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Handy-Lexikon: Übertragungsarten

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Handy-Lexikon: Übertragungsarten

Themen der Kategorie Übertragungsarten:


Bluetooth

EDGE

GPRS

GSM

HSDPA

HSPA+

HSUPA

IrDA

LTE

Roaming

Synchronisation

UMTS

USB / Mini-USB

W-LAN

Wi-Fi

WiMax



Bluetooth

Bluetooth ist ein Funkstandard zur drahtlosen Übertragung von Daten zwischen (meist mobilen) Endgeräten. Dabei kann es sich um Computer oder Handys, aber auch um Blutdruckmessgeräte oder Digitalkameras handeln. Der große Vorteil von Bluetooth ist seine große Verbreitung. Die meisten Mobiltelefone und Notebooks, die heutzutage verkauft werden, sind mit einem Bluetooth-Sender ausgestattet. Der Vorteil gegenüber der Datenübertragung per Infrarot besteht darin, dass zwischen den Geräten kein Sichtkontakt herrschen muss. Der Nachteil von Bluetooth ist die geringe Abhörsicherheit. So stellt eine nicht gesicherte Bluetooth-Schnittstelle ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar. Experten empfehlen daher, die Bluetooth-Schnittstelle nur zu aktivieren, wenn sie gerade für eine Datenübertragung genutzt werden soll. Dies gilt besonders für Handys bzw. Geräte, auf denen sich wichtige oder vertrauliche Informationen befinden. Darüber hinaus sollte die Bluetooth-Schnittstelle durch eine ausreichend lange PIN-Nummer (mindestens 8 Stellen) geschützt werden.

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EDGE

Die Abkürzung EDGE steht für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“. Dabei handelt es sich um ein Übertragungsverfahren, das auf dem herkömmlichen GSM-Netz basiert. Dank einer anderen Datenverschlüsselung kann mit dem EDGE-Standard ein Vielfaches der herkömmlichen GSM-Übertragungsrate erreicht werden. Üblich sind derzeit Raten zwischen 150 und 200 kbit/s. Damit ist der EDGE-Standard deutlich langsamer als UMTS. Der Vorteil liegt jedoch darin, dass die Anbieter weitgehend auf die bestehende Mobilfunk-Infrastruktur zurückgreifen können, um EDGE anzubieten. Die meisten Handys, die heute auf den Markt kommen, unterstützen EDGE.

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GPRS

GPRS ist die Kurzform von „General Packet Radio Service“. Es handelt sich dabei um eine Technologie zur Datenübertragung zwischen Mobilfunkanbieter und Handy. Technisch setzt GPRS auf das normale GSM-Netz. Zur Übertragung werden die Daten in kleine Pakete zerstückelt. Daher ist keine dauerhafte Verbindung zwischen dem Handy und dem Mobilfunknetz nötig. Dadurch können mehr Nutzer gleichzeitig Daten übertragen. Dieser Vorteil machte GPRS bei den Mobilfunkanbietern sehr beliebt. Die Technologie wird vor allem zur Übertragung von WAP-Seiten, MMS oder Push-to-talk genutzt. Der hohen Netzabdeckung und den niedrigen Kosten steht allerdings eine – zumindest im Vergleich zu EDGE oder UMTS – relativ geringe Übertragungsgeschwindigkeit (bis zu 20 kbit/s) gegenüber.

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GSM

Bei GSM handelt es sich um den weltweit am weitesten verbreiteten Mobilfunkstandard. Die Abkürzung stand früher für "Groupe Spécial Mobile" – ursprünglich der Name eine Arbeitsgruppe bei der Europäische Konferenz der Post- und Fernmeldeverwaltungen. Heute ist als Langform "Global System for Mobile Communications gebräuchlicher. GSM wurde 1992 als Nachfolger zu den analogen A-, B- und C- Netzen der zweiten Generation (2G) eingeführt. Als erster volldigitaler Netzstandard stand bei der Einführung von GSM vor allem eine Kompatibilität zu ISDN und den analogen Telefonnetzen im Vordergrund. Ziel war es, einen europaweit einheitlichen Standard für mobiles Telefonieren zu schaffen. Die Funkübertragung findet dabei üblicherweise in einem von vier Frequenzspektren statt: 850 MHz, 900 MHz, 1800 MHz und 19000 MHz. Dabei werden in Europa vor allem die Frequenzbänder 900 MHz und 1800 MHz verwenden, in den USA dagegen nur 850 MHz und 1900 MHz. Dadurch können nicht alle Handys in beiden Netzen eingesetzt werden. Geräte mit Quadband-Technologie unterstützen jedoch alle Modi und ermöglichen so das Telefonieren in den meisten GSM-Netzen weltweit.
Da der GSM-Standard nur eine Datenübertragungsrate von 9,6 kbit/s bzw. 14,4 kbit/s ermöglicht, wurden zwischenzeitlich einige Modifikationen entwickelt. So erlaubt etwa HSCSD durch die Bündelung mehrere Kanäle eine Datenübertragungsrate von bis zu 115,2 kbit/s. GPRS ermöglicht durch die Bündelung von Daten in einzelne Pakete eine Übertragungsrate von bis zu 171,2 kbit/s. Die neueste Erweiterung namens EDGE ermöglicht durch verbesserte Modulationsverfahren eine Übertragungsrate von bis zu 384 kbit/s. Voraussetzung für die Nutzung dieser „Datenturbos“ ist jedoch ein kompatibles Mobiltelefon.
Seit dem Frühjahr 2008 ist EDGE flächendeckend im Netz von T-Mobile verfügbar. Andere Provider haben angekündigt, in dieser Hinsicht nachziehen zu wollen. Bei EDGE Evolution sollen sogar Datenübertragungsraten von bis zu 1 Mbit/s möglich werden. Dieser Standard ist jedoch noch nicht eingeführt.

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HSDPA

Bei HSDPA handelt es sich um eine Modifikation des UMTS-Standards, um noch höhere Datenübertragungsraten zu erreichen. Die Abkürzung HSDPA steht dabei für „High Speed Downlink Packet Access“. Durch eine effizientere Verteilung der Datenlast und verbesserte Modulationsverfahren sind Übertragungsraten von bis zu 7,2 MBit/s möglich. Das entspricht in etwa der Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses. Theoretisch wäre sogar die doppelte Übertragungsrate möglich. Gemeinsam mit HSUPA wird HSDPA als HSPA zusammengefasst.

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HSPA+

Bei HSPA+ handelt es sich um eine Weiterentwicklung des HSDPA- und des HSUPA-Standards. Durch weitere Optimierung der Technologie soll eine Downloadrate von 28-84 MBit/s möglich werden.

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HSUPA

Genau wie HSDPA bezeichnet auch HSUPA eine Modifikation des UMTS-Standards, um höhere Datenübertragungsraten zu erreichen. Während HSDPA sich jedoch auf den Download von Daten bezieht, bezeichnet HSUPA die Datenübertragung vom Handy zum Mobilfunkanbieter. Die Abkürzung HSUPA steht dabei für „High Speed Uplink Packet Access“. Durch diese Technik können Datenübertragungsraten von bis zu 5,8 Mbit/s erreicht werden. In Deutschland werden derzeit bis zu 1,45 MBit/s zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit HSDPA wird HSUPA als HSPA zusammengefasst.

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IrDA

Bei IrDA handelt es sich um einen Standard zur Übertragung von Daten mit Hilfe von Infrarot. Die Abkürzung IrDA steht für „Infrared Data Association“. Genau wie Bluetooth wird auch diese Technik vor allem zur Übertragung zwischen einzelnen Endgeräten wie etwa Handys, PDA und Notebooks genutzt. Der Vorteil liegt im geringen Energieverbrauch und in der hohen Abhörsicherheit. Der Hauptgrund dafür liegt jedoch auch in der geringen Reichweite der Infrarottechnik. Diese beträgt in etwa einen Meter. Zudem muss zwischen beiden Geräte Sichtkontakt herrschen, ähnlich wie bei einer Fernbedienung. Ein weiterer Nachteil von IrDA ist die im Vergleich zu Bluetooth geringere Datenübertragungsrate. Heute setzen die meisten mobilen Endgeräte daher auch auf Bluetooth. Nur in einigen Smartphones und PDAs wird noch eine IrDA-Schnittstelle angeboten.

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LTE

Die Abkürzung LTE steht für Long Term Evolution. Dieser Mobilfunkstandard wird auch als 4G bezeichnet, da er als Nachfolger von UMTS (3G) gilt. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung von LTE war eine noch höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit. Theoretisch sollen mit dieser Technik Downloadgeschwindigkeiten von 300 MBit/s und Uploadgeschwindigkeiten von bis zu 75 MBit/s möglich sein. Für den Verbraucher werden diese Raten jedoch wahrscheinlich nur in gedrosselter Geschwindigkeit verfügbar sein. In Deutschland liefen bereits 2008 erste Praxistests mit LTE. Die Einführung auf dem Markt ist hierzulande für 2010 geplant. Das weltweit erste Netz mit diesem neuen Standard wird voraussichtlich NTT Docomo anbieten. Der japanische Mobilfunkprovider startete bereits das erste Handynetz im UMTS-Standard.

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Roaming

Beim so genannten Roaming handelt es sich um einen Vorgang, der das Telefonieren im Ausland – außerhalb der Reichweite des eigenen Mobilfunkanbieters – ermöglicht. Voraussetzung ist meist eine Vereinbarung des eigenen Providers mit einem Provider in dem Land, in dem man sich befindet. Durch das Roaming entstehen in der Regel zusätzliche Kosten, auch für angenommene Gespräche. Der Grund hierfür ist, dass man auch für die Datenübertragung vom Heimatland zum eigenen Handy im Ausland bezahlen muss. Im Inland ist die Übertragung vom Provider zum Handy dagegen kostenlos.
Innerhalb der EU sind die Roaminggebühren gesetzlich geregelt. Derzeit darf ein Telefongespräch innerhalb der EU höchstens 46 Cent kosten, ein eingehendes Telefongespräch darf höchstens 22 Cent kosten. Ab dem 01. Juli 2009 werden auch die Gebühren für SMS per Verordnung auf höchstens 11 Cent begrenzt.
Außerhalb der EU existieren keinerlei Vorschriften für die Provider. Das kann teilweise zu sehr hohen Kosten führen. Mehr Informationen zu diesem Thema und wie Sie Roaming-Kosten reduzieren können erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema Roaming.

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Synchronisation

Unter „Synchronisation“ versteht man einen Datenabgleich zwischen einem mobilen Endgerät (wie etwa Handys, PDAs, Handys oder Smartphones) mit einem Computer oder einem Netzwerk. Dabei werden beispielsweise Kontaktdaten, Termine oder E-Mails übertragen. Die Synchronisation kann dabei über das herkömmliche Mobilfunknetz, ein Datenkabel, Bluetooth, Infrarot oder eine Speicherkarte erfolgen. Neben dem Aktualisieren von Terminen ist dieser Vorgang auch wichtig, um Daten zu sichern. Mehr Informationen zum Thema „Synchronisation“ erhalten Sie in unserem Special zum Thema „Daten sichern“.

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UMTS

UMTS ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G). Die Abkürzung steht für „Universal Mobile Telecommunications System“. Als Nachfolger des GSM-Standards zeichnet sich UMTS vor allem durch seine höhere Datenübertragungsrate aus. So sind mit der Erweiterung HSDPA Downloads mit bis zu 7,2 MBit/s möglich. Bei den meisten Mobilfunkanbietern in Deutschland liegt die Netzabdeckung mit UMTS mittlerweile bei über 80 %.
Für großes Aufsehen sorgte die Versteigerung der Lizenzen für UMTS in Deutschland. Dabei boten die Mobilfunkprovider insgesamt ca. 50 Milliarden Euro für sechs Lizenzen. Da die Bieter diese Kosten in den ersten Jahren auch auf die Kunden umlegten, kam der neue Standard hierzulande eher langsam in Gang. Mittlerweile haben die meisten Anbieter jedoch Flatrates für UMTS im Angebot, meist in Verbindung mit passenden Handys bzw. Smartphones.

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USB / Mini-USB

Bei USB handelt es sich um ein System, mit dem externe Geräte an einen Computer angeschlossen werden können. Dabei kann es sich sowohl um Massenspeicher wie externe Festplatten, Drucker, Scanner, Webcams, Maus, Tastatur, aber auch Dongles und sogar Grafikkarten handeln. Die große Vielfalt der Möglichkeiten macht den USB-Standard auch zu einem beliebten Format, um Handys und Smartphones mit einem PC zu verbinden. Wegen der Größe des USB-Steckers kommt dabei auf Seite der Handys meistens das Mini-USB-Format zum Einsatz. Dieses ist auch bei Digitalkameras und MP3-Playern zunehmend beliebter.
Die Abkürzung USB steht für „Universal Serial Bus“. Der große Vorteil dieses Systems ist die große Verbreitung und die Tatsache, dass die Geräte ohne Vorbereitung angeschlossen werden können (so genanntes „hot-plugging“). 2008 einigten sich die größten Handyhersteller darauf, in Zukunft Mini-USB als gemeinsamen Standard für Netzstecker zu verwenden. Dadurch sollten einheitliche Ladegeräte möglich werden. Allerdings ist mit Nokia einer der wichtigsten Akteure aus dieser Vereinbarung schon wieder ausgeschert. Ob der Mini-USB-Anschluss daher in Zukunft als Standard für Netzstecker verwendet wird, ist daher eher fraglich.

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W-LAN

Bei W-LAN handelt es sich um ein drahtloses Funknetz. Die Abkürzung W-LAN steht für „Wireless Local Area Network“. Meist dient es dazu, um eine Verbindung zwischen mobilen Endgeräten und dem Internet herzustellen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Mobilfunknetzen ist die Reichweite eines W-LAN sehr begrenzt – sie beträgt meist nur wenige Meter. Dadurch eignet sich diese Technologie am besten, um Wohnungen oder etwa Restaurants oder Cafes mit Internet zu versorgen. Für eine flächendeckende Versorgung ist W-LAN jedoch eher ungeeignet. Dennoch gibt es einige Innenstädte, die komplett mit W-LAN ausgestattet sind.
Vorteile von W-LAN sind vor allem die hohe Übertragungsgeschwindigkeit (bis zu 108 MBit/s) und die geringen Anschaffungs- und Betriebskosten.

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Wi-Fi

Bei Wi-Fi handelt es sich um einen Markennamen der Wi-Fi-Alliance. Er beschreibt standardmäßige W-LAN-Technologie und wird in einigen Ländern Synonym mit dem Begriff W-LAN verwendet.

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WiMax

Bei WiMax handelt es sich um eine Technik der Funkübertragung, die vor allem als Ergänzung oder Ersatz für DSL-Leitungen gedacht ist. Die Abkürzung WiMax steht für Worldwide Interoperability for Microwave Access. Technisch ist WiMax mit W-LAN verwandt. Es werden jedoch andere Frequenzen verwendet. Zudem spielt die Basisstation bei WiMax eine größere Rolle, da nur sie entscheidet, wer senden darf.
Die Versorgungsreichweite einer solchen Basisstation liegt im städtischen Bereich bei 2-3 Kilometern und damit bei einem Vielfachen von W-LAN-Stationen. Im Labortest konnte eine theoretische Reichweite bis zu 50 km ermittelt werden. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei 108 MBit/s.
Eine ganze Zeit lang war WiMax als Nachfolger zum UMTS-Standard im Gespräch. Mittlerweile setzen jedoch die meisten Anbieter und Hersteller eher auf LTE für den Mobilfunk der vierten Generation (4G).

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