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WhatsApp: Hat Facebook die EU-Kommission in die Irre geführt?

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Zoff um WhatsApp-Übernahme  

Facebook im Visier der EU-Wettbewerbshüter

20.12.2016, 16:01 Uhr | dpa, Reuters

WhatsApp: Hat Facebook die EU-Kommission in die Irre geführt?. Die EU-Kommission wirft Facebook irreführende Angaben bei der Übernahme von WhatsApp im Jahr 2014 vor.  (Quelle: dpa)

Die EU-Kommission wirft Facebook irreführende Angaben bei der Übernahme von WhatsApp im Jahr 2014 vor. (Quelle: dpa)

Die WhatsApp-Übernahme durch Facebook schlägt weiter Wellen: Die EU-Kommission wirft Facebook irreführende Angaben bei der Übernahme von WhatsApp im Jahr 2014 vor.

Das US-Internetportal Facebook habe damals angegeben, dass es nicht zuverlässig möglich sein werde, einen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten beider Dienste einzurichten, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Wie die Brüsseler Wettbewerbshüter mitteilten, soll Facebook bis zum 31. Januar Stellung zu den Beschwerdepunkten nehmen. Nach Angaben der EU-Kommission hat der US-Konzern bei der Anmeldung der milliardenschweren Übernahme der Kommunikations-App 2014 erklärt, es sei nicht möglich, einen zuverlässigen automatischen Abgleich zwischen den Benutzerkonten beider Unternehmen einzurichten. Die Möglichkeit dieses Abgleichs habe aber in Wahrheit bereits damals bestanden, kritisierte die EU-Behörde. Im August 2016 hatte Facebook jedoch angekündigt, künftig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern mit Facebook-Profilen zu verknüpfen.

Geldbuße ist möglich

"Daher befürchtet die Kommission zum jetzigen Zeitpunkt, dass Facebook der Kommission gegenüber vorsätzlich oder fahrlässig falsche oder irreführende Angaben gemacht und damit seine Verpflichtungen nach der EU-Fusionskontrollverordnung verletzt hat." Sollten sich diese Bedenken bestätigen, könne die Kommission eine Geldbuße von bis zu einem Prozent des Umsatzes von Facebook verhängen.

Vorwurf der Falschangaben

Die EU-Wettbewerbshüter hatten 2014 für die Fusion nach eigenen Angaben noch eine Reihe anderer Faktoren hinzugezogen. Wegen derartiger Falschangaben werde die Genehmigung dafür nicht widerrufen. Facebook muss dennoch nun zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

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