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Die besten Spiele-PC im Vergleichstest

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Vergleichstest: Spiele-PC  

Die besten Spiele-PC

30.06.2009, 15:21 Uhr | pcwelt.de, PC-Welt

Die besten Spiele-PC im Vergleichstest. Die besten Spiele-PC im Test (Foto: pcwelt)

Die besten Spiele-PC im Test (Foto: pcwelt)

Die aktuelle Generation der Spiele-PC kennzeichnet brachiale Rechenleistung. Besondere Wertschätzung erfährt dabei die Grafiklösung. Wer ganz oben mitspielen will, muss mindestens zwei schnelle Grafikkarten verbauen. Zum guten Ton unter den Gaming-PC gehört auch eine Quad-Core-CPU des aktuellen Jahrgangs mit möglichst hoher Taktrate. Spiele-PC mit popeligen vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 32-Bit-Windows ernten nur ein spöttisches Lächeln von der Konkurrenz. Dass die Kraftmeier dabei einen unstillbaren Stromhunger an den Tag legen, versteht sich von selbst. Und zu den Leisetretern gehören die bulligen Spiele-PC auch nicht gerade.

Ausstattung der Spiele-PC

CPU
Im zehnköpfigen Testfeld der Spiele-PC dominiert Intels Core i7, der mit Hilfe einer speziellen Technik seine vier physikalischen Rechenkerne auf acht virtuelle verdoppeln kann. Bei fast allen Spielen bringt das aber keine Vorteile, da viele Titel noch nicht einmal vier CPU-Kerne auslasten können. Nur eine Hand voll Spiele wie GTA4 profitieren vom Core i7. Intels virtueller Octa-Core spielt dafür bei Profi-Programmen wie etwa Rendering-Software sein volles Potential aus. Im unteren Preissegment tummelt sich AMDs Vierkern-Prozessor Phenom II. Als einziger Vertreter mit Dual-Core-CPU landet der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Grafik
Die Grafik-Boliden des Testfeldes sind für ernsthafte PC-Gamer interessant, die auf 24- oder 26-Zoll-TFT-Monitoren unter einer physikalischen Auflösung von maximal 1920 x 1200 Bildpunkten mit bestmöglicher Bildqualität spielen wollen. Spitzenreiter bei der 3D-Leistung ist ein Spiele-PC, der mit zwei Doppeldecker-Karten insgesamt über vier Grafik-Prozessoren verfügt. Dabei greift jeder Grafikchip auf ein Gigabyte GDDR5-Grafikspeicher zurück. Technisch noch nicht ausgereift sind die drei parallel geschalteten Geforce-GTX-285-Grafikkarten eines weiteren Gaming-Rechners – im Triple-SLI-Modus liefen die 3D-Benchmarks nicht komplett durch oder stürzten gleich ganz ab. Grund: Durch die enge Nachbarschaft erhitzen sich die drei Grafikkarten unter voller Auslastung so stark, dass die eingebaute Kühlung die entstehende Abwärme nicht ausreichend abführen kann. Zuverlässig funktionierte hingegen das Zweiergespann des gleichen Kartentyps im grell-bunten Spiele-PC von Acer, das in den 3D-Tests besser abschnitt als das Trio.

Der Rest der Spiele-PC setzt nur eine Grafikkarte ein. Für Spieler mit 22-Zoll-TFTs – physikalische Auflösung bis 1680 x 1050 Bildpunkte – noch uneingeschränkt empfehlenswert sind dabei nur die beiden Gaming-PC mit einer Grafikkarte auf Basis des Nvidia-Chips Geforce GTX 285 sowie Geforce GTX 295. Wer sich hingegen für einen Spiele-PC mit einer Grafikkarte auf Basis des ATI-Chips Radeon HD 4870 und Radeon HD 4850 entscheidet, muss bei Hardware-hungrigen Spielen Abstriche bei der Bildqualität in Kauf nehmen oder die Auflösung herunterregeln.

Arbeitsspeicher
Ein Spiele-PC sollte mindestens über vier Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen. Überragender Speichergigant ist mit 12 GB der Gaming-PC G7710 Predator Conqueror von Acer. Die restlichen Spiele-PC im Test sind mit 4 bis 6 GB noch ausreichend bis gut bestückt. Mit 3 GB definitiv zu wenig stecken im Medion Erazer X7312 D. Und der Spiele-PC von Hardware4u kann mit 2 GB nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten.

Festplatte
Die Speicherkapazität des Testfeldes reicht von mickrigen 300 GB bis üppigen 2,3 Terabyte. Der Trend geht dabei klar zum Festplatten-Verbund, der meist im schnellen Raid-0-Modus konfiguriert ist. Falls Sie einen Spiele-PC mit einem Raid-0-Verbund erwerben, sollten Sie wichtige Daten regelmäßig auf einer externen Festplatte sichern. Bereits wenn eine Festplatte des Verbundes ausfällt, sind alle Daten futsch.

Optische Laufwerke
Der Spiele-PC von Acer hat als einziger Testteilnehmer einen Blu-ray-Brenner an Bord. Ein Kombilaufwerk, das Blu-ray und HD-DVD lesen sowie DVDs brennen kann, haben zumindest noch zwei weitere Gaming-PC. Der Rest des Testfeldes begnügt sich mit einem DVD-Brenner. Praktisch: Jeder zweite Spiele-PC bringt noch ein zusätzliches Laufwerk mit – das erleichtert 1:1-Kopien von optischen Datenträgern.

Sound
Bei Spiele-PC herrscht die Unsitte, dass die meisten Hersteller auf Onboard-Soundchips setzen, anstatt eine vollwertige Soundkarte einzubauen – im Idealfall auf Basis des Creative Soundblaster X-Fi. Achten Sie aber auch auf die Schnittstellen der Audio-Lösung. Genügend analoge Ausgänge für Ihr Raumklang-Boxensystem, ein digitaler Ausgang sind Pflicht. Dazu gehört auch eine Mikrofon- und Kopfhörerbuchse auf der Gehäusevorderseite – falls Sie beim Spielen ein Headset nutzen.

Betriebssystem
Sechs der zehn Spiele-PC haben bereits ein 64-Bit-Windows vorinstalliert. Bei Ultraforce müssen Sie das Betriebssystem zusätzlich erwerben. Die Kosten beim Händler belaufen sich für Windows Vista Home Premium 64-Bit auf 99 Euro. Der Spitzenreiter beim Betriebssystem ist der Spiele-PC von Wortmann, der mit Windows Vista Ultimate 64-Bit kommt.

Zubehör
Wortmann und Acer verzichten als einzige Anbieter auf eine Standard-Tastatur und spendieren dafür das Logitech G11 Illuminated Keyboard, Acer legt anstelle einer Standard-Maus zusätzlich noch die Logitech G5 Laser-Maus bei. Arlt und Hardware4u bauen als einzige eine Lüftersteuerung über Regler in das Gehäuse, im letzteren Fall sogar mit einem Display, dass die Umdrehungszahl der Lüfter anzeigt.

Design der Spiele-PC

Einige der Hersteller überbieten sich mit exzentrischen Gehäuse-Designs, ganz besonders stechen hier die Spiele-PC von Ultraforce und Acer hervor. Ultraforce hat die rückseitigen Anschlüsse auf die PC-Oberseite verlegt, Acer lässt sein Gehäuse wie eine PKW-Karosserie erstrahlen. Das Gehäuse des Wortmann-PC hat als einziger Testteilnehmer 4 stabile Tragegriffe für einen mühelosen Transport zur LAN-Party.

Spiele-PC sind Stromfresser

Einen echten Energiesparer unter den Spiele-PC gibt es aufgrund der Ausstattung und teils überragenden Rechenleistung nicht. Dafür haben wir beim Stromverbrauch der Gaming-PC neue Rekordwerte unter Volllast gemessen: Sieben von zehn Spiele-PC verbrauchten in der Spitze über 300 Watt. Absoluter Stromfresser unter den Spiele-PC ist der Ultraforce-PC mit 835 Watt unter Volllast.

Die Spiele-PC sind aufgrund der teils enormen Hitzeentwicklung, die zahlreiche Lüftern aus dem Gehäuse blasen müssen, meist sehr laut. Trotz geräuschvoller 30,9 dB(A) unter Last errang das Modell von Hardware4u die Trophäe des leisesten Spiele-PC im Testfeld. Mit über 40 dB(A) waren die Rechner von Acer, Arlt und Ultraforce übermäßig laut.

Service & Dokumentation

Atelco und Ultraforce laufen der Konkurrenz in punkto Garantie weit davon und bieten auf alle PC 5 Jahre Garantie – das ist lobenswert. Medion offeriert seinen Spiele-PC mit immerhin noch 3 Jahre Garantie, alle anderen PC-Hersteller haben nur die übliche zweijährige Gewährleistung im Angebot. In der Regel legen die Händler ihren Spiele-PC die Handbücher der Einzelkomponenten bei. Lediglich Wortmann und Atelco machen sich die Mühe und erstellen ein ausführliches Systemhandbuch mit Erklärung aller Komponenten und Anschlüsse.

Testsieger & Tempo-Tipp: Ultraforce X920 - ATI HD4870 X2 Xfire

Grafikleistung satt bietet der Ultraforce-Rechner mit seinen beiden Sapphire-Karten ATI Radeon HD 4870 X2. Sie sind im Crossfire-Verbund zusammen geschalteten und bündeln so die Rechenkraft von vier Grafikchips mit insgesamt vier Gigabyte GDDR5-Grafikspeicher. Kehrseite der Medaille: Der Rekordverbrauch des Spiele-PC von maximal 835 Watt sowie der infernalische Lärmpegel von bis zu 4,2 Sone.

Preistipp: Atelco 4gamez! AMD Phenom II X4 940

Für knapp 1000 Euro bietet der Spiele-PC von Atelco eine umsichtig gewählte CPU-Grafikkarten-Kombination, bestehend aus dem 3-GHz-Vierkerner AMD Phenom II X4 940 und der ATI Radeon HD 4870 mit einem Gigabyte GDDR5-Grafikspeicher. Das reicht dem Spiele-PC für eine flüssige Bildwiederholrate bis zur 1600er-Auflösung.

Design-Tipp: Acer Aspire G7710 Predator Conqueror

Der Acer Aspire G7710 Predator Conqueror besticht nicht nur durch sein schickes Design, sondern glänzt auch mit inneren Werten: Intel Core i7 Extreme 965, zwei Nvidia Geforce GTX 285 im SLI-Verbund, 12 GB Arbeitsspeicher, 2,3 Terabyte Festplattenkapazität und eine üppige Schnittstellen-Ausstattung lassen keine Wünsche offen. Doch der Luxus hat seinen Preis: 4000 Euro kostet der Spiele-PC.

Fazit

Wie der Preis-Tipp unter den Spiele-PC – der Atelco 4gamez! AMD Phenom II X4 940 – zeigt, müssen Sie für einen brauchbaren Gaming-PC nicht mehr als tausend Euro auf den Tisch blättern. Uneingeschränkt Spiele-tauglich sind Spiele-PC in dieser Preisklasse aber nicht: Bei aktuellen DirectX-10-Spielen müssen Sie bereits mit einem 22-Zoll-Display in der höchsten Auflösung und bei maximaler Qualitätseinstellung mit Einbrüchen bei der Bildrate rechnen. Um dies zu vermeiden, können Sie entweder die Auflösung oder die Qualitätseinstellung um eine Stufe reduzieren, um ein ruckelfreies Spiele-Erlebnis zu gewährleisten.

Für uneingeschränktes Spielvergnügen müssen Sie Ihrem 22-Zoll-Monitor schon einen Gaming-PC mit einer Grafikkarte auf Basis des Nvidia Geforce GTX 285 sowie GTX 295 oder ATI Radeon HD 4890 zur Seite stellen. Das erlaubt ruckelfreies Spielen mit einer Auflösung von bis zu 1680 x 1050 Bildpunkte bei meist sehr hohen 3D-Qualitätseinstellungen.

Wollen Sie zum Spielen ein 24- oder gar 26-Zoll-TFTs einsetzen, raten wir gleich zu einem Grafikkarten-Verbund. Damit können Sie unter einer physikalischen Auflösung von maximal 1920 x 1200 Bildpunkten meist in bestmöglicher Bildqualität spielen. Allerdings müssen Sie dann auch zwei Probleme in Kauf nehmen, die bei parallel geschalteten Grafikkarten auftreten können: Mikroruckler und fehlende Treiber-Unterstützung bei brandneuen Spielen. Wie die Tests der Gaming-PC gezeigt haben, sind die Techniken für Grafikkarten-Verbunde ATI Crossfire und Nvidia SLI mit zwei Grafikkarten schon ausgereift und funktionieren in der Regel recht gut. Spiele-PC, die drei Grafikkarten parallel schalten, arbeiten hingegen meist nicht so reibungslos.

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