Sie sind hier: Home > Digital > Elektronik > Fernseher >

Amazon Prime oder Netflix – wer ist besser?

...

Streaming-Dienste im Vergleich  

Amazon Prime oder Netflix – wer ist besser?

25.01.2018, 13:46 Uhr | Torsten Koenekamp, t-online.de

. Netflix-Knopf auf Fernbedienung: Streamingdienste im Vergleich (Quelle: imago)

Netflix-Knopf auf Fernbedienung: Streamingdienste im Vergleich (Quelle: imago)

Netflix, Amazon & Co. bieten ein umfangreiches Flatrate-Angebot an Filmen und Serien. Doch für viele Filme muss man extra zahlen – oder sie sind nicht vorhanden. Welcher Anbieter bietet die größte Auswahl?

Der TV-Konsum ist im Umbruch. Das zusätzliche Angebot der Streamingdienste führt zu einer größeren Nachfrage, das lineare Fernsehen aber kann sich behaupten. Je jünger ein Zuschauer ist, desto mehr streamt er bei Netflix & Co., je älter er ist, desto eher schaltet er die „Tagesschau“ oder den „Tatort“ ein. Eine Online-Studie von ARD und ZDF vom Herbst 2017 bestätigt den Trend: "Je jünger, desto mehr Streaming": 23 Prozent der Deutschen nutzen mindestens einmal wöchentlich Video-Streaming-Dienste – ein Plus von 92 Prozent im Vergleich zu 2016. 74 Prozent der 16- bis 39-Jährigen nutzen Streaming-Portale. Bei den 40- bis 59-Jährigen beträgt der Anteil nur 48 Prozent. Und in der Altersgruppe ab 60 streamen nur 35 Prozent der Nutzer.

Amazon und Netflix haben 220 Millionen Nutzer

Trotz der großen Marktmacht von Netflix (über 117 Millionen Nutzer) und Amazon – beide kommen zusammen auf über 220 Millionen Nutzer – ist das Angebot deutlich größer. Außer nach Kosten und Auswahl stellt sich auch die Frage, auf welchen Geräten die Dienste abrufbar sind. Zwar sind die einzelnen Streamingdienste für die junge Zielgruppe erschwinglich. Wer aber Wert auf eine möglichst breite Auswahl an Spielfilmen, Serien und Dokus legt, einen exklusiven Filmgeschmack hat oder einfach wahllos Abos abschließt, kommt schnell auf einen hohen Jahresbeitrag. Einige Anbieter verlangen für besonders aktuelle Filme und Serien zusätzlich zum Abo einen Aufpreis. Lohnt sich das wirklich?

Vergleichen Sie die Angebote

Film- und Serienfans sollten genauer hinsehen, denn je nach Anbieter gibt es beim Streaming eine passende oder nicht-passende Auswahl. Und obwohl alle inzwischen die monatliche Kündigung anbieten, lohnt sich ein Vergleich:

Während Amazon seinen zahlenden Kunden nicht alle Serien und Filme zum Abopreis zur Verfügung stellt, sondern für einzelne Werke zusätzlich Geld verlangt, ist bei Netflix alles im Preis inbegriffen. Ein Beispiel: Die Kultserie „Breaking Bad“ ist bei Netflix inklusiv, bei Amazon muss man zum Abo noch einmal 7,99 Euro für die erste Staffel zahlen. Die erfolgreichste HBO-Serie „Game of Thrones“ ist bei Netflix gar nicht im Sortiment, bei Amazon lässt sie sich immerhin für 2,99 Euro pro Folge oder knapp 15 Euro für die erste Staffel zum Abo dazukaufen. 

Filme und Serien überall

Die Streaming-Angebote lassen sich auf Smartphones, Fernsehern oder Computern abrufen. Maxdome arbeitet mit mehreren Fernsehherstellern zusammen und ist so auf vielen Endgeräten vertreten. Netflix ist als App verfügbar für die mobilen Betriebssysteme Android (z.B. Google, Samsung) oder iOS (Apple) und auch am Rechner abrufbar. Mit der App schafft Netflix auch den Zugang zum Amazon Fire-TV-Stick, der aus jedem gewöhnlichen Fernseher ein Smart-TV macht. Alle Anbieter machen Inhalte auch offline verfügbar. Wer verreisen will, kann sich also seine Lieblingsserie aufs Tablet oder Smartphone laden und diese dann im Flugmodus ansehen.

Große Unterschiede beim Angebot

Auch wenn sich im Programm alle Anbieter ähneln, gibt es doch einige Unterschiede: So bietet Netflix aktuell die größte Auswahl an online abrufbaren Serien, Filmen und Dokus. Liebhaber von US-Serien werden im Schnitt bei Netflix schneller fündig – und sie können oft auch gleich die komplette Staffel sehen. Amazon verfolgt stärker das Modell, eine Folge pro Woche online zu stellen und so die Nutzer länger zu binden. Serienfans, die nur ganze Staffeln am Stück schauen wollen, sind daher bei Netflix besser aufgehoben. Grundsätzlich gibt’s bei Amazon zwei Varianten: Bei US-Serien, die einen Tag nach US-Start auch in Deutschland bei Amazon zu sehen sind, gibt es eine Folge pro Woche. Alle anderen Serien sind, wie bei Netflix, komplett verfügbar.

Amazon Prime liegt vor Netflix

Nach einer Untersuchung des Forschungsinstituts "Goldmedia" hat Amazon in Deutschland einen Marktanteil von ungefähr 47 Prozent. An zweiter Stelle folgt Netflix mit 20 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Angebote Sky Go, Maxdome, iTunes und Videoload. Die Streamingdienste unterscheiden sich in Angebot, Verfügbarkeit und Preis.

Bastian Pastewka bei der Premiere: Auch Amazon setzt auf eigene Serien (Quelle: imago)Bastian Pastewka bei der Premiere: Auch Amazon setzt auf eigene Serien (Quelle: imago)

Der Primus: Amazon Prime

Die echte Film- und Serienflat zum sofortigen Abruf gibt es nur mit Prime Video. Für 69 Euro im Jahr (oder 7,99 Euro im Monat) erhält man neben dem bekannten Premium-Lieferservice einen unbegrenzten Zugriff auf einen beachtlichen Film- und Serienkatalog – insgesamt über 30.000 Filme und Serienepisoden. Zurzeit gibt’s bei Amazon (in über 200 Ländern verfügbar) exklusiv das Prequel „Fear the Walking Dead“ zur legendären Zombie-Serie oder das Hacker-Epos „Mr. Robot“ zu sehen. Zusätzlich gibt’s bei Amazon die Möglichkeit, einzelne Filme und Serien zum Kaufen und Leihen gibt es laut Amazon ab 0,99 Euro. Zurzeit gibt es bei Amazon exklusiv das Prequel „Fear the Walking Dead“ zur legendären Zombie-Serie oder das Hacker-Epos „Mr. Robot“ zu sehen.

Der US-Riese: Netflix

Netflix ist der größte Anbieter in Sachen Videostreaming.  2017 gab es mit „Dark“ auch das erste Original aus Deutschland. Hier zeigt Netflix auch immer mehr Eigenproduktionen, darunter die Sci-Fi-Hits „Star Trek – Discovery“ und "Black Mirror", sowie die Thriller „Tote Mädchen lügen nicht“ und „Stranger Things 2“. Der Schwerpunkt sind amerikanische Serien und Dokus. Alle Filme, Serien und Dokus kommen immer mit Ton und Untertiteln in Originalsprache daher. 

Aktiv ist der Dienst nach eigenen Angaben in rund 200 Ländern. 2017 gab es weltweit ungefähr 600 neue Originalfilme und -serien. Aktuell sind in Deutschland rund 1600 Filme und Serien abrufbar. Im Februar kommen "mehr als  20 Original-Inhalte" dazu, so Netflix.

Die Abo-Preise beginnen bei 7,99 Euro im Monat. Dafür kann man Filme oder Serien in Standardauflösung (SD) auf maximal einem Gerät schauen. Wer auf HD-Auflösung nicht verzichten will, muss 10,99 Euro im Monat zahlen, kann dafür aber auch auf zwei Geräten parallel Filme und Serien anschauen. Für 13,99 Euro kommen Nutzer in den Genuss von Ultra-HD-Auflösung und dürfen auf maximal vier Geräten gleichzeitig Inhalte streamen. 

Der deutsche Außenseiter: Maxdome

Der Anbieter kann auf viele selbst produzierte Filme zurückgreifen, hinzu kommt lizensiertes Material von TV-Sendern und Filmverleihern. Der Dienst arbeitet mit vielen Herstellern von Fernsehern und Set-Top-Boxen zusammen – insgesamt ca. 50.000 Spielfilme und  Serienepisoden. Für den Einzelabruf stehen Nutzern etwa 300 Serien, 160 Dokus und mehr als 15.000 Spielfilme zur Verfügung. Die Preisspanne liegt hier je nach Video zwischen 0,49 Euro und 5,99 Euro pro Abruf. Den Flatrate-Tarif mit deutlich eingeschränkterer Film- und Serienauswahl gibt es monatlich für 7,99 Euro. Schwerpunkt: Deutsche Filme & Serien.

Der Ableger von Pay-TV: Sky Ticket

Der Pay-TV Sender Sky hat sein eigenes Video-Streaming-Angebot überarbeitet. Mit Sky Ticket werden neben aktuellen Serien-Highlights wie „Game of Thrones“ auch Blockbuster wie „The Walking Dead“ und  „The Revenant“ und Bundesliga-Fußball gezeigt. Zwar gibt es das Angebot ohne langfristiges Abo, ab zehn Euro im Monat mit flexibler Kündigung, allerdings muss jedes Paket – Entertainment, Cinema und Supersport – vom Nutzer separat gebucht werden. Sky Ticket bietet nach eigenen Angaben rund 7.600 Serienepisoden, Filme und Dokus. Das Serien- und Filmangebot ist mehr auf Exklusivität denn auf Quantität ausgerichtet. Die Preise sind mit 9,99 Euro für das Serien-, und 14,99 Euro für das Filmangebot happig. Einen Offlinemodus bietet Sky nicht mehr an.

Apple iTunes: Der große Einzelhändler

Zwar gibt es noch keine Film- und Serienflat von Apple, doch auch das Pay-per-View-Angebot kann sich sehen lassen. Der Clou: Der iTunes-Katalog hat weltweit ca. 112.000 Filme zum Kaufen oder Leihen – darunter Blockbuster, Independent-Filme und Klassiker. Dazu eine riesige Auswahl an Inhalten in 4K HDR (Einzelkauf unbegrenzt oder auf Leihbasis bis zu 30 Tage). Die große und aktuelle Auswahl hat seinen Preis: ca.15 Euro für einen Film in HD. Der Preis für Leihfilme liegen zwischen 0,99 Euro und 4,99 Euro. Zur Nutzung des Angebots sind Film- und Serienfans wie üblich auf iTunes angewiesen. Dafür lässt sich das Sortiment aber auf Desktop-PCs, iPhone und iPad oder auf der Set-Top-Box "Apple TV" nutzen. In Zukunft will auch Apple Filme und Serien streamen. Bislang konzentrierte sich der iPhone-Konzern auf das Musikstreaming, 2018 sollen erste eigene Serien und Filme folgen.

Videoload: Gute Auswahl an Filmen und Serien  

Videoload bietet keine Flatrate, man zahlt für jeden Verleih oder Kauf einzeln. Das vergleichsweise aktuelle Sortiment – rund 7.000 Titel inklusive aktueller Serien – bezahlt man aber mit teils hohen Gebühren: Für die meisten HD-Titel werden 3,99 Euro pro Ausleihe fällig. Ab zwei ausgeliehenen Titeln im Monat liegt man mit einer Flatrate günstiger. Dafür ist das Angebot vergleichsweise gut: Serienhits wie „House of Cards“ oder „Mad Men“ stehen ebenso zum Abruf bereit wie erfolgreiche Streifen wie „Fast & Furious 7“ oder „Ex Machina“. Zur Wiedergabe auf dem Fernseher bietet die Telekom einen eigenen Receiver an, außerdem gibt es eine Kooperation mit Samsung und LG sowie die Möglichkeit, das Angebot an Desktop- und Mac-Computern zu nutzen. Eine Unterstützung für Smartphones gibt es bei Videoload (noch) nicht.

Fazit: Es lohnt sich

Für weniger als zehn Euro im Monat bekommt man bei den meisten Anbietern eine echte Flatrate für Filme und Serien. In der Regel stehen mehr als 1.000 Film- und Serientitel zur Verfügung, die beliebtesten inbegriffen. Laufend kommen neue Inhalte dazu. Und: Fast alle Anbieter bieten Streaming und Downloads auch auf Smartphones, Tablets und Konsolen an.

Ausblick 

Neben Apple will auch Disney bald ein eigenes Streamingangebot starten. Und Google rüstet YouTube weiter mit kostenpflichtigen Inhalten auf. Es bleibt spannend.


Quelle: 
- eigene Recherche

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die Taille im Mittelpunkt: der Blickfänger im Frühling
zu ESPRIT
Anzeige
Naomi Campbells Kollektion bei TOM TAILOR
entdecken Sie jetzt die exklusive Mode
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Elektronik > Fernseher

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018