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Neues Antennenfernsehen DVB-T2: Verwechslungsgefahr bei Empfängern

30.07.2014, 18:02 Uhr | dpa

 DVB-T2: Verwechslungsgefahr bei Empfängern. Neues Antennenfernsehen DVB-T2: Verwechslungsgefahr bei Empfängern (Quelle: imago/Enters)

Neues Antennenfernsehen DVB-T2: Verwechslungsgefahr bei Empfängern (Quelle: Enters/imago)

Über den bisherigen digitalen Antennenfunk DVB-T kann kein hochauflösendes HD-Fernsehen übertragen werden. Das soll sich mit dem neuen Standard DVB-T2 ändern. Zwischen 2016 und 2019 soll dieser schrittweise eingeführt werden. Das bedeutet auch, dass Nutzer neue DVB-T2-Empfänger anschaffen müssen.

Michael Gundall von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät. dass Verbraucher sich aber nicht von schon derzeit erhältlichen Fernsehern und Receivern mit DVB-T2-Auszeichnung in die Irre führen lassen sollten. Dabei handele es sich meist noch nicht um die Version, die es in Deutschland geben wird, sondern um in anderen europäischen Ländern bereits genutzte DVB-T2-Varianten, erklärt der Experte.

Auf den Videocodec achten

Damit das jeweilige Gerät hierzulande funktionieren wird, müsse es den Videocodec HEVC (H.265) beherrschen. Grundsätzlich könnten Verbraucher aber nicht viel falsch machen, sagt Gundall: "Das Nachrüsten über einen Receiver geht immer." Man könne davon ausgehen, dass zur Einführung des neuen Standards auch HEVC-fähige DVB-T2-Empfänger für nicht mehr als 50 Euro verfügbar sein werden.

Wer das digitale Antennenfernsehen als Hauptempfangsweg nutzt und mittelfristig die Anschaffung eines neuen Fernsehers plant, sollte aber unter Umständen noch warten, bis die Hersteller standardmäßig HVEC-fähige DVB-T2-Tuner einbauen.

Das dürfte spätestens in zwei Jahren der Fall sein. "Wenn man es hinauszögern kann, sollte man das auch tun", rät Gundall. Schließlich kann man so die Zahl der Geräte und Boxen im Wohnzimmer begrenzen.

Beide Standards sollten parallel laufen

Die Verbraucherschützer fordern, dass in den Umstellungsgebieten beide DVB-T-Standards noch mindestens ein Jahr lang parallel ausgestrahlt werden (Simulcast), um den Zuschauern die Umstellung zu erleichtern. Denn: "Das ist der einzige wirklich freie Empfangsweg ohne Installationen oder Verträge", erklärt Michael Gundall.

Außerdem hoffe man, dass die privaten Sender ihre DVB-T2-Programme wie ARD und ZDF nicht verschlüsseln werden: Das senke die Akzeptanz des neuen Standards und wirke eher abschreckend.

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