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"MacGyver"-Akku aus Altmetall und Waschmittel

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Billige Stromtanks  

"MacGyver"-Akku aus Altmetall und Waschmittel

08.11.2016, 09:33 Uhr | t-online.de

"MacGyver"-Akku aus Altmetall und Waschmittel. Stark und leicht herzustellen: Der Prototyp eines Akkus aus Altmetall und einer Waschmittellösung. (Quelle: Daniel Dubois, Vanderbilt University)

Stark und leicht herzustellen: Der Prototyp eines Akkus aus Altmetall und einer Waschmittellösung. (Quelle: Daniel Dubois, Vanderbilt University)

Auf dem Schrottplatz schlummert ungenutzte Energie. US-Forscher zeigen, dass Akkus auch mit der "MacGyver- Methode" aus ordinären Altstoffen hergestellt werden können. Ihr Trick: Altmetall und Waschpulver.

Mit dem Titel "Wie man Hochleistungsbatterien aus Schrottplatzteilen macht" stellt die Vanderbilt University in Tennessee eine Technik vor, mit der sich abseits großer Fabriken und mit wenig Knowhow Akkus herstellen lassen. Als billiger Stromspeicher könnte der Abfall-Akku in künftige, auf regenerativen Energieträgern basierenden Stromnetzen eine zentrale Rolle übernehmen.

2000 Jahre alte Technik

Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach. Professor Cary L. Pint und sein Team haben Alteisen und Messing gesammelt, es chemisch anodisiert und mit einem Elektrolyt aus Wasser und einer Waschmittellösung in einen Akku verwandelt.

Vorbild für den Energiespender ist die sogenannte "Baghdad-Batterie", die bereits vor 2000 Jahren gebaut wurde und von manchen als ältester Akku der Welt betrachtet wird. Diese Auffassung teilen die Vanderbilt-Wissenschaftler nicht unbedingt. Die einfache Bauart mit einem elektrolytgefüllten Keramikbehälter mit Eisen- und Kupferteilen darin habe trotzdem als Ideengeber für den Altstoff-Akku gedient, heißt es in ihrem Bericht.

Autobatterie mit Superkondensatoren

In Sachen Leistungsfähigkeit kommt die neue Akku-Technik an Autobatterien heran. Das Laden und Entladen geht aber bei Bedarf wesentlich schneller vonstatten. Hier können sie sich mit Superkondensatoren messen, erklären die Forscher. Das Elektrolyt auf Wasserbasis ist außerdem nicht brennbar.

Erste Test mit den Altstoff-Akkus ergaben, dass sie nach 5000 Ladezyklen immer noch 90 Prozent ihrer Anfangskapazität aufweisen. Zum Vergleich: Herkömmliche Lithiumionen-Akkus steht bereits nach 1000 Zyklen nur noch 80 Prozent der Kapazität zur Verfügung. Die Ergebnisse ihrer Studie wurde in der Oktober-Ausgabe des ACS Energy Letters veröffentlicht.

Noch gibt es vom Abfall-Akku nur einen Prototyp für Forschungszwecke. Doch die Wissenschaftler denken bereits an zukünftige Einsatzzwecke. Für Häuser beispielsweise könnten die Stromspeicher tagsüber gesammelte Solarenergie in die Nachtstunden retten. Als nächstes wollen die Forscher einen Prototypen bauen der sich für den Einsatz im Smarthome eignet.

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