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Apple iPad Air 2 und iPad mini 3 im Schnelltest

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iPad Air 2 und iPad mini 3  

Die neuen iPads im Check

17.10.2014, 10:14 Uhr | Spiegel Online

Apple iPad Air 2 und iPad mini 3 im Schnelltest. Das iPad Air 2 (rechts) und das iPad mini 3 bei der Vorstellung am 16. Oktober. (Quelle: AP/dpa)

Das iPad Air 2 (rechts) und das iPad mini 3 bei der Vorstellung am 16. Oktober. (Quelle: AP/dpa)

Apple protzt mit Zahlen: Das neue iPad enthält drei Milliarden Transistoren, ist 40 Prozent schneller, mit 6,1 Millimetern so dünn wie kein zweites Tablet. Zahlt sich das Update wirklich aus? Wir haben's ausprobiert.

Als Erstes sticht mir beim iPad Air 2 der Bildschirm ins Auge. Und das sogar, obwohl er sich den Zahlenwerten zufolge eigentlich nicht verändert hat: Auf 9,7 Zoll zeigt er 2048 x 1536 Pixel an. Aber Apples Ingenieuren ist es gelungen, die Lücke zwischen dem schützenden Deckglas und dem darunter liegenden Display zu verkleinern. Das hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen wirkt es subjektiv, als wäre man näher am Bildschirm, zum anderen verringern sich Reflexionen, die im Deckglas auftreten können.

Zusätzlich wird eine reflexionshemmende Folie eingeklebt. Das Resultat: Der Bildschirm spiegelt weniger stark, zeigt auch seitlich betrachtet immer noch kräftige Farben und klare Konturen an. Im ersten kurzen Hands-On machte das einen sehr guten Eindruck. Ganz ohne Nachteil dürfte die Technik aber nicht sein, sie könnte die Reparatur beschädigter Bildschirme erschweren.

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Aber der neue Bildschirm hat auch einen deutlich sicht- und fühlbaren Effekt: Er ermöglicht, das iPad Air 2 schlanker zu bauen als seine Vorgänger. Mit nur noch 6,1 Millimetern ist es 18 Prozent dünner geworden als das Vormodell. In dem Gehäuse, das jetzt in den iPhone-Farben Weiß, Grau und Gold erhältlich ist, steckt außerdem eine neue Version von Apple A8-Prozessor, der A8X.

40 Prozent schneller

Diese Variante sei speziell für das iPad entwickelt worden und verfüge über drei Milliarden Transistoren, erklärte Apple-Manager Phil Schiller. Die Leistung sei um 40 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell gesteigert worden. Faktisch nachvollziehen ließ sich diese Angabe beim ersten Ausprobieren nicht. Wohl aber war erkennbar, dass keine der Apps, die ich ausprobieren konnte, auch nur ansatzweise ruckelte.

Wie gut die Kamera sich macht, die mit ihrem 8-Megapixel-Chip auf dem Niveau der neuen iPhones ist, kann erst ein Test zeigen. Dass der Fingerabdrucksensor, den das iPad Air 2 jetzt, genau wie die iPhones 5S, 6 und 6 Plus, hat, den Komfort erhöht, lässt sich auch ohne langes Ausprobieren sagen.

Wenig Neues beim kleinen iPad

Beim Ausprobieren des neuen iPad mini 3 zeigte sich schnell, dass es nur zwei bemerkenswerte Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell gibt: Der Bildschirm wurde, ähnlich wie beim iPad Air 2, verbessert und es ist jetzt in den drei iPhone-Farben zu bekommen, also auch in Gold. Unter der Haube hat sich dagegen kaum etwas getan. Zwar hat das kleine iPad jetzt auch den TouchID-Fingerabdruckscanner bekommen, aber als Antrieb dient weiterhin der A7-Prozessor aus der letzten iPad-Generation.

Eine absolut positive Veränderung ist bei beiden neuen iPads, dass die Versionen mit viel Speicher billiger geworden sind. Ein iPad Air 2 mit 128 GB kostet beispielsweise ab 689 Euro, beim Vormodell waren es noch 749 Euro. Die Einstiegspreise sind dagegen auf gleichem Niveau geblieben: Mit 16 GB kostet das iPad Air 2 ab 489 Euro, das iPad mini 3 ab 389 Euro. Das günstigste Modell ist jetzt das alte iPad mini ohne Retina-Display, für 239 Euro.

Siebenmal mehr Pixel als ein Full-HD-Fernseher

Sonderangebote sind die neuen iPads also nicht. Genauso wenig wie der neue iMac mit 5K-Retina-Display, den Apple vorgestellt hat. Er zeigt auf 27 Zoll Diagonale 5120 x 2880 Pixel, also insgesamt 14,7 Millionen, an. Das ist siebenmal mehr als ein Full-HD-TV darstellt.

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Beim ersten Anschauen machte auch der große All-in-one-Computer einen guten Eindruck. Allerdings ist zu befürchten, dass sich die enorm hohe Auflösung nur mit entsprechend angepassten Programmen nutzen lässt. Solche Probleme gab es schon, als die Retina-Macbooks eingeführt wurden und manche Anwendungen einfach nicht mit der hohen Auflösung des Bildschirms klarkamen. Das größere Problem dürfte jedoch der Preis des super-hochauflösenden Macs sein: 2600 Euro kostet der neue Schreibtischrechner.

Mit den neuen Macs und iPads bringt Apple auch neue Versionen seiner Betriebssysteme. Das seit dem Sommer als öffentliche Betaversion verteilte OS X 10.10 Yosemite ist seit Donnerstag als kostenloser Download für Mac-User verfügbar. Das erste große Update für iOS 8, iOS 8.1 soll ab dem 20. Oktober kostenlos bereitstehen.

Schmuck für Chef-Schreibtische

Mit dem iPad Air 2 verschafft Apple sich Luft. Die Qualität des Bildschirms erinnert an Samsungs Galaxy Tab S, das den bisher besten Tablet-Bildschirm hat. Der TouchID-Sensor bringt endlich den Komfort der Fingerabdrucktechnik auf die iPads und bindet die Geräte an das Bezahlsystem Apple Pay an, was mittelfristig wichtig werden dürfte.

Etwas lieblos wirkt das neue iPad mini 3, bei dem verwunderlich ist, dass es noch mit dem alten A7-Prozessor und nicht mit einem Chip der aktuellen A8-Baureihe bestückt wird. Der iMac mit 5K-Display schließlich ist sicher eine beeindruckende Ingenieursleistung und hat einen sehr hohen Haben-wollen-Faktor. Wegen seines Preises wird er aber wohl vorerst nur auf den Schreibtischen von Grafikern und Geschäftsführern stehen.

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