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PC-Sicherheit  

Merkwürdige Datenströme

Wenn Modem oder Router ständig blinken, zeigen sie an, dass Daten fließen. Seltsam wird es dann, wenn Sie gerade gar nicht im Internet unterwegs sind. Auch der Task-Manager (zu erreichen über die Tastenkombination Strg-Alt-Entf) zeigt unter Netzwerk an, ob gerade Daten fließen.

Firewall überprüfen
Die Windows-Firewall warnt, wenn von außen unauthorisierte Daten eingehen. Datenströme, die den PC verlassen, zeigt die XP-Firewall hingegen nicht an. Firewalls externer Anbieter können das allerdings. Sie können in jeder Firewall jedem einzelnen Dienst den Datentransfer verbieten oder erlauben. So können Sie auch überprüfen, ob eine Anwendung unnötigerweise Daten "nach Hause" sendet, um Nutzerverhalten auszuspähen. Ungünstig ist nur, wenn Sie den gesamten Datenverkehr in Ihrer Firewall bereits weitreichend genehmigt haben. Dann hilft nur, in der Konfiguration der Firewall die genehmigten Dienste wieder zu löschen.

Aktivitäten im Heimnetz?
Die Datenströme sind grundsätzlich kein Grund zur Sorge. Es gibt Dienste, die berechtigter Weise selbsttätig Datenströme verursachen, etwa die automatischen Updates von Windows. Das ist ein gutes Zeichen. Darüber hinaus gibt es weitere Programme, die eigenständig Updates herunterladen. Auch das ist sinnvoll, weil so auch diese aktuell gehalten werden. Sie müssen auf neuestem Stand sein, weil immer mehr Angriffe nicht mehr über das Betriebssystem ausgeführt werden, sondern über PDF-Reader, Multimedia-Programme oder ähnliches. Auch freigegebene Ordner können die Urasche für den Datenverkehr sein. Greift gerade ein Familienmitglied aus dem Heimnetzwerk auf Ihre Daten zu oder druckt jemand etwas über den Drucker an Ihrem PC aus?

Prüfwerkzeug
Das Programm zeigt sämtliche Dienste, die Datenströme verursachen. Mit der Tastenkombination Strg-F6 blenden die Windows-Dienste aus. Angezeigt werden dann weitere offene Internet-Programme wie das Mail-Programm oder den Internet-Browser. Wenn darüber hinaus weitere Prozesse angezeigt werden, ist Misstrauen erste Pflicht. Unter "Remote Address" sehen Sie die verbundenen IP-Adressen. Der Webdienst http://network-tools.com zeigt an, wer der Verursacher ist.

Für Experten gibt es zusätzlich die Sysinternals-Suite. Sie ist eine Wundertüte voller nützlicher kleiner Systemwerkzeuge. Das darin enthaltene Tool TCPView (auch einzeln erhältlich) zeigt genau an, welches Bit wohin geht oder kommt.

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