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Intel tauscht Cougar Point-Chipsatz mit Konstruktionsfehler aus

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Intel tauscht Chip mit Konstruktionsfehler aus

01.02.2011, 08:49 Uhr | Andreas Lerg

Intel tauscht Cougar Point-Chipsatz mit Konstruktionsfehler aus. Info-Grafik zum neuen "Sandy Bridge"-Chipsatz von Intel. (Grafik: Intel)

Schwerer Hardware-Fehler bei Intels "Cougar Point"-Chipsätzen mit "Sandy Bridge"-CPU. (Grafik: Intel)

Intel musste die Produktion und den Verkauf seines neuen Mainboard-Chipsatzes vorübergehend stoppen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde in dem Chipsatz der 6er-Serie ein schwerer Hardware-Fehler gefunden. Der Chipsatz steckt in Computern mit der neuesten Generation der Core-i5- oder Core-i7-Quadcore-Prozessoren. Wer einen entsprechend ausgestatteten PC gekauft hat, solle sich an den Händler oder direkt an Intel wenden.

Betroffen von dem Fehler ist laut Intel die neue 6er-Serie der Mainboard-Chipsätze, der in verschiedenen Varianten ausgeliefert wurde. In den technischen Datenblättern werden die Chipsatz-Versionen auch unter den Bezeichnungen H67, P67, HM67 und HM 65 geführt. Das Unternehmen hat die Produktion des Chipsatzes zunächst gestoppt. Das fehlerhafte Bauteil steuert den Datenverkehr von Laufwerken wie Festplatten, DVD-Laufwerken und anderen über die Serial-ATA-Schnittstelle (SATA) angeschlossene Geräte. Der Konstruktionsfehler kann langfristig zu deutlichen Leistungseinbußen oder Störungen führen. Die Produktion einer fehlerfreien Version hat mittlerweile begonnen.

Nur neueste Computer betroffen

Intels 6er-Chipsatz-Serie wurde speziell für die neueste Generation von Core i-Prozessoren ("Sandy Bridge") entwickelt, zu erkennen an der 2000-er-Nummer in der Produktbezeichnung. Deshalb dürfte die Zahl der Geräte, die von den fehlerhaften Chips betroffen sind, noch überschaubar sein. Intel selbst teilt auf seiner Internetseite mit, dass nur solche Systeme betroffen sind, die seit dem 9. Januar mit Core- i5- und Core-i7-Quad-Core-Prozessoren und einem Chipsatz der 6er-Serie ausgeliefert wurden.

Modifikation oder kompletter Umtausch

Dennoch muss Intel jetzt mit den Computer-Herstellern für die bereits produzierten und verkauften Geräte eine Art Rückrufaktion organisieren. Dabei soll das Motherboard entweder modifiziert oder vollständig ausgetauscht werden. Kunden, die vermuten, dass ihr Computer betroffen ist, sollen sich laut Intel an den Händler oder direkt an Intel wenden.

Image-Schaden schlimmer als finanzieller Verlust

Obwohl Intel die Kosten der Aktion auf 700 Millionen Dollar beziffert und mit 300 Millionen Dollar Umsatzeinbußen rechnet, ist der finanzielle Schaden wenig dramatisch. Schließlich rechnet Intel allein für das erste Quartal 2011 mit einem Umsatz von 11,7 Milliarden Dollar. Schlimmer könnte der Image-Schaden sein. Schließlich sollten Qualitätssicherungsmaßnahmen dafür sorgen, dass die neuen Chips und Prozessoren fehlerfrei sein.

Sind Sie betroffen? Freeware erkennt Chipsatz

Wer sich nicht sicher ist, ob sein PC-System betroffen ist, sollte zunächst einen Blick ins Handbuch unter "Technische Daten" werfen. Alternativ kann die aktuelle Version 1.56 des kostenlosen Programms CPU-Z helfen. Das Tool gibt detaillierte Informationen über Hautprozessor und Mainboard aus.

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