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Die exklusivsten Fotoapparate der Welt

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Leica und Hasselblad  

Die exklusivsten Kameras der Welt

22.05.2017, 18:20 Uhr | Christian Sauer , t-online.de

Die exklusivsten Fotoapparate der Welt. Die Lunar-Systemkamera von Hasselblad (Quelle: Hasselblad)

Die Lunar-Systemkamera von Hasselblad (Quelle: Hasselblad)

Fotografie als feines Hobby und als lohnende Wertanlage – während die Preise der meisten Digitalkameras stetig fallen, zieht die Preiskurve im Luxussegment steil nach oben. Wir stellen einige der außergewöhnlichsten Exemplare vor. 

Ein gewohntes Bild: Für das Gros der Profifotografen scheint es nur zwei Marken zu geben – Canon oder Nikon – und deren Topmodelle scheinen mit ihren Preisen von rund 6.000 Euro ohne Objektive auch das Maß der Dinge zu sein. Doch es geht noch teurer als bei den japanischen Marktführern, denn das absolute Luxussegment prägen zwei Traditionsmarken aus Europa.

Von Schweden bis zum Mond

Da ist zum einen Hasselblad mit Sitz in Göteborg: Unter dem Erfinder und Fotografen Victor Hasselblad erlangten ab den 1940er Jahren vor allem die Mittelformatkameras mit dem quadratischen 6x6-Format (56 x 56 mm) weltweiten Ruhm. Zwar nicht von Hasselblad erfunden, wurden sie dennoch ein Synonym für höchste Zuverlässigkeit. Der Clou: Sie wurden ab 1969 bei den Apollo-Missionen der NASA sogar auf der Mondoberfläche eingesetzt. Nachdem der Astronaut Michael Collins während des Gemini–10–Fluges bei einem Außenbordeinsatz seine Hasselblad verlor, bezeichneten einige schwedische Zeitungen diese Kamera daraufhin als ersten schwedischen Satelliten im Weltall. Doch auch auf der Erde überzeugten die mechanischen Wunderwerke mit ihrer hohen Zuverlässigkeit sowie den leistungsfähigen Objektiven von Carl Zeiss.

Die legendäre 500er Baureihe wurde über die Jahrzehnte ständig weiterentwickelt, optional zur Digitalkamera erweitert und wird heutzutage selbst nach ihrem Produktionsende immer noch vorzugsweise für aufwändige Fotoproduktionen in Studios genutzt. Hasselblad bietet für private Nutzer neben modernen Spiegelreflexmodellen vor allem die Stella–Kompaktkameras und die spiegellosen Lunar–Systemkameras an. Beide Baureihen verbindet ihre Herkunft, denn sie sind technisch größtenteils mit Sony–Modellen identisch. Doch warum sind die Hasselblad–Derivate dann mit ihren Preisen von teilweise über 10.000 Euro um ein vielfaches teurer? Ganz einfach: Statt profanem Plastik werden besonders exklusive Materialien verwendet, beispielsweise Aluminium und Karbon für den Korpus, aber mit Mahagoni oder Padouk auch exotische Hölzer für den Griff. Den vorläufigen Höhepunkt der Individualisierung – die Kritiker mitunter als Dekadenz bezeichnen – sind die jeweils auf 200 Exemplare beschränkte Lunar Gold Limited Edition und die Chrom Limited Edition. Ihre Editionsnummer wird individuell graviert und der Griff ist aus Hirschleder gefertigt. Doch man gönnt sich ja sonst nichts...

Leica

Mindestens genauso akribisch wie bei Hasselblad wird bei Leica im hessischen Wetzlar aufwändige Handarbeit zelebriert. Dabei blieb auch der deutschen Traditionsmarke, deren Wurzeln bis ins Jahr 1849 zurückreichen, eine wechselhafte Geschichte mit zahlreichen Eigentümerwechseln nicht erspart.

Zuerst beschäftigten sich das "Optische Institut" und später die daraus hervorgegangenen Leitz Werke mit Mikroskopen sowie Ferngläsern, bis der Mitarbeiter Oskar Barnack 1914 die "Ur Leica" konstruierte. Die erste erfolgreiche Kleinbildkamera der Welt für einen 35-mm-Film im Aufnahmeformat 24 x 36 mm revolutionierte die Fotografie, die bis dahin durch sperrige Plattenkameras geprägt war. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg brauchte es noch weitere zehn Jahre, bis die "Leitz Camera" in Serienfertigung ging und von Forschern sowie Journalisten ebenso eingesetzt wurde wie von Militärs verschiedener Nationen. Mit der Leica II wurde dann erstmals ein integrierter Entfernungsmesser und Wechselobjekte vorgestellt, die den Erfolg weiter ausbauen sollte. 1932 konnte bereits der Verkauf der 100.000 Leica vermeldet werden, doch 1954 kam es noch besser.

Leica M3 wurde zur Legende

Die Leica M3 mit Leuchtrahmenmesssucher und Bajonettanschluss zum schnelleren Wechsel der Objektive leitete das Ende der Ära der Schraubgewindekameras ein. Der Filmtransport wurde zudem durch einen Schnellspannhebel wesentlich erleichtert. Die "M" steht bis heute als Inbegriff der klassischen Leica, die immer noch ohne Autofokus auskommt, dafür leise und schnell auslöst. Wer mit ihr fotografieren will, sollte sich dafür Zeit nehmen und sich mit den Grundlagen der Fotografie vertraut machen. Es gibt sogar aktuelle Modelle, die auf ein Display verzichten sowie spezielle Varianten für analoge Fotografie und für Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Dafür lässt sich Leica die Legende mit dem zeitlosen Design und der beeindruckenden Haptik extra bezahlen. Vor allem exklusive Editionen wie die auf 100 Exemplare limitierte Sonderserie M9-P "Edition Hermès" – Série Limitée Jean–Louis Dumas aus dem Jahr 2012 schlagen teuer zu Buche. Sie kostete samt drei hochwertigen Leica–Objektiven sage und schreibe 40.000 Euro!

Leica Sondereditionen für tausende Euro

Ebenfalls kein Schnäppchen ist die vor wenigen Monaten vorgestellte Leica M–P "Correspondent" by Lenny Kravitz. Das auf 125 Exemplare limitierte Set für 22.500 Euro beinhaltet neben zwei Objektiven einen maßgeschneiderten Koffer. Hintergrund der Zusammenarbeit mit Lenny Kravitz ist die Leidenschaft des Künstlers zur Fotografie, die sich auch in seinem Buch "Flash" mit Fotografien von ihm wiederspiegelt. Seine erste Leica-Kamera bekam er übrigens schon mit 21 Jahren von seinem Vater geschenkt – eine gute Investition.

Und auch andere Promis wie Brad Pitt und Mick Jagger nutzen ihre Leicas nicht (nur) als Statussymbol. Selbst Queen Elisabeth II "schwört" dank einer individualisierten M6, die sie 1986 als Geschenk bekam, auf "Made in Germany". Wer selbst mehr über den Mythos der Traditions-Marke erfahren möchte, sollte nach Wetzlar fahren. In dem 2014 neu eröffneten Firmensitz ist nicht nur die Leica-Manufaktur beheimatet. Besucher können auch ohne Voranmeldung hautnah historische und neueste Modelle erleben sowie wechselnde Ausstellungen genießen.

Fazit 

Die Kameras von Leica und Hasselblad faszinieren allein schon wegen ihrer aufwändigen Handarbeit, ihren erlesenen Materialien und dem zeitlosem Design. Doch wenn man den monetären Wert eines Autos investiert, zählt nicht nur die Geldanlage. Dann geht es noch um die besondere Historie sowie den Mythos beider Luxusmarken – so wird Fotografieren zum exklusiven Vergnügen. Dann stehen Sie ganz in der Tradition der legendären Fotografen, die mit den Bildern dieser Kamera teils Weltgeschichte schrieben. Interessante Modelle wie die Leica S als derzeit teuerste Serienkamera aus Wetzlar gibt es in unserer Bildergalerie.

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