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Bildband "Quer durch wüstes Land"

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Bildband "Quer durch wüstes Land"  

Nick Brandt zeigt die stummen Zeugen einer Apokalypse

16.10.2013, 16:30 Uhr

Bizarre Tierkadaver, imposante Elefanten und traurige Jagdtrophäen: Selten ist es einem Fotografen so eindrucksvoll gelungen, die Schönheit der afrikanischen Tierwelt und gleichzeitig ihre Bedrohung zu zeigen.

Der verkrustete Kadaver eines Flamingos treibt über das spiegelglatte Wasser des Natronsees in Tansania. Eine schaurige Szenerie, arrangiert von Fotograf Nick Brandt, der den Flamingo und andere tote Tiere am Ufer entdeckte. Durch den extrem hohen Anteil an Natriumkarbonat und Salz im Wasser haben sich starke Kalkablagerung auf den Kadavern gebildet und sie so konserviert. Woran die Tiere verendet sind, weiß Brandt nicht. Er vermutet, dass die spiegelnde Oberfläche des Sees die Tiere irritiert hat. Ähnlich wie bei Vögeln, die gegen eine Fensterscheibe fliegen, stürzen sie in den See.

Steht Afrikas Tierwelt vor der Vernichtung?

Die Fotografien der versteinerten Tiere präsentiert Brandt neben weiteren beeindruckenden Bildern der Tierwelt Ostafrikas in seinem neuen Bildband "Quer durch wüstes Land". Im Abschlussband seiner Afrika-Trilogie zeigt er nicht nur die Schönheit, sondern auch die durch die Eingriffe des Menschen und die Auswirkungen des Klimawandels zugefügten Wunden dieses Ökosystems.

Es gleiche einer Apokalypse, die über die Tierwelt des afrikanischen Kontinents hereinbreche, schreibt Brandt im Vorwort: "Wenn das Gemetzel so weiter geht, wird es in der Weite des afrikanischen Kontinents in rund 15 Jahren keine Elefanten, Löwen und Geparden mehr geben."

Mit analoger Technik auf der Pirsch

Seine Bildern erzählen Geschichten von auseinandergerissenen Elefantenfamilien, dem nahezu aussichtslosen Kampf der Wildhüter und der unsagbaren Zerstörungskraft, die die Vermarktung des Elfenbeins und anderer Jagdtrophäen mit sich bringt. Die Leidenschaft, mit der Nick Brandt fotografiert, ist auch in seiner Technik zu erkennen: Er pirscht sich mit seiner analogen Mittelformatkamera, die ohne Zoom, Autofokus und Bildstabilisierung auskommt, möglichst nah an die Tiere heran und fängt deren Wesen und Wirkung so auf unmittelbarste Weise für den Betrachter ein.

Nick Brandt, Fotograf und Regisseur, entdeckte seine Liebe zu Ostafrika und dessen Tierwelt bei den Dreharbeiten zu Michael Jacksons Earth Song und konzentriert sich seit fast zehn Jahren auf die Tierfotografie. Seine Bilder werden weltweit ausgestellt und erreichen bei Versteigerungen Höchstsummen. Mit seiner Big Life Foundation engagiert er sich aktiv für den Tierschutz.

Der Bildband "Quer durch wüstes Land" von Nick Brandt ist im Knesebeck Verlag erschienen.

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