das Heimnetzwerk – bei einigen Modellen ohne zusätzliches Kabel. 3D-Bilder anzeigen können mittlerweile auch fast alle Fernseher ab der preislichen Mittelklasse, viele von ihnen rechnen auf Wunsch auch normale 2D-Bilder in 3D hoch.
Doch viele der Smart-TV schwächeln ausgerechnet bei ihren Kernfunktionen, dem Bild und dem Ton, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. In einem Test von 18 Fernsehern mit Internet-Funktionen zeigten nur vier gute Bilder und klangen auch gut ("test"-Ausgabe August 2012). Die teils bescheidene Audioqualität sei auf die dünnen Gehäuse zurückzuführen. Diese seien zwar elegant, böten aber weniger Platz für anständige Lautsprecher.
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Selbst bei den neuen Internet-Funktionen hapert es zum Teil: Bei einigen Modellen mit Sprachsteuerung bemängelten die Tester, dass die Fernseher nur festgelegte Befehle befolgen, keine Sendernamen verstehen oder Stimmen in normaler Zimmerlautstärke ignorieren. Im Prüflabor reagierte die Gestensteuerung mancher Geräte zudem langsam und ungenau - in typischer abgedunkelter Kinoatmosphäre teils gar nicht. Genervt griffen die Tester schnell wieder zur Fernbedienung.
Die Internetanbindung vieler getesteter Fernseher über WLAN bewerteten die Experten ebenfalls als nicht gut: Zwischen Surfen am Computer und TV lägen Welten. Auf den Fernsehern bauten sich Internetseiten deutlich langsamer auf. Außerdem sei die Eingabe von Adressen per Fernbedienung nervig. Allerdings bieten die meisten Hersteller Apps, über die sich die virtuelle Tastatur von Smartphones oder Tablets zur Eingabe nutzen lässt.
Bei den großen Fernsehern mit 102 bis 107 Zentimetern Bilddiagonale schnitten die Samsung-Geräte UE40ES7090 (1410 Euro) sowie UE40ES8090 (1590 Euro) jeweils mit der Note "gut" (Note 1,9) am besten ab. Deutlich günstiger und auch noch "gut" sind zum Beispiel der 825 Euro teure Samsung UE40ES6710 (Note 2,2) oder der 680 Euro teure Philips 40PFL5507K (Note 2,5).
Von den kleineren getesteten Fernsehern mit rund 80 Zentimetern Bilddiagonale erreichte nur der 700 Euro teure Samsung UE32ES6710 ein "gut" (Note 2,1). Unter den 3D-fähigen Fernsehern machte in den Augen der Tester der Panasonic TX-L42ETW5 den besten Eindruck (Note 2,5). Dem rund 910 Euro teuren Gerät liegen vier 3D-Polarisationsbrillen bei. "Sie sind leicht, strengen die Augen nur wenig an und zeigen räumliche Effekte sehr gut", urteilen die Experten.
Den vollständigen Testbericht lesen Sie auf www.test.de
Quelle: dpa, t-online.de, t-online.de, dpa
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