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iPad-Konkurrenz: Computer-Riesen planen Angriff auf Apple

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Angriff auf das Apple iPad

11.05.2010, 15:13 Uhr | Sascha Plischke

iPad-Konkurrenz: Computer-Riesen planen Angriff auf Apple. iPad-Konkurrenten: Der Kampf um den Tablet-Markt hat gerade erst begonnen.

iPad-Konkurrenz: Das Rennen um den Tablet-Markt hat gerade erst begonnen. (Quelle: t-online.de)

Das iPad soll die Nutzung von Medien und Computern revolutionieren. Wie realistisch dieser Anspruch ist wird die Zukunft zeigen. Sicher ist jedoch, dass der Tablet-PC von Apple schon jetzt eine eigene Geräteklasse geschaffen hat, in der zahlreiche Nachahmer um die Gunst der Käufer buhlen. Die ersten Herausforderer kämpfen mit Kinderkrankheiten, während Apple seine Geräte schneller verkauft als sie produziert werden können. Doch lässt das iPad trotz seiner Beliebtheit einiges zu wünschen übrig – und Computer-Riesen wie Intel oder Google haben bereits eigene Tablet-Pläne in der Schublade.

Mit großem Aufwand präsentiert der Firmenchef das schlanke Tablet der Öffentlichkeit, die das Gerät nach wochenlanger fiebriger Berichterstattung mit größtmöglicher Spannung erwartet. Doch entgegen allen Erwartungen sind die Anwesenden nicht besonders begeistert, als das vielgepriesene Gerät endlich enthüllt wird. Eine Journalistin fragt sogar nach der versteckten Kamera, weil sie nicht glauben kann, was ihr der zunächst so stolze IT-Chef da präsentiert. Denn auf dem enthüllten Gerät läuft gar kein fertiges Betriebssystem, sondern bloß eine Simulation in Form eines Videos.

Bei der Veranstaltung handelt es sich nicht um die Präsentation des Apple iPad. Gerade ist das WePad vorgestellt worden, der im Vorfeld bejubelte angebliche iPad-Konkurrent aus Deutschland. Und statt zu überzeugen wirft die Präsentation nur Fragen auf, die größte von allen vielleicht die: Kann überhaupt jemand einen besseren Tablet-PC entwerfen als Apple?

Apple iPad bietet der Konkurrenz genug Angriffsfläche

Grund genug für das Warten auf Mitbewerber hätten die Käufer schließlich genug. Viele Kritikpunkte haben Experten am Apple iPad ausgemacht. So unterstützt es den Webstandard Flash nicht, der für das Abspielen von Videos auf den meisten Filmseiten notwendig ist. Es bietet keine Möglichkeit, den internen Speicher etwa durch Speicherkarten zu erweitern, und es lässt sich wie jeder iPod und jedes iPhone auch nur an einem Computer mit Apples hauseigener Software iTunes aktivieren und mit Musik und Daten füttern. Außerdem kostet es zumindest in der Version mit UMTS-Unterstützung beinahe so viel wie ein ausgewachsenes Notebook.

Gleich mehrere Hersteller haben sich deshalb daran gemacht, ein eigenes Tablet auf den Markt zu bringen. Was dem iPad an Funktionen fehlt sollte für diese Geräte zum zentralen Verkaufsargument werden: Slots für SD-Karten, ein offenes Betriebssystem, mehr Schnittstellen, mehr Speicher, und natürlich Flash-Unterstützung sollen die Geräte vom Apple-Tablet abheben. Dazu wollen sie natürlich alles andere mindestens genauso gut machen wie das iPad, egal ob es um Größe und Brillanz des Displays geht oder um die schnelle und angenehme Bedienung des Touchscreens.

Erste Mitbewerber können nicht überzeugen

Einen wirklich bestechenden Konkurrenten für das iPad haben die ersten Versuche anderer Hersteller jedenfalls noch nicht hervor gebracht. Mit seiner ersten Präsentation des WePad blamierte sich der Hersteller, um dann bei einer zweiten Vorstellung einen kleinen Teil des verlorengegangenen Vertrauens zurück zu gewinnen. Technisch soll das Gerät tatsächlich auf Augenhöhe mit dem iPad sein, sein Prozessor ist sogar etwas schneller als der im Apple-Tablet. Mit 29 mal 19 Zentimeter Größe und 800 Gramm Gewicht kann das WePad Bilder im TV-Format 16:9 zeigen. Es verfügt über eine eingebaute Webcam, zwei USB-Anschlüsse und einen Speicherkartenleser. Die Geräte soll es in Modellen mit 16 und 32 Gigabyte Speicherplatz geben und sie sollen je nach Ausstattung zwischen 449 und 569 Euro kosten.

Gleichzeitig versucht sich ein weiterer obskurer Hersteller am Sparring mit Apple. Der Name seines iPad-Konkurrenten: Joo Joo. Nachdem erste Gerüchte zu diesem Tablet-Computer bereits im Sommer 2009 aufkamen, ist das Gerät der in Singapur beheimateten Firma Fusion Garage jetzt erhältlich. Bisher gibt es keine Händler, der Tablet-Computer wird derzeit nur direkt über den Online-Shop des Herstellers verkauft. Das JooJoo-Pad hat ein 12,1 Zoll großes Multitouch-Display, das Videos im HD-Format darstellen kann. Damit ist es deutlich größer als der Apple Tablet-Computer, aber mit 1,1 Kilo auch deutlich schwerer. Eine echte Alternative zum iPad wird aber auch das Joo Joo kaum werden – nur echte Insider kennen das Tablet und werden sich an ein Gerät eines weitgehend unbekannten Herstellers wagen.

Computer-Riesen bringen sich gegen Apple in Stellung

Zunächst steht Apple mit seinem iPad also alleine da und kann den Markt für Tablet-Computer in Ruhe bedienen. Jedoch wie zuvor auch schon beim iPhone stehen bereits gleich mehrere Schwergewichte der IT-Welt in den Startlöchern, um eigene Geräte zu entwickeln und Apple diesen Markt streitig zu machen. So stellte Computerriese HP zwar vor kurzem sein "Slate" genanntes Tablet-Projekt ein. Gleichzeitig übernahm der Konzern jedoch das auf Mobilcomputer spezialisierte Unternehmen Palm – wohl um mit dessen Know-How eine neue Palette an Tablet-Computern zu entwickeln.

Chip-Hersteller Intel ließ ebenfalls durchblicken, im Markt der Tablet-Computer mitmischen zu wollen. Auf einer Investorenkonferenz kündigte Intel-Vize-Präsident Moody Eden die Vorstellung gleich mehrerer Tablet-Geräte auf der Computermesse Computex in Taiwan an. Die sollen auf Intels neuem Atom-Mobil-Prozessor mit zwei Rechenkernen basieren und so rechenstark sein, dass mit ihnen auch Multitasking problemlos möglich ist. Dieses gleichzeitige Ausführen mehrerer Programme ist auf dem iPad nicht möglich.

Wettrennen um die Gunst der Kunden hat noch nicht begonnen

Besondere Konkurrenz droht Apple jedoch von Internetgigant Google. Der verfügt mit dem Betriebssystem Android bereits über ein ausgereiftes Betriebssystem für Smartphones, das wohl auch auf einem Tablet-PC arbeiten könnte – inklusive Infrastruktur vor den Online-Vertrieb von Software für die Endgeräte. Hersteller müssten nur die Hardware entwickeln. So hat Dell mit dem Mini 5 bereits ein Tablet-ähnliches Mobilgerät in den Startlöchern, das auf Android basiert. Zudem soll Google auch an einem eigenen Tablet arbeiten – in Kooperation mit dem Mobilfunkunternehmen Verizon. Das verriet Verizon-Chef Lowell McAdam dem Wall Street Journal. Obwohl Google McAdams Kommentar kurz darauf in einer schwammigen Mitteilung dementierte dürfte klar sein, dass sich der Internetkonzern auf dem Markt für Tablet-PC engagieren wird.

Das Wettrennen um die Gunst der Kunden hat also noch gar nicht begonnen. Einen ernstzunehmenden Konkurrenten für das iPad gibt es derzeit noch nicht. Angesichts der sich warm machenden IT-Schwergewichte dürfte es jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis der Startschuss endgültig fällt. Wer also einen Tablet-PC kaufen möchte und nicht unbedingt ein Apple-Produkt braucht, sollte warten. Die Auswahl dürfte in den kommenden Monaten deutlich größer werden. Erst dann wird sich zeigen, wer tatsächlich das bessere Tablet bauen kann: Apple – oder die anderen.

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