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Aus alt mach neu: Wozu ausrangierte Smartphones noch taugen

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Aus alt mach neu  

Wozu ausrangierte Smartphones noch taugen

28.12.2017, 16:42 Uhr | dpa, t-online.de

Aus alt mach neu: Wozu ausrangierte Smartphones noch taugen. Ein Haufen kaputter Handys. (Quelle: dpa)

Zu gut für die Schublade, zu schade für den Müll: Die Zahl ausrangierter Handys und Tablets wird auch nach dem diesjährigen Weihnachtsfest wieder in die Höhe schnellen. (Quelle: dpa)

Ausgemusterte Smartphones können durchaus noch nützlich sein. Schließlich steckt in den Geräten immer noch ein leistungsfähiger Computer, der sich über Apps mit unzähligen Funktionen bestücken lässt.

Auch ein Smartphone, das wegen eines schnittigeren Modells ausrangiert wird, kann noch nützlich sein. Vom Babyfon bis zum Offline-Navigationsgerät: Hier ein paar Tipps, was sich aus den alten Geräten noch machen lässt: 

Überwachung und Sicherheit

Sicherheitsfreaks können teuren Alarmanlagen-Herstellern ein Schnippchen schlagen: Mithilfe von kostenlosen Apps wie "Manything" lassen sich Altgeräte zum Beispiel in leistungsfähige Überwachungssysteme umwandeln, die Bewegungen im Haus erkennen und dann den Besitzer alarmieren. Eine andere Möglichkeit zur Überwachung des Eigenheims ist die Anwendung "Überwachung Spion-Kamera", deren kostenlose Version bis zu 24 Stunden Videoaufnahmen bietet.

Aber Vorsicht: Mit einem veralteten Betriebssystem können die Handys selbst schnell zur Zielscheibe für Hackerangriffe werden. Alte Geräte, die nicht mehr mit regelmäßigen Sicherheits-Updates versorgt werden, sollte man besser nicht mehr mit dem Internet verbinden, sondern nur noch offline verwenden.  

Mit wenigen Klicks lässt sich das alte Smartphone ebenso problemlos zum Babyphone umfunktionieren. Apps wie "Baby Monitor" schlagen Alarm, wenn ein zuvor festgelegter Geräuschpegel überschritten wird und rufen dann eine bestimmte Telefonnummer an. Integriert ist auch eine Rückruf-Funktion, über die besorgte Eltern sogar direkt mit ihrem Nachwuchs kommunizieren können.

Smartphones als Beschäftigung für die Kleinen: Für längere Autofahrten eignen sich ausrangierte Smartphones und Tablets ausgezeichnet als Offline-Bordcomputer. (Quelle: dpa)Smartphones als Beschäftigung für die Kleinen: Für längere Autofahrten eignen sich ausrangierte Smartphones und Tablets ausgezeichnet als Offline-Bordcomputer. (Quelle: dpa)


Information und Unterhaltung

Bei der Morgentoilette kann das Altgerät als selbst gebastelter "Smart Mirror" an Termine erinnern und wichtige Nachrichten oder das Wetter anzeigen. Zusätzlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das ausgediente Handy als mp3-Player, Internetradio oder intelligente Fernbedienung zu nutzen. Mit einer geeigneten Vorrichtung lässt es sich sogar als kostspielige Luxusvariante eines digitalen Bilderrahmens an die Wand montieren.

Für längere Autofahrten eignen sich ausrangierte Smartphones und Tablets ausgezeichnet als Offline-Bordcomputer, auf denen Eltern vorab Spiele oder Filme für die ungeduldigen Kleinen auf der Rückbank herunterladen können. Alternativ können Altgeräte auch als Navigationssystem verwendet werden, das mithilfe von gespeicherten Karten den Weg weist.

Ermöglicht wird dies durch kostenlose Apps wie "HereWeGo", die Landkarten aus allen Ländern der Welt offline speichern und somit auch ohne Internetzugang zuverlässig durch die Welt navigieren. Fußgänger können das Handy stattdessen als Fitness-Tracker mit sich führen und jede ihrer Bewegungen aufzeichnen.

Und wer es doch nicht behalten möchte?

Wer trotz all dieser Möglichkeiten nicht von der Zweckentfremdung seines ausgedienten Smartphones überzeugt ist, kann es immer noch verkaufen - vorausgesetzt, es handelt sich dabei um ein funktionstüchtiges und unbeschadetes Gerät. Dabei sollten allerdings die starken Preisschwankungen beachtet werden, denen Handys und Tablets dem Vergleichsportal teltarif zufolge unterliegen. Die Bundesregierung rät in diesem Fall ausdrücklich dazu, die SIM- und Speicherkarte vor der Weitergabe aus dem Gerät zu entfernen und letztere zu bereinigen.

Defekte Geräte sollten im besten Fall an gemeinnützige Organisationen gespendet werden, die sich meist in Kooperation mit Mobilfunkanbietern um die Abholung und Sammlung der Geräte kümmern. Im Zweifel reicht aber auch ein Gang zum örtlichen Wertstoffhof.

Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa

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