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Versteckte Sparfallen: So werden wir hinters Licht geführt

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Versteckte Sparfallen: So werden wir hinters Licht geführt

06.10.2010, 14:15 Uhr | t-online.de

Seien Sie daher vor allem bei Produkten vorsichtig, bei denen der Großhändler Einfluss auf die Ausstattungsmerkmale hat – etwa im Fall von Komplett-PC oder Notebooks. Ob die Zusammenstellung für den Verbraucher wirklich sinnvoll ist, bleibt Nebensache – die Preisgestaltung der Kaufleute ist entscheidend. So landen in den Spezialanfertigungen der Großmärkte schon mal veraltete Technik oder minderwertige Bauteile, um den Preis unter einer vordefinierten Schwelle zu halten. Weil es noch immer vor allem Gigahertz und Gigabyte sind, mit denen sich Computer verkaufen lassen, wird an derart offensichtlichen Merkmalen nicht gespart. Der Teufel steckt im Detail und ist auch für Experten im Laden schwer zu erkennen. Typische Sparfallen bei Komplett-PC sind schwachbrüstige Netzteile oder billige Lüfter. Folge: Der PC stürzt häufiger ab oder gibt vorzeitig den Geist auf. Auch die Aufrüstoptionen, eigentlich eine Stärke der Desktop-Computer gegenüber den Notebooks, werden gerne beschnitten. Kein Platz für ein weiteres Speichermodul, eine zusätzliche Steckkarte oder eine zweite Festplatte – damit müssen Käufer knapp kalkulierter Computer rechnen.

Händler und Hersteller vereint

Fairerweise muss man also sagen: In vielen Fällen tragen die Hersteller der Geräte eine gehörige Portion Mitverantwortung. Mit undurchsichtigen und kaum nachvollziehbaren Angaben zur Leistung geben sie Händlern erst das Futter für die Kundenverwirrung. Beispiel Kontrastverhältnis bei Bildschirmen: Vor Jahren war ein Wert von 500 bis 1000 zu 1 üblich. Heute dürfen wir über Werte im Millionenbereich staunen. Ein Quantensprung in der Bildschirmtechnik? Nein, geändert hat sich einfach nur die Berechnungsgrundlage. Die heute angepriesenen dynamischen Kontrastwerte basieren auf derart irrealen Annahmen, dass sie als Qualitätsmerkmal nicht mehr taugen. Auch zeigen sich viele Hersteller sehr kreativ darin, immer neue Pseudo-Features mit wohlklingendem Namen hervorzubringen. Seriöse Händler wissen das und rücken solchen Marketing-Unsinn nicht zu sehr in den Vordergrund.

Preisvergleich bewahrt vor Reinfall

Was also tun? Nie wieder beim Discounter kaufen und nur noch zum Fachhändler? So radikal muss die Konsequenz nicht ausfallen. Zum einen stehen auch Fachhändler unter Umsatzdruck und sind nicht vor allen Versuchungen gefeit, den Geldbeutel ihrer Kunden mehr zu erleichtern als nötig. Wer zudem einkalkuliert, dass er von Elektronikmärkten oder Online-Shops keine umfassende Beratung zu erwarten hat, kann sich darauf einstellen. Optimal ist es natürlich, sich selbst über Testberichte unabhängiger Fachmagazine auf dem Laufenden zu halten. Eine große Auswahl von Testberichten unter andere zu Notebooks, Digitalkameras und Druckern finden Sie online im Digital-Portal oder als PDF-Download im Computer Insider. Da dies aber nicht jedermanns Sache ist, sollten Sie sich zumindest vor dem Kauf von einem versierten Bekannten beraten lassen. Preisvergleichsdienste wie bei t-online.de Einkaufswelt, die die Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum darstellen, helfen, Auslaufmodelle zu entlarven. Der niedrigste Internetpreis taugt allerdings oft nicht als Maßstab. Bedenken Sie, dass bei manchen Online-Shops hohe Versandkosten und lange Lieferzeiten die vermeintlichen Schnäppchen wieder relativieren.

Wissen, was man will

In jedem Fall empfiehlt es sich, vor dem Kauf möglichst genau die eigenen Ansprüche zu definieren: Braucht das Notebook eher einen schnellen oder einen energiesparenden Prozessor? Soll der Drucker vorwiegend gute Farbfotos oder eher gestochen scharfe Texte ausspucken? Ein guter Händler erfragt die individuellen Bedürfnisse seines Kunden und sucht erst dann das passende Angebot heraus. Wo immer Ihnen allzu schnell wahre Alleskönner zum unschlagbaren Preis versprochen werden, sollten Sie misstrauisch sein. Erkundigen Sie sich nach allen Eigenschaften eines Produkts und sprechen Sie den Verkäufer gezielt auf mögliche Schwächen an. Manchmal lässt sich hier eine Überraschung erleben: Auch in auf maximalen Profit orientierten Elektronikmärkten finden sich immer wieder kompetente Verkäufer, die ihren Beratungsauftrag ernst nehmen.

Sind wir selbst schuld?

Brauchen wir schärfere Verbraucherschutzgesetze? Oder sind wir etwa selbst schuld, weil wir alle nur noch auf die Preise schauen, zum Discounter rennen und den Fachhandel links liegen lassen? Was ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit – hier direkt über die Kommentarfunktion unterhalb dieses Beitrags oder im Computer-Forum.

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