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Bordelle in Nevada: Die zwei Gesichter des prüden Amerika

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Bordelle in Nevada: Die zwei Gesichter des prüden Amerika

23.09.2013, 17:00 Uhr

Mitten in der Wüste stehen Farmen mit den Namen "Moonlite Bunny Ranch", "Madam Kitty’s Cathouse" oder "Love Ranch North". Während Prostitution im Rest der USA verboten ist, können Frauen wie Porsha ihre Dienste in einigen Bezirken von Nevada legal anbieten.

Mit gespreizten Beinen sitzt Porsha auf einem plüschigem, herzförmigen Bett und lächelt selbstbewusst in die Kamera. Sie ist eine von etwa 500 Frauen, die ihr Geld in legalen Bordellen in Nevada verdienen. Die meisten der schätzungsweise 25 bis 30 Bordelle stehen mitten im Nirgendwo. Außerhalb dieser Etablissements ist Prostitution wie im Rest der USA verboten. Obwohl ihre Arbeit legal ist, leben die Sexarbeiterinnen am Rande der Gesellschaft und müssen um Akzeptanz kämpfen.

Im Jahr 2000 begann Jane Hilton für die BBC eine zehnteilige Dokumentation über die Arbeit der Frauen zu drehen. Die Dreharbeiten dauerten drei Jahre - viel Zeit, um die Frauen und ihre Geschichten kennen zu lernen. Früher habe sie keinen Gedanken an Prostitution verschwendet, schreibt Hilton auf ihrer Webseite. "Ich weiß, dass einige wunderbare Frauen in diesen Bordellen arbeiten und das wollte ich zeigen." Also kehrte sie zehn Jahre später mit ihrer Großbildkamera zurück und fotografierte in elf verschiedenen Bordellen.

Zwischen Klischees und Vorurteilen

Die Fotoserie "Precious" zeigt die Bordelle in ihrer tristen Umgebung, mit großflächigen Werbebotschaften auf den Fassaden und eindeutigen Straßenschildern. Vor allem sind Hilton aber Porträts gelungen, die intim aber niemals voyeuristisch sind. Ihre Fotografien zeigen dicke und dünne Frauen, junge und alte. Jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Schicksal. So will Hilton mit ihren Bildern auch gängige Klischees und Vorurteile widerlegen.

Die Ausstellung "Precious" kann auf Anfrage in der Nailya Alexander Gallery in New York besichtigt werden. Außerdem ist ein gleichnamiger Bildband erschienen.

Jane Hilton arbeitet als Fotografin und Filmemacherin und lebt in London. Ihre Arbeiten werden in der Ständigen Sammlung des Philadelphia Museum of Art gezeigt.

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