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Bedenklicher Trend  

Smartphones sind bald keine Telefone mehr

17.04.2017, 09:35 Uhr | Ralf E. Krüger, dpa

Darum sind Smartphones bald keine Telefone mehr. Jugendliche nutzen ihre Smartphones kaum noch zum Telefonieren. (Quelle: imago/Symbolbild)

Jugendliche nutzen ihre Smartphones kaum noch zum Telefonieren. (Quelle: Symbolbild/imago)

Die Deutschen telefonieren viel weniger als früher. Besonders krass ist der Trend bei Teenagern: Statt zu telefonieren texten sie lieber, verschicken Emojis, Videos und Sprachnachrichten. Experten sehen darin eine Gefahr.

Telefonieren ist out - Texten in. Zumindest bei der Gruppe der unter 17-Jährigen, weiß Digital-Experte Gerald Lembke. "Alle Studien zeigen, dass das Telefon kaum noch genutzt wird", sagt der Mannheimer Professor für Digitale Medien. "Über alle Altersgruppen hinweg wird im Schnitt gerade mal acht Minuten täglich telefoniert - bei der Gruppe der bis zu 17 Jahre alten Nutzer ist die Zeit aber kaum noch erfassbar."

Viele von ihnen kommunizieren heute nur noch per Text- oder Sprachnachricht. Beim Sprechen halten sie das Smartphone oft nicht mehr ans Ohr, sondern vor sich, so dass sie das Display im Auge behalten können.

Aktuell nutzen laut Branchenverband Bitkom 54 Millionen Deutsche ab 14 Jahren ein internetfähiges Mobiltelefon. Damit hat sich der Nutzeranteil seit 2012 mehr als verdoppelt. Innerhalb eines Jahrzehnts sei das internetfähige Mobiltelefon vom Nischenprodukt zum unverzichtbaren Begleiter im Alltag fast aller Menschen geworden.

Das Digitale verdrängt das Soziale

Professor Lembke sieht die Entwicklung durchaus kritisch: "Das Digitale verdrängt das Soziale - und schwächt die Persönlichkeit der Jugendlichen", sagt Lembke. Auf der sozialen Ebene sieht er kaum noch Austausch, sondern eine Art Einbahnstraßen-Kommunikation. "Ich-Botschaften" stünden anstelle von Inhalt und Dialog im Vordergrund. "Es findet kein Austausch der Argumente mehr statt und öffnet zudem Tür und Tor für Missverständnisse und Missbrauch aller Art."

Christoph Erdmann sieht das ähnlich. Der 43-Jährige ist Geschäftsführer einer Firma, die sich mit viel Aufwand auf verschlüsselte Telefonate spezialisiert hat. Doch ausgerechnet im eigenen familiären Umfeld hisst der Experte für Datensicherheit mitunter die weiße Flagge.

Gucklöcher in die private Welt

Denn seine Tochter gibt wie viele andere ihrer Generation auch per Smartphone bereitwillig Teile des Privaten preis. "Diese Generation reflektiert die Schutzbedürftigkeit der Privatsphäre nicht mehr, weil sie mit der Droge der permanten Vernetzung überrannt wird", sagt der Verschlüsselungs-Experte.

Viele Experten äußern sich skeptisch zu der angeblichen "Unbedarftheit" von Jugendlichen. Deren Kommunikationsgewohnheiten würden "Gucklöcher in ihre persönliche Welt reißen", meint Erdmann. So machten sie sich angreifbar für alle Arten von Mobbing.

Bewusst abschalten

Wie sollten Eltern mit derlei Risiken umgehen? Experten wie Lembke empfehlen Kommunikation mit dem Nachwuchs, ganz ohne Smartphone. Denn der ist oft auf der Suche nach Aufmerksamkeit, die er in Chat-Gruppen kaum geboten bekommt - eine Chance für Eltern, das Bewusstsein der Jugendlichen für die Problematik zu schärfen.

Professor Lembke hat sogar schon Ansätze einer Gegenbewegung ausgemacht. "Die Jugendlichen fühlen sich spätestens nach der 3000. WhatsApp-Nachricht irgendwann auch mal gesättigt", meint er. "Viele schalten daher ganz bewusst auch einfach mal ihr Smartphone ab."

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