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Alte Fernseher können problemlos internetfähig gemacht werden

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Ziehen Sie den Netztrumpf  

So werden ältere Fernseher und Blu-ray-Player fit für WLAN und interaktive Dienste

21.08.2015, 14:06 Uhr | t-online.de

Alte Fernseher können problemlos internetfähig gemacht werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, seine alten Geräte für Internetzugang aufzurüsten (Quelle: Hersteller)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, seine alten Geräte für Internetzugang aufzurüsten (Quelle: Hersteller)

Ohne Internet geht im Wohnzimmer bald gar nichts mehr. Fernseher, Blu-ray-Player, Festplattenrecorder oder Receiver haben meist einen Netzwerkanschluss, um Filme, Videos oder Fotos auf den Bildschirm zu holen. Wenn jedoch lange Kabel vom DSL-Router zum Fernseher stören, kann auch bei älteren Geräten WLAN nachgerüstet werden. Wir zeigen günstige Lösungen, um technisch aufzurüsten.

Eine Option besteht darin, die Datenpakete über die Stromleitung zu schicken. Eine freie Wandsteckdose dürfte es hinter jedem Fernseher geben. Mehr brauchen Sie nicht, um mit zwei passenden Adaptern eine Internet-Verbindung via Stromleitung zu realisieren. Man spricht dabei von Powerline, HomePlug AV oder dLAN. Bei diesem Verfahren wird zur Datenübertragung ein Signal auf die Netzspannung von 230 Volt moduliert. Ein kurzes Netzwerkkabel von der Steckdose zum Flat-TV oder Blu-ray-Player reicht dann aus, um diese fast unsichtbar netzwerkfähig zu machen.

Ultra-HD über die Stromleitung

Wichtig: Powerline-Adapter sollten nur in Wandsteckdosen, nicht aber in Mehrfachsteckern oder an Verlängerungskabeln betrieben werden. Die dämpfende Wirkung von Steckdosenleisten wirkt sich negativ auf die Übertragungsgeschwindigkeit aus. Einfache Adapterpaare gibt es ab etwa 40 Euro. Sogar das Streamen von Ultra-HD-Inhalten über die Stromleitung wird mit dem Powerline-Adapter dLAN 1200+ WiFi ac von Devolo möglich. Dieser stellt eine Bandbreite von 1200 Mbit/s zur Verfügung. Per WLAN überträgt er gleichzeitig auf 2,4 und 5 GHz. Damit ist das Modell besonders für alle Highspeed-Internetanschlüsse mit VDSL- oder Kabeltechnik geeignet. Devolo bietet das Starterset für rund 130 Euro an.

Praktisch sind Powerline-Adapter mit mehreren Ethernet-Ports, um gleichzeitig Fernseher, Receiver und Blu-ray-Player ins Netzwerk zu bringen. Für Single-Adapter lohnt sich die Anschaffung eines Netzwerkverteilers (ab 30 Euro), der Ihnen zusätzliche LAN-Anschlüsse bereitstellt. Wenn Sie sich sogar das kurze Netzwerkkabel vom Powerline-Adapter zu Ihrer Settop-Box oder zum Fernseher sparen möchten, ist wahrscheinlich ein universeller WLAN-Adapter für Sie die geeignete Lösung. Netgear etwa verkauft den WNCE3001-100PES Universal Dual Band WLAN USB-Adapter für knapp 40 Euro.

Dieser Winzling (1,8 x 6,2 x 8,1 cm, 59 Gramm) wird per Netzwerkstrippe mit dem gewünschten Gerät verbunden und lässt sich unsichtbar hinter Receiver oder Flat-TV verstecken. Den Strom bezieht der Adapter wahlweise über das mitgelieferte Netzteil oder – viel praktischer – über eine USB-Buchse am jeweiligen Gerät. Der Netgear übernimmt nun die Aufgabe einer klassischen WLAN-Antenne und erlaubt es der angeschlossenen Heimelektronik, sich in das Netzwerk einzuwählen.

Günstige WLAN-Adapter zum Nachrüsten

Eine andere Möglichkeit: Werfen Sie mal einen Blick auf die Internetseite vom Hersteller Ihres Fernsehers, Satelliten-Receivers oder Beamers: Immer mehr Anbieter haben optional einen kleinen WLAN-Stick im Angebot, der eine drahtlose Kommunikation mit dem Netzwerk ermöglicht. Die Installation der Hardware ist ein Klacks, da diese einfach nur per USB-Buchse angedockt wird. Erhältlich sind diese WLAN-Dongles ab rund 30 Euro.

Für ein möglichst starkes drahtloses Netzwerk sollte der Router übrigens so weit wie möglich oben im Raum auf einem Regal oder Schrank platziert werden. So genannte Repeater, die in einer Steckdose Platz finden, sorgen dafür, dass das Signal verstärkt und beispielsweise endlich auch bis zu Ihrem Fernseher transportiert wird. TP-Link etwa bietet mit dem AC750-Dualband-WLAN-Repeater RE200 ein Modell an, das die Reichweite der bestehenden Netzwerke spürbar ausbaut. Der Preis beträgt rund 40 Euro. (http://www.hifitest.de/news/5765-TP-LINK-auf-der-IFA-WLAN-Erweiterung-mit-bis-zu-750-Mbit-s)

D-Link hat alternativ mit dem Wireless AC1200 Dual-Band Access Point DAP-1665 einen Netzwerk-Booster im Portfolio, um die Reichweite eines vorhandenen WLAN zu verbessern. Der Access Point funkt simultan im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband und soll dabei eine kombinierte Bandbreite von bis zu 1200 Mbit/s erreichen.

Noch relativ jung ist die Möglichkeit, die bestehende TV-Verkabelung (Kabel-TV, Sat-ZF-Verteilanlage, DVB-T) für den Austausch von Netzwerk-Daten zu benutzen. Voraussetzung dafür sind ein spezieller LAN-Multischalter und eigens konzipierte Sat-Dosen mit RJ45-Buchsen. Anbieter sind unter anderem Technisat und Kathrein. So kann in jedem Zimmer, in dem eine solche Dose gesetzt ist, komfortabel das Internet abgegriffen und auf jedem gewünschten Gerät eingespeist werden.

Machen Sie ihre HiFi-Anlage fit für Musikstreaming

Während Flat-TV, Blu-ray-Player und Settop-Box sich auch ohne Internetanschluss nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen, rutschen ältere HiFi-Anlagen immer mehr aufs Abstellgleis. In Zeiten des Musikstreamings können sie nicht mehr konkurrieren. Doch auch diese Systeme mitsamt hochwertiger Lautsprecher schaffen ohne großen technischen und finanziellen Aufwand den Sprung ins digitale Zeitalter. Eine pfiffige Lösung stellen kompakte Boxen dar, die Musikanlagen per WLAN oder Bluetooth mit aktuellen Zuspielern wie Tablets oder Smartphones verbinden.

Mit dem rund 20 Euro teuren Musikempfänger HA100 von TP-Link etwa lassen sich auch ältere Lautsprecher musikalisch von Mobilgeräten berieseln: Streamen und Steuern klappt per Bluetooth. Dies funktioniert über eine Distanz von 20 Metern auf allen Smartphones und Tablets, gleich ob iOS-, Android- oder Windows-basiert. Dank NFC-Funkstandard (NFC = Near Field Communication) kann blitzschnell eine Verbindung zum HA100 aufgebaut werden. An Musikanlagen lässt sich der HA100 über einen 3,5-mm-Stecker oder über den RCA-Eingang anschließen. So ermöglicht der Adapter beispielsweise die Wiedergabe von Spotify direkt auf Fernsehgerät oder Stereoanlage – und zwar auch dann, wenn diese keinen Internetzugang über das WLAN haben.

Sollten Sie übrigens einen Fernseher besitzen, für den Internet noch ein Fremdwort ist, so bietet der Fachhandel diverse Nachrüst-Lösungen an, die per HDMI-Kabel an den TV-Apparat angeschlossen werden. So landen neben einem Internet-Browser auch diverse Apps, Online- und multimediale Zusatzdienste auf dem Schirm. Die Internet TV Box II von Hama etwa ist für rund 70 Euro zu haben.

Fazit: Es muss nicht immer die neueste Technik im Wohnzimmer sein. Auch Fernseher, Festplattenrecorder, Blu-ray-Player, Settop-Boxen und HiFi-Anlagen, die schon einige Jährchen auf dem Buckel haben, können mit dem richtigen Zubehör durchaus luxuriös und ohne störende Kabel ins Netzwerk eingebunden werden. Selbst hohe Übertragungsraten für Ultra-HD-Streaming stellen dabei keine Hürde mehr dar.

Eine umfassende Übersicht mit zahlreichen Tests und Kaufempfehlungen liefert das Online-Portal hifitest.de.

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