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Moto 360 läuft mit Android Wear: Google zeigt Smartwatch-OS

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Android Wear  

Google stellt Android für Uhren vor

20.03.2014, 07:21 Uhr | dpa

Moto 360 läuft mit Android Wear: Google zeigt Smartwatch-OS. Motorola Smartwatch Moto 360 (Quelle: Hersteller)

Motorolas Smartwatch Moto 360 ist die erste Smartwatch in klassischem Design. (Quelle: Hersteller)

Google weitet sein Betriebssystem  Android für Smartphones und Tablets nun auf weitere tragbare Geräte aus. "Android Wear" heißt die spezielle Android-Version, die zunächst für intelligente Uhren, die so genannten Smartwatches gedacht ist. Erste Details dazu hat Google am Dienstagabend in einem Blogbeitrag vorgestellt. Motorola und LG kündigten passend dazu die ersten Smartwatches mit der Software an.

Android Wear soll unter anderem dafür sorgen, dass auf den Displays der Datenuhren relevante Informationen angezeigt werden und sich sowohl die Geräte als auch angeschlossene Smartphones mit Sprachbefehlen steuern lassen. Die Plattform ist auch für andere Arten kleiner tragbarer Computer gedacht. Schnittstellen für diverse Sensoren sollen Gesundheits-Funktionen möglich machen.

Android Wear baut neuen Druck auf

Google heizt damit den Wettbewerb bei Smartwatches weiter an. Die Android-Plattform konnte binnen weniger Jahren die dominierende Rolle im Smartphone-Markt übernehmen. Hersteller von Android-Uhren und App-Entwickler können auf diesem Fundament aufbauen: So können zum Beispiel von Anfang an Benachrichtigungen aus den meisten Android-Apps auch auf den Displays der Smartwatches angezeigt werden.

Samsung setzt auf eigenes Smartwatch-System

Computer-Uhren gelten als "das nächste große Ding" im Technik-Geschäft. Apple arbeitet laut Medienberichten unter Hochdruck an einer iWatch, die mit iPhones verbunden werden kann. Der weltgrößte Smartphone-Anbieter Samsung preschte bereits im vergangenen Jahr mit seiner Smartwatch Galaxy Gear vor. Bei der jüngst vorgestellten zweiten Generation wechselten die Südkoreaner von Android zum eigenen Betriebssystem Tizen.

Außerdem gibt es bereits zahlreiche Modelle verschiedener Hersteller auf dem Markt. Viele dieser Uhren sind aber noch klobig und leiden an Problemen wie kurzen Batterie-Laufzeiten oder einem holprigen Zusammenspiel mit Smartphone-Apps. Die wenigsten Hersteller entschieden sich dafür, sie als eigenständige Geräte zu entwerfen, die auch ohne verbundenes Handy auskommen.

Das richtige Timing für Apps und Funktionen

Für die kleinen Displays der Computer-Uhren ist es besonders wichtig, dass zur richtigen Zeit die gerade nötigen Informationen angezeigt werden. So will man bei einer Google-Suche nicht wie vom PC gewohnt eine Liste von Links, sondern am besten gleich die richtigen Antworten sehen.

In dieser Disziplin übt sich Google bereits seit Jahren – zum Beispiel bei Verkehr, Reisen oder Restaurant-Empfehlungen in Google Maps. Die Wettbewerbs-Konflikte mit rivalisierenden Suchmaschinen heizte das noch mehr an. Bei Android Wear sollen die Geräte gesprochene Fragen verstehen. Zuvor müssen die Träger jedoch das Zauberwort "Ok Google" sagen.

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Smartwatch Moto 360 in klassischem Design

Der Handy-Pionier Motorola, der zuletzt zu Google gehörte und jetzt von dem Computer-Hersteller Lenovo übernommen wird, veröffentlichte bereits Bilder von seiner Smartwatch Moto 360. Sie sieht wie eine klassische Uhr mit Display statt Zifferblatt aus. LG entschied sich für ein rechteckiges Design. Der texanische Uhren-Hersteller Fossil kündigte ebenfalls eine Zusammenarbeit mit Google bei Android Wear an.

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