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Die besten Virtual-Reality-Brillen

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Willkommen in der Virtuellen Realität!  

Vom Taj Mahal zu Londons Unterwelt

22.05.2017, 18:06 Uhr | Uwe Kauss, t-online.de

Die besten Virtual-Reality-Brillen. Mittendrin statt nur dabei: VR-Brillen ermöglichen Ihnen den Zutritt zu einer nicht existierenden Welt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mittendrin statt nur dabei: VR-Brillen ermöglichen Ihnen den Zutritt zu einer nicht existierenden Welt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

2016 war für Computer- und Gamefans das Jahr der Virtuellen Realität (VR): Mit neuen VR-Headsets zwischen 70 und knapp 1000 Euro können Sie sich im Eis der Arktis umsehen, im Sportwagen umherbrettern oder fantasievolle Spielewelten erkunden. Ein Experte hat erklärt, was die Brillen bieten und wie sie sich unterscheiden.

Wer mal kurz dem Alltag entfliehen möchte, braucht nur ein Smartphone und eine VR-Brille – wie die erst kürzlich vorgestellte Google Daydream VR. Handy vorne fixieren, Brille auf, den mitgelieferten Controller zur Steuerung in die Hand nehmen und los geht’s. Für rund 70 Euro ist die knapp 220 Gramm leichte Brille zu haben, die aus filzähnlichem Textil besteht, welches sich auf dem Kopf sehr angenehm anfühlt.

Auch wer kein Zocker ist, kann mit der neuen VR-Brille mal die Welt erkunden: beispielsweise direkt hinein in Googles Street View. Der Anwender hat das Gefühl, auf Londons Trafalgar Square zu stehen, zum Taj Mahal in Indien zu spazieren oder in Nizza aufs Meer zu schauen. Durch die Brille blickt man in der dreidimensionalen Umgebung in alle Richtungen, man geht, dreht sich um und kann so die abgebildete Umgebung frei durch das Bewegen des Kopfes erkunden.

Die Google Daydream VR im Test

"Auch wer mit VR noch keine Erfahrung hat, gewöhnt sich sehr schnell daran, den Controller richtig einzusetzen, sich zu bewegen und Aktionen auszulösen", erklärt der Computerbuch-Autor und Moderator Jörg Schieb. Er leitet und moderiert seit mehr als 20 Jahren die TV-Sendung "Angeklickt" im WDR. Schieb hat die Google Daydream VR ausgiebig getestet – und staunt über die Qualität: "Die Brille ist erstaunlich gut gearbeitet, sie ist ziemlich blickdicht, die Übertragung der Kopfbewegung in die 3D-Welt funktioniert überraschend organisch, die Bildqualität ist hervorragend." Nur der Umgang mit dem Controller, mit dem sich in der 3D-Umgebung die Navigationselemente bedienen lassen, benötige eine Lernphase. "Daran gewöhnt man sich aber ziemlich schnell", sagt Schieb.

Damit lassen sich völlig neue Welten erleben: Die britische Tageszeitung "Guardian" hat beispielsweise eine spannende VR-Reise durch die Kanalisation von London für Daydream VR produziert. Der kleine Controller wird darin zur Taschenlampe, mit der man die riesigen, stockfinsteren Tunnelsysteme ausleuchtet. Ein Off-Sprecher erklärt dazu alles Wissenswerte über die Katakomben und Gänge.

Auch Youtube lässt sich mit der Daydream-Brille neu erleben: Mit der VR-App der Videoplattform lassen sich 360-Grad-Filme wie im Kino auf einer Großleinwand ansehen. Die Navigation funktiert auch hier mit dem Controller. Auf diese Weise konnte man kürzlich auch ein Livekonzert der Red Hot Chili Peppers im 360-Grad-Modus ansehen.

Begrenzte Auflösung und Videoanzahl

Doch bislang ist die Zahl dieser Videos auf Youtube im Vergleich recht überschaubar. "Bei diesen Videos kann man sich allerdings nicht bewegen, man dreht sich maximal um die eigene Achse und kann nach oben und unten blicken", relativiert Schieb das Erlebnis, "mit echtem VR hat das nicht viel zu tun. Es ist eher die Vorstufe davon." Diese Videos bieten zudem bislang meist keine allzu hohe Auflösung und Detailgenauigkeit, denn selbst eine 4k-Aufnahme muss ihre Pixel auf die 360-Grad-Fläche verteilen. Daher seien beim Drehen öfter Schlieren und Farbnebel zu bemerken. Doch auch einige echte VR-Games sind inzwischen erschienen, die laut Schieb sehr wackel- und kantenfreie Bildwelten liefern – ein Quantensprung zu den früheren Generationen der VR-Systeme.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Um die Daydream VR zu nutzen, ist allerdings ein kompatibles, leistungsfähiges Smartphone mit HD-Bildschirm, Gyroskop-Sensor zur Lagebestimmung und einigen weiteren Features notwendig – etwa das neue Google Pixel, das ab etwa 700 Euro zu haben ist. Bald sollen auch passende Handys von Samsung, HTC, Huawei, Asus, LG und Motorola in die Läden kommen. Doch VR mit dem Edel-Smartphone hat auch Tücken: "Die Geräte werden durch die intensive Prozessor- und Bildschirmnutzung schnell sehr heiß", warnt Schieb, "und der Akku ist nach allerspätestens knapp 90 Minuten leer." Dazu empfiehlt er, nicht länger als eine halbe Stunde in eine VR-Welt abzutauchen: "Das kann Gleichgewichtsstörungen und Übelkeit erzeugen. Das passiert auch bei den viel teureren VR-Brillen fürs Gaming sehr häufig."

Zum Selberbauen: Cardboard-Brillen von Google

Wer nur ein bisschen ausprobieren will, ist auch mit dem nur zwischen 6 und 100 Euro teuren Google Cardboard-Brillen aus Pappe oder Kunststoff gut bedient. Das Konzept des Herstellers besteht nur aus einer Brille mit Handy-Halterung und zwei Bikonvex-Linsen, die beim Durchschauen im Gehirn die Dreidimensionalität der Bilder erzeugen. Das Konzept kommt ohne Controller aus, die Brillen aus Pappe sind recht unkomfortabel zu tragen und meist nicht blickdicht. Dafür kann man sie sogar als Bausatz bestellen. "Die Erfahrung macht Spaß, wenn die Erwartung nicht zu hoch ist. Echte VR-Welten kann man dabei nicht erleben, aber 360-Grad-Videos funktionieren damit schon ganz gut", weiß Schieb.

Oberklasse: Sonys Playstation VR, Oculus Rift, HTC Vive und Samsung Gear

Wer in detailgenau gebaute VR-Games einsteigen will, für den lohnt sich die Geräteklasse zwischen 400 und 1000 Euro: Sonys Playstation VR, Oculus Rift und HTC Vive sind deutlich schwerer, lassen sich aber viel besser justieren und bieten eine wesentlich höhere Darstellungsleistung als das Smartphone. Die derzeit leistungstärkste ist die HTC Vive für rund 900 Euro. Sie kommt mit Modulen mit 70 Sensoren zur Positionserfassung im Raum, zwei Laserstationen, einem Controller, der Brille mit Frontkamera und einem Kopfhörer.

Sie benötigt allerdings einen PC mit 16 GB Arbeitsspeicher, hochleistungsfähiger Grafikkarte und schnellem Quadcore-Prozessor. Damit kann man allerdings in einem Sportwagen fast realistisch durch die Gegend brettern, geheimnisvolle Welten erkunden und auf gefährliche Aliens oder Monster ballern. Die mit etwa 700 Euro etwas günstigere Oculus Rift spielt in derselben Liga. "Das ist derzeit nur etwas für die echten Games-Freaks", betont Schieb.

Und dann gibt es da noch die von Oculus entwickelte "Samsung Gear"-Brille. Sie macht VR auch für leistungsstarke Samsung-Smartphones (Galaxy S7, Galaxy S7 edge, Galaxy S6 edge+, Galaxy S6 und Galaxy S6 edge) möglich. Derzeit liegt diese preislich um 90 Euro.

Doch er ist sich sicher: "VR wird sich beim Gaming, aber auch in der Kommunikation sehr schnell weiterentwickeln. Derzeit ist das noch eine Nische. Aber ich bin sicher: Es wird sich schnell neuer Nutzen entwickeln. In zehn Jahren reden wir immer noch darüber."

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