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Kabinett läutet Ende von DVB-T ein: Verbraucher müssen umrüsten

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Für schnelles Internet  

Kabinett läutet Ende von DVB-T ein

11.02.2015, 17:12 Uhr | dpa

Kabinett läutet Ende von DVB-T ein: Verbraucher müssen umrüsten. DVB-T-Sendeantenne (Quelle: imago/Jochen Tack)

ARD und ZDF senden ab 2016 über DVT-T2 in HD. (Quelle: Jochen Tack/imago)

Bis 2018 soll es schnelles Internet flächendeckend in Deutschland geben. Das Bundeskabinett hat nun die nötigen Vorbereitungen getroffen, die dafür benötigten DVB-T-Frequenzen für den Mobilfunk zu räumen.

Mit der Freigabe zusätzlicher Funkfrequenzen für den Ausbau des schnellen Internets in Deutschland geht auch der Wechsel zum neuen Format DVB-T2 einher. Da DVB-T2 allerdings nicht mit der Vorgängerversion kompatibel ist, müssen sich Zuschauer, die ihr Programm via DVB-T empfangen, einen neuen Receiver kaufen. Doch das ist finanziell überschaubar: Einfache Empfangsboxen für DVB-T2 sind im Einzelhandel ab rund 30 Euro zu haben.

Mit dem Wechsel zu DVB-T2 wird es möglich sein, auch Programme in HD-Auflösung zu sehen. Zudem bietet der neue Standard eine größere Programmvielfalt und einen besseren mobilen Empfang. In vielen anderen Ländern ist DVB-T2 längst etabliert.

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Entschädigung geplant

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die Verordnungsänderung, wodurch die bisher alten DVB-T belegten 700-Megahertz-Frequenzen künftig dem mobilen Internet dienen ("digitale Dividende"). Damit seien alle rechtlichen Voraussetzungen für eine im zweiten Quartal 2015 geplante Auktion der Frequenzen geschaffen, sagte Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU).

Aus der Versteigerung der Nutzungsrechte für die Frequenzen erwartet Dobrindt einen Milliardenbetrag, der nach Abzug von Umstellungskosten für den Breitbandausbau reserviert werden soll. Aus den Mitteln werden auch Nutzer von drahtlosen Mikrofonanlagen entschädigt, die dann ebenfalls auf neue Technik umsteigen müssen.

Mobiles Breitband für dünn besiedelte Gebiete

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2018 flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen. Bundesweit sind solche schnellen Zugänge aktuell für ungefähr zwei Drittel der Haushalte verfügbar. Vor allem in dünn besiedelten Gebieten soll die Abdeckung über mobiles Breitband erfolgen, statt Kabel zu vergraben. Eine Vollabdeckung mit 50 Megabit erfordert laut Schätzungen Investitionen von bis zu 20 Milliarden Euro.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte: "Wir wollen die digitale Spaltung zwischen Stadt und Land überwinden und das schnelle Internet für alle." Er erwarte für den Breitbandausbau auch Mittel aus den angekündigten zusätzlichen Investitionen von zehn Milliarden Euro, die die Bundesregierung für 2016 bis 2018 angekündigt hat.

Der Ertrag aus der Versteigerung der 700-Megahertz-Frequenzen soll je zur Hälfte zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden. Dann soll er für den Ausbau der Internet-Versorgung über Förderprogramme von Bund und Ländern eingesetzt werden.

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