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Apple Watch wird verkauft: In Berlin gab's doch eine Schlange

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Ungewöhnlicher Verkaufsstart  

Doch noch eine Schlange für die Apple Watch

24.04.2015, 14:57 Uhr | t-online.de, AFP

Apple Watch wird verkauft: In Berlin gab's doch eine Schlange. Kunden versuchen in dem Berliner Geschäft "The Corner" eine Apple Watch zu ergattern. (Quelle: Reuters)

Kunden versuchen in dem Berliner Geschäft "The Corner" eine Apple Watch zu ergattern. (Quelle: Reuters)

Die langen Menschenschlangen, die einem neuen iPhone sicher sind, blieben beim Verkaufsstart der Apple Watch bisher aus – mit einer Ausnahme. Denn ein Mode-Geschäft in Berlin hatte die Apple-Uhr als deutschlandweit exklusiver Partner vorrätig. Etwa 300 Kaufwillige fanden sich am Freitag zusammen, berichtet der "Stern".

Anders als beim jeweils neusten iPhone gibt es die Computeruhr vorerst nur auf Vorbestellung: Wer sie bereits am Freitag am Handgelenk tragen wollte, musste sie ab dem 10. April im Internet ordern. Wer nicht schnell genug war, muss nun vier bis sechs Wochen warten.

In Deutschland hatte nur das Modegeschäft "The Corner" an der Französischen Straße in Berlin die Uhr vorrätig. Daher sammelten sich bereits am Donnerstagabend die ersten Apple-Fans vor dem Geschäft. Ob alle 300 Interessenten am Freitagmorgen ein Exemplar erstehen konnten, ist jedoch fraglich. Denn auch "The Corner" soll laut "Stern" nur wenige Uhren auf Lager gehabt haben.

UMFRAGE
Haben Sie die Apple Watch bereits bestellt?

In der japanischen Hauptstadt Tokio standen am Vormittag vor einem Apple-Geschäft nur rund 30 Kunden, die meisten von ihnen Männer, um sich die Uhr abzuholen. Wie viele Kunden in Deutschland die Apple Watch vorbestellt hatten, wollte der Konzern auf Anfrage von AFP nicht mitteilen. Ein Sprecher verwies auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen am Montag.

Apple Watch soll "besonders" bleiben

Zum Verkaufsstart der Apple Watch hat der Technologiekonzern seine Handelsstrategie überdacht: Zum einen soll der Hauch des Besonderen gewahrt werden, zum anderen will der Konzern erstmal abwarten, wie die Apple Watch ankommt. Es werde am Freitag keine Leute geben, die in die Geschäfte gehen und mit der Apple Watch herauskommen, hieß es im Vorfeld beim Unternehmen. "Alles wird sich online abspielen."

Internen Mitteilungen zufolge soll dieser Zustand bis Juni andauern. Im Vergleich zu den Verkaufsstarts des iPhone und des iPad, die mit langen Warteschlangen einhergehen, ist dies eine Revolution.

Glaubt Apple an seine Smartwatch?

Dem Marktforschungsunternehmen NLD Group zufolge hat Apple nicht genügend Computeruhren, um sie schon in seinen Läden verkaufen zu können. Zum anderen sei das Unternehmen unsicher, wie die Uhr tatsächlich ankomme, weil sie komplizierter zu bedienen ist als ein Smartphone. "Der Charme von vielen Wearables verfliegt eher schnell. Bei der Uhr besteht ein großes Risiko, dass die Leute sie kaufen und schnell die Lust verlieren", sagte Melanie McShane vom Beratungsunternehmen Wolff Olins. Apple hoffe, dies durch persönliche Beratungsgespräche in den Geschäften verhindern zu können.

Ohne iPhone geht nichts

Die Smartwatch funktioniert in Verbindung mit Apples iPhone. Nutzer können auf dem quadratischen Display der Uhr unter anderem E-Mails abfragen oder auf Straßenkarten nach dem Weg suchen. Sie können telefonieren, Nachrichten lesen und Musik hören. Mit dem Bezahldienst Apple Pay wird die Computeruhr zudem zu einer Art elektronischen Geldbörse. Ein zentrales Element sind Gesundheits- und Fitnessanwendungen, die beispielsweise den Puls messen können.

Das günstigste Modell kostet 399 Euro, die Luxusversion in Gelb- oder Rotgold ist für 11.000 Euro zu haben. Am Freitag begann die Auslieferung in insgesamt acht Ländern, neben Deutschland und Japan auch in China inklusive Hongkong, Australien, Kanada, Frankreich, Großbritannien und in den USA.

Technologieexperten sehen die sogenannten Wearables, also vernetzte Accessoires, als Markt mit großem Potenzial. Das Marktforschungsunternehmen IDC rechnet damit, dass dieses Jahr mehr als 45 Millionen solcher Uhren, Armbänder oder Brillen verkauft werden, mehr als doppelt so viele wie 2014. Allein die Apple Watch dürfte dieses Jahr rund 15,4 Millionen Mal über die Ladetheke gehen, schätzt die Marktforschungsfirma Strategy Analytics.

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