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Ratgeber Fotografie: Urheberrecht und Verwertungsrecht

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Ratgeber: Urheberrecht und Verwertungsrecht

25.08.2010, 18:00 Uhr | Andreas Lerg

Ratgeber Fotografie: Urheberrecht und Verwertungsrecht. Ratgeber: Recht am eigenen Bild. (Bild: t-online.de)

Ratgeber Fotografie (Bild: t-online.de)

Ob Fotograf, Autor, Maler oder Komponist, alle haben ein Urheberrecht an ihrem "geistigen Werk". Das Urheberrecht schützt die ideellen und materiellen Rechte eines Schöpfers an seinem Werk. Das bedeutet vor allem, der Urheber eines Werkes darf frei und ausschließlich über die Nutzung seines Werkes bestimmen. Umgekehrt und auf Fotografien bezogen bedeutet das, dass niemand ein fremdes Bild einfach für welchen Zweck auch immer benutzen darf. Unser Ratgeber zeigt, wie Sie ihr Urheberrecht durchsetzen.

Findet jemand ein schönes Bild im Internet und packt es einfach so auf seine eigene Internetseite, dann begeht er damit eine Urheberrechtsverletzung. Das Urheberrecht hat der Fotograf automatisch, er muss es weder deklarieren noch öffentlich bekannt machen. Das Urheberrecht endet 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. In diesem Zeitraum nehmen die gesetzlichen Nachkommen das Urheberrecht stellvertretend wahr.

Die Verwertungsrechte sind wichtig

Der wichtigste Bereich des Urheberrechts sind sicherlich die Verwertungsrechte, die ausschließlich der Urheber des Werkes hat. Das Verwertungsrecht räumt dem Fotografen ein, sein Bild zu vervielfältigen, zu verteilen und auszustellen. Dazu gehört auch die wirtschaftliche Verwertung, also der Verkauf des Werkes oder auch von dessen Kopien (Abzügen). Überlassen Sie als Fotograf einem anderen ihr Foto und erlauben ihm, das Bild beispielsweise in einer Zeitung abzudrucken, dann räumen sie nur Nutzungsrechte ein, das Urheberrecht bleibt bei ihnen. Das Urheberrecht sieht auch vor, dass Sie Anspruch auf eine angemessene Vergütung haben, wenn das Bild von jemand anderem mit Ihrer Erlaubnis genutzt wird.

Beweise einer Urheberrechtsverletzung sichern

Vor allem im Internet ist der Diebstahl von Bildern an der Tagesordnung. Wenn Sie ein Bild von sich entdecken, das unberechtigt benutzt wurde, gilt es zunächst, Beweise zu sichern. Zuerst Screenhots der Webseite machen und aufschreiben, wann Sie diesen Verstoß gegen ihr Urheberrecht festgestellt haben. Notieren Sie auch die URL der Internetseite und die BILD-URL. Letztere bekommen Sie mit einem Rechtsklick auf das Bild und dem Menüpunkt Grafikadresse kopieren aus dem Kontextmenü. Dann schauen Sie nach, ob die Internetseite ein Impressum hat und notieren Sie alle Daten. Aber natürlich müssen Sie im Zweifelsfalle auch beweisen können, dass Sie der Urheber des Bildes sind. Früher bei der analogen Fotografie hatte man meist das Negativ zu Hause. Bei digitalen Bildern ist es aber auch machbar. Dazu müssen Sie die Metadaten in der Bilddatei ausfüllen. Hier in der Foto-Show sehen Sie, wie das geht.

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