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Analoge Schätze ins digitale Zeitalter retten

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Analoge Schätze retten

17.08.2011, 14:12 Uhr | Christian Fenselau

Analoge Schätze ins digitale Zeitalter retten. Plattenspieler spielt LP ab (Foto: Thorens) (Quelle: Hersteller/Thorens)

Analoge Schätze digitalisieren und bearbeiten (Foto: Thorens) (Quelle: Thorens/Hersteller)

Videokassetten, Dias und Papierbilder, Musikbänder und Langspielplatten hier, digitale Fotos, MP3-Dateien, CDs und DVDs dort: Die meisten Musik-, Film- und Fotofans leben gleichzeitig in analoger und digitaler Welt. Das kann keine Dauerlösung sein: Diaprojektoren, Kassetten- und VHS-Rekorder gibt es kaum noch zu kaufen; zudem wird es immer aufwändiger, sich die alten Bänder und Dias überhaupt noch anzuschauen oder zu hören. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die analogen Schätze ins digitale Zeitalter retten. Im Idealfall benötigen Sie dafür nur ein oder zwei Freeware-Programme, möglicherweise ein Adapterkabel und ein wenig Zeit.

Um Bänder oder auch Schallplatten zu digitalisieren, muss das Tonmaterial überspielt werden, der PC fungiert dabei als Aufnahmegerät. Zur Digitalisierung von Schallplatten oder Kompaktkassetten sind im Einzelhandel Abspielgeräte erhältlich, die per USB direkt an den PC angeschlossen werden können. Das ist zwar eine einfache und bequeme Lösung, die aber mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Eine günstigere Lösung ist ein einfaches Cinchkabel mit Klinkenadapter, sofern Sie noch einen funktionierenden Plattenspieler oder ein Kassettendeck besitzen. Damit wird jedoch nicht der Plattenspieler direkt mit dem PC verbunden, sondern der Mikrofoneingang des PC mit der Kopfhörerbuchse am Verstärker. So können Sie den vorhandenen Plattenspieler, ihr Kassettendeck oder die eigene Tonbandmaschine zum Abspielen benutzen. Im jedem Fall aber gilt: Die Musik- und Tonstücke müssen in Gänze abgespielt werden. Jegliche "Abkürzungen", etwa über eine schnellere Wiedergabe mit anschließender Rückberechnung, sind keine Lösung: Dies wirkt sich negativ auf den Klang aus.

Mit WAV-Dateien auf der sicheren Seite

Ihre Musikaufnahmen sollten Sie zunächst als WAV-Datei abspeichern. Eine direkte Umwandlung in MP3 kann die Weiterverarbeitung erschweren oder sogar unmöglich machen. Das WAV-Format kann später in alle möglichen Formate konvertiert werden, zum Beispiel in das MP3-Format. Die Stücke werden damit deutlich kleiner und sind mit allen portablen Abspielgeräten und Smartphones kompatibel. Außerdem können Sie die Titel mit so genannten MP3-Tags für Interpret, Titel, Erscheinungsjahr und vielem mehr versehen. Dass die Klangqualität wie vielfach behauptet bei MP3-Dateien merklich schlechter ist, stimmt übrigens nicht. Ein Unterschied zum Original ist mit einer genügend hohen Bitrate praktisch unhörbar. Die höchstmögliche Bitrate ist 320 Kilobit pro Sekunde (kbit/sec.), erst bei einer Bitrate von 128 kbit/sec. und darunter leidet die Klangqualität hörbar. Oberhalb von 192 kbit/sec. sind Sie auf der sicheren Seite.

Software zur Tonaufnahme und -bearbeitung

Um den Tonstrom aufnehmen zu können, benötigen Sie eine passende Software. Windows bringt zwar einen Audiorecorder mit, allerdings genügt dieser nur minimalen Ansprüchen. Das Angebot an Aufnahmesoftware ist groß, am bekanntesten ist die Gratis-Software Audacity. Damit können Aufnahmen geschnitten und bearbeitet werden. Audacity erfordert zwar ein gewisses Maß an Eingewöhnung, doch kleine Bearbeitungen wie Ein- und Ausblenden gelingen schon nach kurzer Zeit. Ein echter Spezialist zur Digitalisierung von Schallplatten ist die Freeware Rillenputz, die störende Kratzer und Rauschen herausfiltert.

Video-Kassetten

Der einfachste Weg, eine Video-Kassette zu digitalisieren ist die direkte Überspielung auf einen DVD-Festplattenrekorder. VHS- und DVD-Rekorder können durch ein Scart-Kabel direkt miteinander verbunden werden. Möchten Sie das Abspielgerät an den Computer anschließen, benötigen Sie ein spezielles USB-Adapterkabel. Ein geeignetes Freeware-Programm zum Aufnehmen und Bearbeiten ist Virtual Dub. Auch hier gilt, dass das Originalmaterial in Gänze abgespielt und dann von Festplattenrekorder oder PC aufgenommen werden muss. Dabei ist es egal, ob das Signal von VHS, Betamax oder Video 2000 kommt.

Fotos digitalisieren

Das sichern Ihrer alten Fotos gelingt mit einem guten Scanner einfach und schnell. Viele Scanner können sogar mehrere Fotos auf dem Vorlagenglas erkennen und automatisch getrennt voneinander einscannen. Das Wichtigste, worauf Sie achten müssen, ist die Scan-Auflösung. Sie bestimmt, wie fein das Original eingescannt wird. Häufig lässt sich bei der Scansoftware jenseits von Automatiken eine Auflösung anhand einer DPI-Angabe (Dots per Inch) manuell einstellen. Für Fotos sind 300 bis 600 DPI eine gute Wahl, darunter gehen Details verloren. Bleibt noch die Auswahl des Bildformats. Profis nehmen lieber unkomprimierte Formate wie zum Beispiel TIFF, aber am universellsten ist das mit allen Geräten lesbare JPG-Format. JPG bringt zwar eine Komprimierung mit sich, doch wenn beim Speichern die höchstmögliche Stufe ausgewählt wird, reicht die Qualität aus. Geringere Qualitätsstufen können zu zu unschönen Schlieren führen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen.

Schwieriger als Papierbilder zu digitalisieren sind Dias und Negative. Der Diascanner sollte eine sehr gute Qualität haben, sonst sehen die Ergebnisse verwaschen aus. Je nach Anzahl der zu digitalisierenden Dias ist zu überlegen, ob nicht der Gang zum Fotolabor die bessere Wahl ist als der Kauf eines teuren Diascanners. Was beim Scannen von Dias und Negativen zu beachten ist, lesen Sie in diesem Artikel.

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