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So funktioniert Handy-Ortung

28.07.2011, 18:16 Uhr | tm (CF)

Den Begriff Handy-Ortung haben die meisten Menschen sehr wahrscheinlich schon einmal gehört, aber was sich genau hinter dieser Funktion verbirgt, das wissen nur wenige. Ist es wirklich so einfach, einen anderen Menschen zu überwachen?

Spionieren mit dem Mobiltelefon, einen anderen Menschen ganz nach Bedarf und Laune überwachen und das alles, ohne dass der andere davon etwas weiß oder es merkt – die meisten Menschen stellen sich das unter einer Handy-Ortung vor. Es soll angeblich sehr einfach sein und sogar im großen Stil funktionieren, aber was genau passiert eigentlich bei einer Handy-Ortung und was macht diese Funktion zu einem „Big Brother“? Im Grunde genommen kann jedes übliche Handy geortet werden, wenn es eingeschaltet und auch die SIM-Karte aktiv ist. Ob es sich dabei um ein Handy mit Vertrag oder um ein sogenanntes Prepaid Handy handelt, spielt keine Rolle. Aber es gibt Unterschiede und die liegen bei den einzelnen Mobilfunkanbietern. Einige der Anbieter haben sehr strenge Auflagen, wenn es um die Handy-Ortung geht. So ist diese spezielle Funktion beim Anbieter T-Mobile nur dann möglich, wenn ein Notfall oder aber auch wenn eine richterliche Verfügung vorliegt. Die Begründung, durch eine Handy-Ortung die Treue oder Untreue der Partnerin überprüfen zu wollen, ist für diesen Anbieter also kein Argument. Leider denken nicht alle Mobilfunkanbieter so und diesen Umstand machen sich viele zunutze, die nicht nur aus privaten Gründen eine Handy-Ortung nutzen wollen, sondern auch diejenigen, die damit Profit machen möchten.

Im Prinzip ist eine Handy-Ortung sehr simpel. Alle Handys, die eingeschaltet sind, stehen permanent in Verbindung mit einem Funkmast, denn nur so kann der Handybesitzer anrufen und angerufen werden. Auf diese Weise lässt sich feststellen, in welcher Funkzelle sich das Handy gerade befindet. Nur wenn die Masten auch wissen, um welches Handy es sich handelt, kann auch eine Verbindung hergestellt werden. Jeder Netzbetreiber weiß also in etwa, wo sich ein Handy befindet. Im Gegensatz zu einem Handy mit einer GPS-Funktion ist die Ortung bei einem normalen Handy allerdings ungenau. Wo das Handy sich gerade aufhält, ist in einer Großstadt einfacher festzustellen als in ländlichen Regionen, da in diesem Fall die meisten Mobiltelefone nur mit einer Basisstation verbunden sind. In Städten hat das Handy aber mit mehreren Funkmasten gleichzeitig Verbindung und das macht die Handy-Ortung deutlich präziser und auch einfacher. Normalerweise ist eine Ortung aber bis auf eine Abweichung von maximal 150 m möglich. Noch genauer wird das Ganze, wenn das Handy eine GPS Funktion hat, denn dann lässt sich die Position auf den Punkt genau feststellen. Bei einem Handy mit einem GPS Empfänger werden die Koordinaten exakt ermittelt und das geschieht immer dann, wenn der Suchdienst eine kurze SMS-Mitteilung an das betreffende Handy schickt.

Wann ist Handy-Ortung erlaubt?

Grundsätzlich ist die Ortung eines Handys nur dann erlaubt, wenn derjenige, der geortet werden soll, dazu vorher sein Einverständnis gegeben hat. Eine heimliche Ortung ist demnach strafbar und kann geahndet werden. Nur wenn es sich um einen Notfall handelt, wenn zum Beispiel ein Mensch verschwindet und die Polizei davon ausgehen muss, dass ein Verbrechen vorliegt, dann ist die Ortung eines Handys auch erlaubt. Aber auch die Polizei muss sich eine richterliche Verfügung besorgen, und nur wenn wirklich Gefahr droht, dann entscheiden die Beamten alleine darüber, ob sie diese Funktion in Anspruch nehmen oder nicht. In den USA wurde das Gesetz nach dem 11. September 2001 weitgehend außer Kraft gesetzt, denn dort dürfen die örtliche Polizei und auch das FBI ohne die Zustimmung eines Richters orten, wenn sie einen konkreten Terrorverdacht haben. In Deutschland ist das nicht der Fall, hier müssen sich Polizei und Staatsanwaltschaft sehr genau an die gesetzlichen Bestimmungen halten und es müssen schon berechtigte Gründe bestehen, bis ein Richter seine Zustimmung zur Ortung eines Handys gibt.

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