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Voyeurismus als Kunst: Foto-Serie "Metteografitti"

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Foto-Serie "Metteografitti"  

Die Lust am heimlichen Beobachten

08.11.2013, 14:33 Uhr

Die Fotografin Ludmila Foblova spielt mit der menschlichen Neugier und dem Reiz des Voyeurismus.

Der Film-Klassiker "Fenster zum Hof" von Alfred Hitchcock war für vier Oscars nominiert und spielt mit der obsessiven Neugier eines Fotografen, der die Aktivitäten seiner Nachbarn beobachtet - und der Kinobesucher erfreut sich nicht minder am Blick auf das rege Treiben. Fast täglich hören wir im Radio Meldungen über Staus, die durch Gaffer von Unfällen verursacht werden. "Wie kann man nur ...", ist unsere erste, empörte Reaktion und doch entstehen diese Staus immer wieder. Ein erotisches Geplänkel unserer Nachbarn ist hinter durchsichtigen Gardinen im gegenüberliegenden Haus zu erkennen - wenden wir uns beschämt ab oder bleiben wir nicht doch zwei bis drei Sekunden länger stehen und schauen der Szenerie zu? 

Sehen ohne gesehen werden

Nun sind Gaffer im Straßenverkehr schwerlich mit dem Besuch einer Peepshow zu vergleichen. Zugrunde liegt aber allen Beispielen die angeborene Neugier des Menschen. Dabei übersteigt offenbar das Motiv etwas Aufregendes zu erleben und die Faszination des Außergewöhnlichen jede moralische Hemmung. Sehen ohne gesehen zu werden ist die Steigerung dieser Neugier und kommt der sexuelle Aspekt ins Spiel, bleiben die meisten - wenn sie ehrlich sind - gebannt stehen. 

Das Private wird öffentlich

Mit diesem verpönten Reiz des Voyeurismus spielt die tschechische Fotografin Ludmila Foblova in ihrer Foto-Serie "Metteografitti". Das Projekt geisterte Ludmila schon lange im Kopf herum, denn auch sie wurde hin und wieder unfreiwillig Zeugin von nächtlichen Aktivitäten ihrer Nachbarn. Die lebten ihr Liebespiel nicht heimlich unter der Bettdecke aus, sondern im hell erleuchteten Schlafzimmer, sodass sich ihre Körper als Schattenriss auf der Fassade vis-à-vis ein Stelldichein gaben. Mit dem Model Tereza - ihr Künstlername ist Metteorwa, so entstand auch der Titel zur Foto-Serie - stellte die Fotografin erotische Posen nach und projizierte diese mit einem Scheinwerfer auf das Gebäude gegenüber. Die über 20 Meter großen Silhouetten wirken wie ein menschliches Graffiti. Das Private wird öffentlich und Voyeurismus und Exhibitionismus vermischt sich.

Ludmila Foblova, 1980 geboren in Prag, ist Architektin und freischaffende Fotografin im Bereich der künstlerischen Aktfotografie. Ihre Ideen entstehen selten spontan, sondern sind sorgfältig geplant. In dem Langzeit-Projekt "Short Beaver's Life" fotografierte sie beispielsweise die nachwachsende Schambehaarung einer Frau in 150 Bildern, Tag für Tag.

Mehr Infos zu Ludmila Foblova unter www.ludmilafoblova.com oder auf Facebook.

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