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Selbstporträts über dem Abgrund

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Foto-Serie "Self-Portrait"  

Selbstporträts über dem Abgrund

18.12.2013, 13:13 Uhr

Ahn Jun hat einen Nervenkitzel aus Jugendtagen zu ihrem künstlerischen Markenzeichen gemacht: Momentaufnahmen aus schwindelerregenden Höhen. Auf den Dächern von Wolkenkratzern in New York, Seoul und Hongkong und mit Blick auf den Abgrund lässt die Koreanerin die Beine baumeln und macht Selbstporträts.

Die Perspektive ist stets gleich: Der Blick fällt zunächst auf die zierlichen Füße einer jungen Frau. Darunter geht es steil abwärts in die Tiefe einer Hochhausschlucht. Am mehrere Hundert Meter entfernen Grund sind Autos so klein wie ein Daumennagel.

Performance ohne Publikum

Vorsicht: Ahn Juns Fotografien können beim Betrachten Unwohlsein, Angst und Schwindel auslösen! Doch es geht ihr nicht um Effekthascherei: "Es ist eine Performance ohne Publikum", sagt die koreanische Künstlerin. Ihr erstes Selbstporträt machte sie in ihrer Jugendzeit, am Fenster ihres New Yorker Apartments. Seit diesem Tag klettert die schwindelfreie Performance-Künstlerin auf die Dächer und Fensterbretter von Metropolen in den USA und in Asien.

Immer die Füße im Bild

"Am Ende fotografiere ich immer meine Füße - quasi als Ritual meiner Performance", erzählt sie. Ihre Füße baumeln frei im Raum. Den "können die Menschen von dort unten nicht sehen, er ist nur wahrnehmbar durch Höhenangst". Sie entstehe in dem Augenblick, in dem der horizontale Blick sich erweitert und mit der Wahrnehmung der Tiefe des Raumes zusammentreffe, beschreibt Jun Ahn.

Keinesfalls lebensmüde

Ahn Jun klettert bei allen Wetterlagen auf Dächer und Simse. Dem Betrachter ihrer waghalsigen Selbstporträts ist nicht bewusst, dass die junge Performancekünstlerin stets gefährlichen Wetterbedingungen wie Fallwinden, unberechenbaren Böen und Wind ausgesetzt ist. Doch lebensmüde Gedanken hat Ahn bei ihrer Arbeit nie. Sie verschiebt lediglich das Verhältnis von Realität und Fantasie. "Die Aufnahmen sind eher Porträts meiner Träume als die Abbildung von Realität", sagt sie und ergänzt: "I wish I could fly" - "ich wünschte, ich könnte fliegen".

Die Koreanerin lebte und arbeitete mehrere Jahre in Los Angeles und New York. Sie stellte ihre Fotografien bereits auf mehreren internationalen Kunstmessen und Galerien aus. Mehr über die Künstlerin und ihre Arbeiten finden Sie unter http://ahnjun.com.

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